Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

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Georghansafan
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Georghansafan » Mi 29. Jul 2020, 02:44

Vielleicht sollte man den Kindern überlassen was sie werden wollen.

Ich denke für mich, ich bin nicht handwerklich begabt. Ich denke der Umkehrschluss darf auch nicht sein, dass jetzt jeder versucht "Gas Wasser Scheiße" zu arbeiten. Ich denke wir brauchen dringend viele Ärzte. Bei diesem demografischen Wandel werden Ärzte sehr wichtig sein. Es geht ja bei der Bezahlung auch um die Qualität und Leistung der Arbeit. Manche Ärzte schuften 60 - 80 Stunden. Selbst Bauarbeiter und sonstige haben mehr Freizeit als Ärzte. Jeder Beruf wird benötigt. Klar könnte ich Bauarbeiter werden, dann werden alle Häuser krumm und schief.

Das System ist noch nicht perfekt, aber wir jammern hier auf einem hohen Niveau. Wir haben ein funktionierendes Gesundheitssystem, bei dem nur die Menschen die das mittragen besser verdienen müssten. Ich denke unser Gesundheitssystem mit einer Kombination aus skandinavischen Verhältnissen wäre ein guter Ansatz.

Ich finde es gut und wichtig vielschichtig zu diskutieren und sich für Sachen einzusetzen. Warum muss es ein Hindernis sein, für Menschlichkeit, eine humane Flüchtlingspolitik, Natur UND besseres Gehalt zu demonstrieren. Was hilft es wenn alle gut verdienen und die Welt untergeht?
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Borsti
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Borsti » Mi 29. Jul 2020, 08:48

Georghansafan hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 02:44
Jeder Beruf wird benötigt.
Als Gegenbeispiel fällt mir spontan die "Werbebranche" ein...
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Hello_Schmitty » Mi 29. Jul 2020, 09:07

Borsti hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 08:48
Georghansafan hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 02:44
Jeder Beruf wird benötigt.
Als Gegenbeispiel fällt mir spontan die "Werbebranche" ein...
Spontan würde ich dir als gelernter Wetbegrafiker sogar zustimmen. Merke aber durch meine Freundin die in einer kleinen Werbebude arbeitet, dass auch die ihren Nutzen hat. Lauf mal durch die Stadt und zähle die Firmenfahrzeuge die du woran erkennst? Richtig, an der Beschriftung. Ich bezweifel dass die meisten Handwerksbetriebe in der Lage sind ein ordentliches Layout, Logo und ne saubere Beklebung ihrer Fahrzeuge auf die Reihe zu bekommen.
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Marke » Mi 29. Jul 2020, 11:18

Borsti hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 08:48
Georghansafan hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 02:44
Jeder Beruf wird benötigt.
Als Gegenbeispiel fällt mir spontan die "Werbebranche" ein...
Dann würde ich eher Eisverkäufer sagen, ist zwar ganz nett bei schönem Wetter ein Eis zu essen, aber bei schlechtem Wetter vermisst ihn auch keiner. ;)

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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Scholle » Mi 29. Jul 2020, 11:21

Hello_Schmitty hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 00:31
Nur haben die Medien eben nicht die Macht die Verhältnisse zu ändern, dass kann nur die Bevölkerung.
Ich muss das mal aus dem langen Post reissen, aber das ist echt ein Witz. Hier ist doch seit langem klar, wer die Meinungen macht, die dann von der Politik pflichtschuldigst umgesetzt werden. Die Medien haben in meinen Augen hier mittlerweile eine Machtposition erreicht, die ich erschreckend finde. Dazu gehören für mich nicht nur Zeitungen oder TV, sondern auch die Abgründe des Internets wie bspw. Twitter und Co.
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Scholle » Mi 29. Jul 2020, 11:32

Hello_Schmitty hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 00:31


Achja die heutige Jugend.... der alte Mann hat gesprochen.
Keine Lust mehr auf Arbeit ist doch viel zu kurz gedacht. Wir haben in den Schulen einfach keine Talentförderung. Der Fokus wird hauptsächlich auf MINT Berufe gelegt. In der Kita sollen die Kinder am besten schon vor Schuleintritt das Alphabet können, die Eltern erwarten Produktivität, Ergebnisse. Sie wollen zugeschissen werden mit Bildern, Gebastelten... egal was. Hauptsache sie sehen, dass das Kind irgenwie Leistung bringt. Die Jugend hat kein Bock auf Arbeit? Ich sage dir die fangen so früh an zu "arbeiten" wie nie.
Sind dafür aber kaum in der Lage soziale Konflikte zu lösen. Da hauen sich 6-Jährige in die Fresse wegen Banalitäten. Empathie für andere Menschen geht völlig unter.... Empathie ist übrigens in Dänemark (?) ein festes Schulfach. In unserer durchkapitalisierten Gesellschaft zählt nur noch Konsum und Status. Man soll doch was vorzeigen, "Mein Kind ist Unternehmensberater/Arzt/Anwalt/Irgendwas-Manager." klingt halt besser als Gas-Wasser-Scheiße, Bau oder Dachdecker.
Man könnte das Ding jetzt noch weiter ausführen, die Digitalisierung macht Druck, der demografische Wandel.....
Ich hoffe es ist klar geworden worauf ich hinaus will.
Der Jugend die Schuld geben weil sie kein Bock auf Arbeit hätte ist einfach zu wenig. "Die Jugend" ist nur Opfer ihrer Umgebung.
Wobei ich trotzdem diesem Absatz zustimmen würde. Diese dusselige "alter (es fehlt noch weißer) Mann" Plattitüde mal außen vorgelassen.
Ich weiss nicht, was an Berufen wie Maurer, Elektriker, Frisörin, Kassiererin usw. schlecht sein soll. Klar, wird das finanziell später sicher nicht für große Sprünge reichen, aber die Jobs und die dahinter stehende Arbeit wird von der Gesellschaft eben auch benötigt. Durch die Gleichmacherei aller Menschen, wird den Kindern aber in meinen Augen suggeriert, daß jeder alles schaffen kann. In meinen Augen völlig Quatsch, weil eben nicht alle Menschen gleich groß, stark, schlau, schön usw. sind. Das führt dann meiner Meinung nach nur dazu, daß das handwerklich begabte Kind unbedingt in ein Studium gedrängt wird, statt bspw. lieber Tischler zu werden. Ist ja schließlich nicht repräsentativ genug wenn man sich die Hände im Job schmutzig macht. Da studiert dann lieber noch der letzte Dussel BWL und findet danach keine Anstellung.
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Zircus » Mi 29. Jul 2020, 11:37

Nun, ich glaube wenn die Schüler die Schule verlassen sind sie überwiegend auf das Lernen, eher das Auswendiglernen getrimmt.
Aus den Zeugnissen geht eher selten hervor , welche Talente oder auch Schwächen jemand hat. Die eigenen Talente kennen die meisten dann auch selbst nicht.Das führt dann eben auch dazu, dass sich nicht selten für einen Beruf entschieden wird, der einem dann anschließend doch nicht gefällt.
@Georghansafan: woran machst Du fest, dass wir ein funktionierendes Gesundheitswesen haben?? Es wird dort viel verdient, aber eben nicht von den Leuten die die Arbeit dort machen, bzw. steht das Gehalt in keinem Verhältnis zu dem was dort geleistet wird. Meine Frau ist seit 25 Jahren ITS-Fachschwester. Wenn Du dort Deine Arbeit gut machen möchtest, musst Du jedenTag 130% bringen.Im System ist genügend Geld.Du kannst Dir ja mal die Mühe machen und recherchieren, was Helios, ein Krankenhauskonzern, seinen Aktionären so jährlich ausschüttet. In meinen Augen ist das Zweckentfremdung von Beitragsgeldern, die dem Gesundheitssystem entzogen werden.
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Fußball&Dosenbier » Mi 29. Jul 2020, 11:52

Zircus hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 11:37
Nun, ich glaube wenn die Schüler die Schule verlassen sind sie überwiegend auf das Lernen, eher das Auswendiglernen getrimmt.
Aus den Zeugnissen geht eher selten hervor , welche Talente oder auch Schwächen jemand hat. Die eigenen Talente kennen die meisten dann auch selbst nicht.Das führt dann eben auch dazu, dass sich nicht selten für einen Beruf entschieden wird, der einem dann anschließend doch nicht gefällt.
Danke, das trifft den Nagel auf den Kopf. Durch die Einführung von G8 und die Bachelorisierung des Studiums hat man versucht, in möglichst kurzer Zeit geschliffene und profillose Arbeitskräfte für die Wirtschaft zu generieren. Was vollkommen untergeht sind Möglichkeiten der Orientierung. Für viele Schulabgänger sind die erste Ausbildung oder das erste Studium ein kompletter Schuss ins Blaue - weshalb sich auch niemand über hohe Abbrecherquoten wundern muss. Was außerdem auf der Strecke bleibt ist die Entwicklung der eigentlichen Intelligenz - eigenständig denken und Zusammenhänge herstellen, argumentieren, kreative Lösungen finden, Konsequenzen von Entscheidungen abwägen können. Stattdessen produziert man Roboter mit Bücherwissen, die in der Schule top waren aber danach überhaupt nicht mehr klarkommen. Die Masse an ernsthaften psychischen Erkrankungen schon in jüngeren Generationen spricht da für sich.
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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Zircus » Mi 29. Jul 2020, 12:03

Roboter ist ein gutes Stichwort.
Es gibt ja mittlerweile Generation X,Y,Z. Alle wollen einen tollen Job mit Herausforderungen aber dann eben auch nur von 8-16:00 und das gerne zu Bedingungen die man auch noch vorgibt. Auf Kritik reagiert man gern mit einem gelben Zettel.Häufig fehlt es auch an Empathie, ist übrigens in Dänemark ein wichtiges Schulfach. Ich empfinde einen nicht geringen Teil von Berufsstartern als sehr stark selbstzentriert. Teamplayer findet man immer seltener.

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Re: Deutschland und die Welt im Corona-Fieber

Beitrag von Spring » Mi 29. Jul 2020, 15:30

@ Schmitty

So alt bin ich gar nicht, auch wenn ich immer mehr graue Haare zähle.

Ich hätte das vielleicht präziser ausdrücken sollen. Mit „ kein Bock" meinte ich hauptsächlich die Berufe wo man als Lehrling einfach auch mal leiden muss. Zum Beispiel auf‘n Bau. Da haben wirklich viele junge Leute keinen Bock auf Anstrengung. Das war noch vor 20 Jahren völlig anders. Weil der Ruf aber auch besser war.

Nächstes Beispiel wäre im Bereich Krankenschwester/ Altenpflege etc. Da gucken dich mittlerweile ganz junge Schwestern an und sagen dass sie keine Bettpfanne leeren , weil sie studiert haben . Die alten Schwestern gucken dann ziemlich fassungslos. Ist aber Realität.

Ein weiteres entscheidendes Problem der heutigen Jugend ist doch das sie überhaupt keinen Druck mehr haben irgendwas beenden zu müssen. Da hat man dann mit 25 immer noch keinen Bachelor geschafft oder fängt mit 30 das dritte Studium an. Geld kommt dann entweder von Familie oder Staat. Lehren werden reihenweise abgebrochen, sobald es mal schwierig wird.

Ich komme beruflich mit sehr vielen Menschen in Kontakt und in den letzten Jahren ist nicht ein Chef, Ausbilder , Lehrer dabei gewesen der gesagt hat: „ Mit den jungen Leuten wird‘s besser"! Die Kinder werden doch schon falsch über die großen YouTube- Vorbilder konditioniert. Es wird vermittelt das man sich für ein entspanntes Leben mit ausreichend Geld, nicht anstrengen muss. Schau mal auf die Klickzahlen dieser Leute. Geht in die Millionen. Hör mal zu wir sich der Großteil der 10-18 Jährigen heute unterhalten. Da bleibt man teilweise entsetzt stehen. Und das hat sich sehr wohl zum negativen gewandelt.
Dialog und Lebensweisheit von Arthur Spooner

Arthur: Ich glaube Verlierer sind die wahren Gewinner!
Doug: Und was sind dann die Gewinner?
Arthur: Die bleiben Gewinner. Den Titel kannst du ihnen nicht nehmen, schließlich haben sie ja mal gewonnen !

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