Hansa - Würzburg

line_0
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von line_0 » So 1. Dez 2019, 18:08

Ein Spiel, wo beide Torhüter eine klasse Leistung abgeliefert haben.

allesquatsch
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von allesquatsch » So 1. Dez 2019, 19:11

Ich weiß, Vergleiche mit Bayern hinken gewöhnlich ziemlich stark, aber die haben eine ähnliche Verballershow abgezogen wie wir und sind nun bekanntlich Dauernörgler sobald sie nicht auf Platz eins stehen und der Trainer ist bei jeder Niederlage im Kreuzfeuer als ob es gegen den Abstieg geht.
Aber nach diesem Spiel sieht die Welt anders aus, die Mannschaft wird ob des guten spiels gelobt und aufgrund der Chancenverwertung bedauert. DORT wird das gesamte Mannschaftsspiel bewertet, nicht die letzte Sekunde der Fehlentscheidung oder Pech.
Ich frage mich manchmal ob bei einigen hier eine ähnliche oder noch schlimmer, eine höhere Abgehobenheit vorherrscht als bei Bayern...

Spring
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Spring » So 1. Dez 2019, 19:47

Erstens hinkt dieser Vergleich sehr und zweitens ist das zu sehr in Richtung Chancenverwertung gelenkt. Subjektiv sehr wohlwollend. Das Spiel war nicht doll, dass Würzburg fast komplett offen stand und wir nicht mal dann ein Tor erzielen, ist bezeichnend. Ohne Kolke würde es diese Saison schon wieder ganz anders aussehen.

Wir sind einfach meilenweit weg von einem beständigen Fußball der uns irgendwann mal wirklich mitmischen lässt. 2-3 Spiele kommt mal Mentalität, dann wieder Lethargie. 2-3 Spiele mal Fortschritt, dann wieder 2 Gänge runter. So geht das jedes Jahr. Deshalb haben die Meisten schlechte Laune. Wir bauen nichts auf bzw entwickeln uns mal geschlossen.
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Darmok » So 1. Dez 2019, 23:11

Ziemlich absurdes, aber sehr unterhaltsames Spiel. Ein absolutes Chancenfeuerwerk hüben wie drüben. Da kann ich nicht sauer sein, dass wir nicht die nötigen Abschlußqualitäten haben, wissen wir. Immerhin wurde vieles erspielt, der Wille war sichtbar, defeniv wurde sich in jeden Ball reingeworfen. Wichtiger, dreckiger Sieg. Egal wie. Tolles Comeback von Scherff!!
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Jakob » Mo 2. Dez 2019, 12:27

Bei den Zusammenschnitten hinterher sah es dann um einiges besser aus, als live im Stadion. Ich denke, dass bei vielen Fans einfach noch die vergangenen drei Spiele in den Knochen steckten und sie daher dieses in der Schlussphase nach einem Unentschieden riechende Spiel nicht wirklich befriedigend fanden. Nach dem Spielverlauf und Chancen mussten wir das einfach gewinnen, da ist ein "wackeliges" 1:0 in Minute 89 mit Freistoß für den Gegner 18m vor dem Tor einfach zu eng...

Rieble fand ich in der ersten Hälfte sehr schwach, Fehlpässe, Zweikämpfe etc., aber hab auch schon gelesen, dass er sehr gut gewesen sein soll. So kann's gehen ;)
Pepic und Omladic fand ich sau stark... nur abschlussschwach halt.
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Teepott » Di 3. Dez 2019, 10:26

Boeller hat geschrieben:
So 1. Dez 2019, 09:55
Kogge27a hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 19:41
und warum wir nach freistössen und ecken nix gebacken bekommen konnte man in hz auch ganz gut sehen... alles was würzburg reingetreten hat war brandgefährlich... wir haben kaum jemanden (bis keinen) der mal ein kopfballduell gewinnt
Nein daran liegt das nicht, defensiv gewinnen wir ja auch viele Kopfbälle. Unser Fehler bei Standards ist schon der selbe wie bei Dotchev und das obwohl sich die Qualität der getretenen Standards durch Omladic und Opoku schon deutlich verbessert hat. Bei eigenen Ecken stehen wir bereits alle im 5m Raum, es ist so überhaupt nicht möglich die Lufthoheit zu bekommen, da man aus dem Stand abspringt und der gegnerische Verteidiger in der Regel ja immer vor unseren Angreifer steht. Man nimmt sich so jeden Überraschungseffekt und die zusätzliche Sprungkraft aus der Bewegung die man normalerweise jeden stehenden Verteidiger vorteilig gegenüber benutzen könnte. Aber nein, da tummelt sich eine Horde Hansaspieler im 5m Raum und der erste große Gegenspieler zwischen Ecke und Tor köpft den Ball raus. Immer und jedes Mal.
Bei uns könnte Messi Ecken und Freistöße treten, bei dieser Taktik würden da auch keine Tore fallen.
Hüsing hat so in seiner ersten Dotchev Saison mit reinlaufen viele Tore gemacht, seitdem die Taktik geändert wurde, hat er dies aber auch nicht mehr geschafft. Und Bülow ist einer unser stärksten Kopfballspieler, gewinnt im Mittelfeld alle Kopfbälle, aber hat noch nicht ein einziges Tor nach einer Ecke ...
Stimmt so nicht, da Bülow, entgegen deiner Behauptung, diese Saison schon mindestens ein Kopfballtor nach einer Ecke erzielt hat:
Die 2:1 Führung bei unserem Spiel in Ingolstadt.
Könnten und sollten jedoch deutlich mehr sein, nicht nur von Bülow.

Überhaupt fehlt uns diese Saison, noch mehr als sonst, ein eiskalter, torgefährlicher Knipser und Vollstrecker vorne drin.
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von eisbrechereisbrecher » Di 3. Dez 2019, 14:53

Spring hat geschrieben:
So 1. Dez 2019, 12:24

Wer hier übrigens einen neuen Trainer fordert, hat Hansa die letzten Jahre nicht begriffen.

Da möchte ich mal ganz provokativ drauf antworten: Hast du denn Hansa begriffen?

Nicht, dass ich jetzt unbedingt nen neuen Trainer fordere, bloß es gäbe eben auch so einige Argumente dafür:
1.)Saisonziel Platz 5 ist in Gefahr und die Mannschaft hat sich nicht großartig verbessert und entwickelt gegenüber der Vorsaison (keine Konstanz).
2.) Der Kader ist meiner Meinung groß genug und die Qualität der Spieler reicht auch locker, um bessere Leistungen zu bringen. Härtel und die Mannschaft schaffen es aber nicht, über mehrere Spiele das volle Potential abzurufen.
3.) Härtel meinte in nem Interview die Art und Weise wie man spielt ist wichtig: Da gebe ich ihm recht, aber er meinte auch, es ist völlig egal wer wo spielt: Da muss ich ihm vehement widersprechen: Die Aufstellung ist eben nicht egal. Genau die macht nämlich den Unterschied.
4.) Niemand versteht, wieso er teilweise Spieler wie Öztürk und Verhoek (die nicht nur die schlechtesten Kickernoten haben) immer wieder bringt und andere Spieler nicht mal im Kader stehen.
5.) Die Defensive kann man bezüglich der Gegentore halbwegs akzeptieren, aber die Offensive ist regelmäßig nicht stark genug. Raus kommt man so aus der Liga nicht.
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Fuß-baller » Di 3. Dez 2019, 18:37

Moin,

habe die 1. Halbzeit ausgewertet.

Allgemein:
Hansa nach zuletzt 3 Niederlagen wieder einmal zum Siegen verdammt und personell mit 6 Veränderungen - Ahlschwede für Butzen, Breier für Verhoek, Scherff für Opoku, Öztürk für Nartey (verletzungsbedingt), Rieble für Reinthaler sowie Vollmann für Riedel (systembedingt?, leistungsbedingt?). Gespielt wurde defensiv ein 4-4-2 Mittelfeldpressing oder ein 4-1-3-2 Angriffspressing. Würzburg mit der schlechtesten Defensive der Liga - im Spiel nach vorne jedoch mit vielen schnellen und technisch versierten Spielern sowie gefährlich bei Standards. Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, indem beide Mannschaften von Beginn an offensiv agierten - Torschüsse (Hansa 8, Würzburg 8). Zur Halbzeit hätte es sowohl 3:0 als auch 0:3 stehen können - ein 3:3 wäre ebenfalls möglich gewesen. Glücklicherweise war es Pfeiffer (Nr. 16), der in der 45. Minute das 1:0 per Eigentor für Hansa erzielen konnte. In der 2. Halbzeit Hansa mit klasse Kontern und Unvermögen im Abschluss - Würzburg hingegen sehr früh überraschend offen und mit Glück nicht eine höhere Niederlage kassiert zu haben. Aufgrund der Torschussbilanz (Hansa 12, Würzburg 7) und der Deutlichkeit der Torchancen in der 2. Halbzeit gewann Hansa verdient das Spiel und sicherte sich Selbstvertrauen und 3 Punkte.

Ballgewinne & Ballverluste bzw. Ballverlustquote:
Da Öztürk hier im Forum von einigen scharf kritisiert wurde, sollte einige die Statistik überraschen. Auch wenn nur ein Teil seiner Leistung damit abgebildet wird, so ist er in den beiden Kategorien mehr als positiv hervorzuheben: Die meisten Ballgewinne (Top 3) für Hansa konnten Öztürk mit 14, Ahlschwede mit 13 sowie Rieble mit 10 verbuchen. Die meisten Ballverluste hatten Rieble mit 12 und einer Ballverlustquote von 34 % (BVQ = Ballverluste in Relation zu den Ballkontakten), Ahlschwede mit 12 und einer BVQ von 27 %, Neidhardt mit 11 und einer BVQ von 31 % sowie Vollmann mit 10 und einer BVQ von 48 %. Die wenigsten Ballverluste hatten Öztürk mit 4 (BVQ = 11 %), Pepic mit 4 (BVQ = 14 %) und Sonnenberg mit 3 (BVQ = 11 %).

Auffällig hoch bei den Ballverlusten und somit als Verbesserungspotentiale identifizierbar, waren folgende Punkte:
- Neidhardt - lange Einwürfe (nicht die in den Strafraum) - 3 und flache Pässe - 3 (Schärfe, Präzision, Adressat?)
- Rieble - hohe Pässe - 6 (Schärfe, Präzision, Adressat?)
- Ahlschwede - Flanke hoch - 3 und flache Pässe - 3 (Schärfe, Präzision, Adressat?)
- Breier - nach Annahme/Mitnahme des Balles - 3 (Technik?)

Die entsprechenden Statistiken in Bildform:
Würzburg_Statistik.JPG
Die erspielten Torchancen:
Hansa schoss in der 1. Halbzeit 8-mal aufs Tor und erspielte sich weitere gute Gelegenheiten. Die entscheidenden 2 Faktoren waren dabei das phänomenal gute Gegenpressing nach Ballverlust in der gegnerischen Hälfte sowie die quantitativ hohe bzw. qualitativ hochwertige Strafraumbesetzung.

#1 Gegenpressing nach Ballverlust in der gegnerischen Hälfte
7 von 8 Torschüssen ging ein Ballgewinn nach Ballverlust und sofortigem, mannschaftlich geschlossenem Gegenpressing in des Gegners Hälfte voraus. Nach Balleroberung wurde der schnelle Weg nach vorne gesucht und oftmals gefunden. Manchmal setzte man sich zunächst im Angriffsdrittel fest und die Torchance entstand etwas später. Ein Beispiel nachstehend als Bilderreihe:

Beispiel Gegenpressing:
Min 14:34 - Sonnenberg mit halbhohem Ball in die Schnittstelle auf halbrechts - Ball wird abgefangen und in die Mitte geköpft
vs_Wuerzburg_Gegenpressing_01.JPG
Min 14:36 - Würzburgs Spieler zieht mit Ball nach vorne - Pepic, Ahlschwede, Omladic, Vollmann, Breier orientieren sich zum Ball
vs_Wuerzburg_Gegenpressing_02.JPG
Min 14:38 - Öztürk, Pepic, Omladic, (Vollmann) stellen die Passwege zu, Ahlschwede/Breier doppeln den Würzburger und erobern den Ball
vs_Wuerzburg_Gegenpressing_03.JPG
Min 14:41 - schneller Pass von Ahlschwede auf Vollmann, sofort schalten fast alle Spieler wieder auf Offensive um
vs_Wuerzburg_Gegenpressing_04.JPG
Min 14:46 - Vollmann behauptet den Ball und flankt auf Scherff, Abschluss neben das Tor, Großchance
vs_Wuerzburg_Gegenpressing_05.JPG
#2 Strafraumbesetzung
In Bezug auf die letzten Spiele war die quantitativ niedrige und qualitativ schlechte Strafraumbesetzung Hansas im Offensivspiel mein größter Kritikpunkt. In diesem Spiel war genau das Gegenteil der Fall: Schnell, zahlreich und intelligent wurde der Strafraum besetzt und es ergaben sich daraus viele Anspielstationen und entsprechende Topchancen. Ohne die Hinzunahme von Standards oder langen Einwürfen waren insgesamt 6-mal mindestens 4 Spieler Rostocks bei eigenem Ballbesitz im gegnerischen Strafraum. Ein paar Einzelbeispiele nachfolgend in Bildform.

4 Einzelbeispiele Strafraumbesetzung:
Min 0:37 - Flanke Neidhardt nach Dribbling und Pass von Scherff
vs_Wuerzburg_Strafraumbesetzung_01.JPG
Min 11:01 - Großchance Pepic nach Dribbling
vs_Wuerzburg_Strafraumbesetzung_02.JPG
Min 14:47 - Großchance Scherff nach Flanke Vollmann
vs_Wuerzburg_Strafraumbesetzung_03.JPG
Min 32:31 - Flanke Ahlschwede und infolgedessen gute Kopfballchance von Vollmann
vs_Wuerzburg_Strafraumbesetzung_04.JPG
...
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Fuß-baller » Di 3. Dez 2019, 18:39

...
Die zugelassenen Torchancen:
Würzburg schoss ebenfalls in der 1. Halbzeit 8-mal aufs Tor und erspielte sich weitere gute Gelegenheiten. Drei begünstigtende Faktoren Hansas waren dabei schlecht geklärte Bälle (Ballverluste) in der eigenen Hälfte, die Schwäche des Kopfballspiels bei gegnerischen Ecken sowie die "Langsamkeit" bzw. "Behäbigkeit" auf der 6er Position, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien konnte.

#1 Ballverluste in der eigenen Hälfte
Geschlagene Bälle unter Gegenerdruck in Form von langen Bällen, Kopfbällen oder "Pässen" ins Aus sind Teil jedes Spiels. Versuchen sollte man stets, dass der Ball in die gegnerische Hälfte geschlagen wird. So kann die Defensive sich ordnen und der Gegner muss neu aufbauen. Hansa verlor einige Bälle unnötig in der eigenen Hälfte, wodurch Würzburg zu guten Torgelegenheiten kam. Nachfolgend ein Beispiel:

vermeidbarer Ballverlust in der eigenen Hälfte durch Rieble:
Min 01:53 - Rieble - gut positioniert - fängt einen halbhohen Ball des Gegners ab und will diesen klären
BV_geschlagenerBall_HansaWuerzburg_01.JPG
Min 01:54 - das Schlagen des Balles missglückt und der Gegner kommt an den Ball - Kontersituation 4 gegen 5
BV_geschlagenerBall_HansaWuerzburg_02.JPG
Min 02:01 - der Ball wird auf halblinks gespielt - Ahlschwede foult - Freistoß
BV_geschlagenerBall_HansaWuerzburg_03.JPG
Min 02:59 - Freistoß - Parade Kolke - Eckball
BV_geschlagenerBall_HansaWuerzburg_04.JPG
#2 Hansas Schwäche im Luftzweikampf bei gegnerischen Ecken
Die drei kopfballstärksten Spieler Hansas (Öztürk, Sonnenberg, Breier) waren bei gegnerischen Ecken zwischen kurzem Pfosten und Elfmeterpunkt eingeteilt. Nichtsdestotrotz konnte Würzburg 3-mal den Ball gefährlich auf das Tor köpfen. Breier gilt hierbei die größte Kritik. Dieser nahm zwar jedes Mal seine Position ein und lokalisierte potentielle Gegenspieler, ging aber unverständlicherweise nie zum Kopfball bzw. blieb inaktiv. Nachstehend die besagten 3 Situationen als Bilderreihe:

Breier - Ecke_01:
Min 03:18 - Eckball - Breier nahe des Elfmeterpunktes mit Blick auf die Gegenspieler
Breier_Ecke_01_01.JPG
Min 03:20 - Breier stehend, dem Würzburger beim Kopfball zuschauend
Breier_Ecke_01_02.JPG
Neidhardt - Ecke_02:
Min 12:09 - Eckball - Öztürk/Sonnenberg/Breier mit Gegenspieler - Neidhardt ohne - Nr. 5 Würzburgs frei am kurzen Pfosten
Neidhardt_Ecke_02_01.JPG
Min 12:11 - Nr. 5 Würzburgs kommt frei am kurzen Pfosten zum Kopfball - Kolke hält
Neidhardt_Ecke_02_02.JPG
Breier - Ecke_03:
Min 38:35 - Eckball - Breier nahe des Elfmeterpunktes raumdeckend mit Blick auf die gespielte Ecke
Breier_Ecke_03_01.JPG
Min 38:38 - Eckball - Breier stehend, dem Würzburger beim Kopfball zuschauend
Breier_Ecke_03_02.JPG
#3 "Langsamkeit" bzw. "Behäbigkeit" auf der Doppel-6 nach fehlgeschlagenem Pressing
Um es hier kurz zu halten: Pepic fehlt die Endgeschwindigkeit, um nach fehlgeschlagenem Pressing noch entscheidend den Gegner beim Angriff stören zu können, wenn dieser mit Tempo und Zielstrebigkeit agiert (Fouls und gelbe Karten sind eine Folge dessen). Öztürk hingegen musste teilweise einen relativ großen Raum alleine abdecken, da Pepic weiter vorne zusammen mit Omladic/Scherff/Vollmann/Breier Pressing spielte. Würzburgs Offensivspieler positionierten sich zunehmend auf Hansas 6er Position, um den Ball dort kurz zu fordern. Öztürk war nach Ballannahme/-mitnahme der Gegenspieler manchmal nicht mehr in der Lage das Tempo des Dribblings mitzugehen. Im Antritt ist er da einem kleineren leichteren Spieler unterlegen. Dieser Umstand vermittelte eventuell hier im Forum den Eindruck, er habe nicht gut gespielt. Mit Bülow hätte das jedoch ähnlich ausgesehen. Vielleicht ist es in Zukunft eine Möglichkeit, dass die Außenverteidiger bei gleicher Problemstellung enger in die Zentrale rücken und zumindest so den Gegner zwingen, den Weg über die Außen zu nehmen.

Fun Facts zum Schluss:
Hansa siegte nie nach einem Rückstand - Hansa verlor nie nach einer Führung. Das erste Tor ist verdammt wichtig in dieser Liga.
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Zuletzt geändert von Fuß-baller am Mi 4. Dez 2019, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hansa - Würzburg

Beitrag von Kogge27a » Di 3. Dez 2019, 19:16

der moment wenn man auf play drückt um das "video" zu starten xD
wer das nich lesen kann hat mich nich verstanden

[img width=400 height=300]http://www.abload.de/img/2127004278-.9jgar.jpg[/img]
FINDE DAS HANDY^^

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