Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Pionier
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Pionier » Mo 9. Dez 2019, 18:36

Genau so war es. Ansage beim Ankommen: "Hier würde ich nicht bleiben, denn es raucht nachher." Wir waren zu viert und ich mit 52 der Jüngste. Sitzplätze bestellen wir nicht, weil wir das Geld loswerden müssen. Und dann so eine Scheiße ! Da erwarte ich dann auch einen Hinweis bei der Bestellung. Es ist dann wohl besser zukünftig Karten im Heimbereich zu ordern.

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Die 10
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Die 10 » Mo 9. Dez 2019, 19:29

Pionier hat geschrieben:
Mo 9. Dez 2019, 18:36
Genau so war es. Ansage beim Ankommen: "Hier würde ich nicht bleiben, denn es raucht nachher." Wir waren zu viert und ich mit 52 der Jüngste. Sitzplätze bestellen wir nicht, weil wir das Geld loswerden müssen. Und dann so eine Scheiße ! Da erwarte ich dann auch einen Hinweis bei der Bestellung. Es ist dann wohl besser zukünftig Karten im Heimbereich zu ordern.
Sitzen im Gästeblock is bei Hansa grundsätzlich schwierig. Das klappt vielleicht bei Hoffenheim, aber nicht hier...
http://de.youtube.com/MarkoSchmidt1978

Boeller
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Boeller » Mo 9. Dez 2019, 21:40

Um noch mal was zum Spiel zu schreiben:
Vergleicht mal den Standard zum 3:1 mit unseren Standards. Da laufen alle Uerdinger in den Strafraum, wenn wir Standards haben, stehen alle rum. Aber das lernt diese Mannschaft nicht mehr.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Boeller für den Beitrag:
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pennywise
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von pennywise » Mo 9. Dez 2019, 21:49

Boeller hat geschrieben:
Mo 9. Dez 2019, 21:40
Standard zum 3:1
Eine der allersimpelste Arten Tore erzielen zu können.
In Rostock verpönt seit vielen Jahren. Auch Ecken.

Ein schwankender Kader der punktemässig nicht liefert Jahraus Jahrein.
Klar. Standarts und Ecken wären ein simpler Regelschalter.

Aber ach ... das ist doch zu einfach werter User Boeller.
Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff “Nazi” gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser, aus intellektueller Sicht eine Null.

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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Schnitzelbrötchen » Mo 9. Dez 2019, 22:59

Boeller hat geschrieben:
Mo 9. Dez 2019, 21:40
Um noch mal was zum Spiel zu schreiben:
Vergleicht mal den Standard zum 3:1 mit unseren Standards. Da laufen alle Uerdinger in den Strafraum, wenn wir Standards haben, stehen alle rum. Aber das lernt diese Mannschaft nicht mehr.
Da ist eine Sache, die uns (mir und einem Kumpel) schon bei der Aufstellung aufgefallen ist. Bis auf Öztürk und Sonnenberg war unsere Defensive ausschließlich von Spielern besetzt, die überspitzt gesagt allesamt Hände hoch Einsfünfzig waren. Und dann ein Öztürk dazu, der zwar einigermaßen groß ist, aber ein katastrophales Timing hat. Schon vor dem Spiel haben wir einen Standard - Gegentreffer prognostiziert. Wenn Laien das kommen sehen - warum wird dann so aufgestellt? Warum spielt ein Rieble Innenverteidigung? Ich hab es bis heute nicht verstanden. Die Flanken aus dem Spiel heraus fand ich in Halbzeit 1 gar nicht verkehrt, aber wir haben keine kopfballstarken Spieler. Schon rein körperlich wird das bei den meisten schwierig.
Still not loving Übergangssaison!

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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Boeller » Di 10. Dez 2019, 08:34

Das geht mir nicht nur um das KFC Spiel. Selbst mit Bülow, der defensiv fast alles in der Luft abräumt, haben wir diese Chancen nicht, weil die Spieler immer rumstehen, sogar im 5m Raum bevor die Ecke überhaupt ausgeführt ist. Das verteidigt dnan jeder kreisklasse Spieler.
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von schnapsteufel » Di 10. Dez 2019, 08:49

Darmok hat geschrieben:
Mo 9. Dez 2019, 10:20
Pyro im leeren Stadion ohne Gegner gibt inzwischen auch schon Punkte? Auch wenn ich strikt dagegen bin, kann ich einzelne, größere Aktionen der Szene irgendwie verstehen, aber diese Hinrunde ist ein Rückfall in schlimmste Zeiten. Sinnloses Gepimmel auf dem Dorf oder ohne Gegner, aber "nein zum SOG" und acab und tralala. Muss ja ein anderer für zahlen. Die Frage ist, wer ist in diesem Verein noch Fan von wem und/oder was?

stimmt wohl. im moment alles zu viel und zu oft.

in szene kreisen wird krefeld aber wohl sehr wohl für voll genommen, das sind zwar nicht sooo viele, diese burschen aber gehen aber nicht mehr in den hort.
ich war letztes jahr in duisburg gg. die krefelder, als unsere tschechischen reisebuse *falsch* abgebogen sind und man sich mal freundlich guten tag gesagt hat - da ist keiner von denen gelaufen...

in diesem halbjahr ist es aber alles zu viel und man sollte mal die finger still halten, besonders wo es jetzt nicht mehr läuft - in der phase als wir die ungeschlagenen spiele hatten krähte kein hahn nach dem rauch - jetzt kommt eben alles wieder zusammen, schlechte leistungen, negative schlagzeilen, tägliche post vom dfb, unser herbst eben...

kann man nur hoffen, das man dem cfc am samstag nicht auch was beweisen muss und die leuchtspur durch das os fliegt.
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Darmok
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Darmok » Di 10. Dez 2019, 09:14

In Köln wird der bisherige Betrag locker verdoppelt...

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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Fuß-baller » Di 10. Dez 2019, 20:32

Moin,

die Enttäuschung vieler kann ich verstehen, einige Argumente/Hypothesen nicht.

Der Gegner:
Uerdingen seit dem Trainerwechsel mit einem Punkteschnitt von 1,75 (vor dem Hansaspiel) - 4 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen (Duisburg, Kaiserslautern). Rostock in der gleichen Periode mit 1,625 Punkten pro Spiel - 4 Siege , 1 Remis, 3 Niederlagen. Uerdingen der leichte Favorit. Zu erwarten war ein Spiel auf Augenhöhe mit ungewissem Ausgang.

Das Spiel:
Das erwartete wurde Realität. Hansa im 4-2-3-1 Grundsystem - offensiv Öztürk als 6er und Pepic mit vielen Freiheiten davor, defensiv im 4-4-2 Mittelfeldpressing oder punktuellem Anlaufen im vordersten Drittel (Öztürk 6er, Pepic 8er). Der Gegner überraschend im 4-4-2 mit schnellen zweikampfstarken Leuten auf den Außen (Kinsombi Nr.8 & Evina Nr. 18) sowie im Sturmzentrum (Boere Nr. 9 & Osawe Nr. 35).

Die 1. Halbzeit:
Ähnlich wie gegen Würzburg war es ein Schlagabtausch und beide Teams zeigten in der Defensive große Schwächen bzw. in der Offensive große Stärken. In der 1. Halbzeit konnte Hansa 11-mal und Uerdingen 10-mal aufs Tor schießen. Die besten Torgelegenheiten nachstehend gegenübergestellt:

11:42 min FCH - Pressing & Ballgewinn von Rieble - klasse Pass in die Gasse von Scherff - Breier aus ca. 17 m mit gutem Winkel - gehalten
12:22 min KFC - Fehlpass Öztürk - Konter - Rieble zu langsam - Boere (Nr. 9) mit Torschuss halbrechts im 16er - gehalten
13:20 min FCH - klasse Pass in die Gasse von Scherff - Breier mit Querpass - Pepic zentral frei mit Torschuss aus 17 m - nicht aufs Tor
20:21 min FCH - langer Ball Kolke - 2. Ball bei Breier - Torschuss zentral 20 m - gehalten - Abpraller bei Omladic - Kopfball - Tor
21:40 min KFC - fehlgeschlagenes Pressing vorne - Öztürk/Pepic/Neidhardt schlecht positioniert - Ball über rechts - Rieble zu langsam gegen Osawe (Nr. 35) - flache Hereingabe - Ahlschwede zu spät gegen Boere (Nr. 9) - Tor
25:11 min FCH - gute Flanke in den 16er von Omladic - Kopfball Breier - Latte
29:55 min FCH - gute Flanke in den 16er von Omladic - Kopfball Vollmann - gehalten
35:11 min KFC - Diagonalpass auf links - Evina (Nr. 18) zu schnell für Ahlschwede - Foul + Gelbe Karte - Freistoß an der Strafraumgrenze links - gehalten - 2. Ball Torschuss geblockt - 3. Ball Torschuss abgefälscht von Scherff - Tor

Hansa zur Halbzeit zwar bei den Topchancen mit 5 zu 3 führend, gemessen in Toren jedoch 1:2 zurückliegend.

Analyse der 1. Halbzeit:
Hansa - wie schon gegen Würzburg - in der Offensive variabel (Steckpässe, Flanken, Dribblings) und mit vielen guten Torchancen. Bis auf den Abschluss sind hier ganz deutlich Verbesserungen zu beobachten. Grundlegend stellt sich jedoch die Frage, ob man fortan in jedem Spiel so "offen" agieren möchte. Denn das Hansa in den letzten beiden Partien jeweils das 1:0 erzielte, war zwar nicht unverdient, andersherum hätte man sich nicht über einen Rückstand beschweren dürfen. Das System des Gegners in diesem Spiel mit Sicherheit eine Überraschung, die Stärken der offensiven Spieler Uerdingens wohl kaum bzw. in den ersten Spielminuten deutlich sichtbar:

Min 00:09 Foul Ahlschwede (zu langsam gegen Nr. 18 Evina)
Min 07:38 nach Fehlpass Ahlschwede und Stellungsfehler Neidhardt Foul durch Rieble (Gelbe Karte - zu langsam gegen Kinsombi Nr.8)
Min 09:34 Neidhardt unclever und dann gegen Evina (Nr. 18) im folgenden Konter zu langsam - Rieble klärt zur Ecke
Min 12:22 nach Fehlpass Öztürk Konter - Rieble und (Sonnenberg) zu langsam gegen Boere (Nr. 9) - Topchance

Der Gegner also schneller und zweikampfstark auf den Außen sowie im Sturmzentrum. Das bedeutet: In jeder Situation, in der Hansa aufgerückt ist und den Ball so verliert, dass der Gegner schnell in den Konter gehen kann, wird es hinten brenzlig. Schlussfolgernd gibt es 2 Tendenzen:

A - Man behält die offensive Spielweise bei und leistet sich keine Fehler im Spielaufbau, schließt vorne konsequent ab und wenn man doch den Ball verliert, holt man ihn sich im Gegenpressing sofort wieder bzw. verhindert, dass der Gegenspieler sich nach vorne orientieren und einen genauen Pass spielen kann.

B - Man lässt sich tiefer fallen und kontert mit einer niedrigen Anzahl von Spielern, sodass hinten eine ständige Absicherung nach Ballverlust besteht.

Hansa entschied sich eher für "Spielweise A". Dies ist für mich plausibel, da sie einerseits eine "ballbesitzende Mannschaft" sind und andererseits mit Rieble einen Innenverteidiger aufboten, der für ein "sich hinten reinstellen" aufgrund seiner Körpergröße und damit verbundenen "Kopfballschwäche" ungeeignet erscheint. Belohnt wurde Rostock durch Omladics Kopfballtor in der 21. Spielminute - 1:0.

Was wusste man bis zu diesem Zeitpunkt:
- Uerdingen war konterstark, da auf den Außen und im Sturmzentrum schneller im Gegensatz zu der 4er-Kette + Öztürk.
- Uerdingen erspielte sich kaum Gelegenheiten, wenn Hansa geordnet im Mittelfeldpressing stand.
- Uerdingen war hinten anfällig und man selbst variabel in der Lage dies in Form von erspielten Torchancen zu nutzen.
- Rieble war mit Gelb verwarnt.

Eine Frage drängt sich mir beim Lesen dieser Fakten auf:
Warum verblieb man nicht nach dem 1:0 im 4-4-2 Mittelfeldpressing und setzte auf Konter mit einer niedrigen Anzahl von Spielern?
Reinthaler hätte sofort für Rieble eingewechselt werden können, um so die nötige Kopfballpräsenz für eine defensivere Spielweise zu erlangen. Dies wäre dann nicht mal ein persönlicher sondern vielmehr taktischer Wechsel gewesen (Rieble gelb vorbelastet + "kopfballschwach"). Stattdessen presste Hansa nicht mal 60 Sekunden später in der gegnerischen Hälfte, wobei Öztürk/Pepic/Scherff/Neidhardt aus unterschiedlichen Gründen Fehlentscheidungen trafen, die dazu führten, dass Uerdingen sich mit einem hohen und einem flachen Pass befreien konnte: Rieble dadurch über die rechte Seite im Laufduell gegen Osawe (Nr. 35) - Rieble zu langsam und vielleicht aufgrund der Verwarnung nicht mit der Absicht Foul spielen zu wollen - Flachpass in die Mitte - Ahlschwede zu spät - Tor durch Boere (Nr. 9) - 1:1.

Danach das Spiel wie zu Beginn. Hansa mit zwei schönen Flanken von Omladic und Pech bei Breiers Lattenkopfball bzw. etwas zu wenig Druck sowie Genauigkeit bei Vollmanns Kopfballversuch. Das "Torglück" dann auf Seiten des Gegners. Nach einem schnellausgeführten Einwurf Uerdingens nahe des eigenen 16ers und fehlgeschlagenem Pressing Hansas wurde ein langer Diagonalball auf die linke Seite gespielt: Evina (Nr. 18) zu schnell für Ahlschwede - Foul + gelbe Karte - Freistoß an der Strafraumgrenze links - gehalten - 2. Ball Torschuss geblockt - 3. Ball Torschuss abgefälscht von Scherff - Tor - 1:2. Nach dem Tor der Wechsel Reinthaler für Rieble, dann Halbzeitpause und eine mehr als schlechte Ausgangslage für die 2. Halbzeit, da Hansa irgendwann öffnen und Uerdingens Konterspiel so noch mehr zur Entfaltung kommen würde.

Die 2. Halbzeit + Analyse bis zum 1:3:
Opoku kam für den gelbverwarnten Neidhardt und tauschte die Position mit Scherff. In der 47. Minute dann die Pyroshow mit Böllern und daraus resultierend eine Spielunterbrechung. Brutal schlechter Zeitpunkt und keine Hilfe für das Spiel - Motivation + Kabinenansprache rückten in den Hintergrund bzw. verpufften, da die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt wurde - negativer Stress. In der 58. Minute Omladic nochmal mit einer guten Schusschance 13 m zentral vor dem Tor, die jedoch geblockt wurde. In Minute 59 Ahlschwede mit einem unnötigen Foul am linken Strafraumeck (Sonnenberg war direkt neben ihm und doppelte) - Freistoß - Kopfball (Opokus Gegenspieler) - 1:3 - Entscheidung.

Die nächste Frage, die sich mir stellte: Warum war Opoku im Zentrum als Kopfballspieler eingeteilt?
Er ist einer der schwächsten Kopfballspieler im Team. Unbedingt hätte Reinthaler den von Opoku belaufenden Raum einnehmen müssen....

Fazit:
Hansa spielt momentan sehr gut nach vorne und erarbeitet sich viele Torchancen - der Abschluss ist ein Problem. In der Defensive glänzen sie durch gutes Pressing/Gegenpressing in der gegnerischen Hälfte. Gelingt es dem Gegner sich zu befreien und einen Konter zu fahren, treffen sie auf eine wacklige 4er-Kette + 6er - Schnelligkeitsnachteile und schlechtes Zweikampfverhalten führen zu Torchancen des Gegners. Hatte man gegen Mannheim (1. Halbzeit 5:14 Torschüsse) und Magdeburg (1. Halbzeit 5:11 Torschüsse) noch Glück, so war jenes in diesem Spiel aufgebraucht.
Generell gilt, dass in der Liga vieles möglich - Hansa momentan aber kein Spitzenteam ist. Besonders bitter für mich sind nicht die Niederlagen gegen Kaiserslautern oder Uerdingen sondern das 1:3 in Jena. Mit einem Sieg dort wäre der Abstand auf einen Relegationsplatz heute 4 Punkte - das wäre okay. Schön wäre es, wenn man "ingame" es schaffen würde, schneller Veränderungen herbeizuführen. Die Analyse danach stimmt ja immer.

Zum Abschluss noch ein allgemeines Wort zu den letzten 30 Minuten eines jeden Hansaspiels: Die Torbilanz von der 60. - 90. fällt mit 2 zu 11 enorm schlecht aus. Viele denken, dass Hansa ein konditionelles Problem besitzt. Das glaube ich nicht. Vielmehr denke ich, dass Hansa einerseits schnelle (lange Distanz) bzw. abschlussstarke Konterspieler fehlen, die bei einer Führung diese ausbauen können. Andererseits bekommt Rostock riesige Probleme, wenn der Gegner erstmal in Führung gegangen ist und sich sehr defensiv verhält bzw. mauert - für Kurzpassspiel wird es dann zu eng, für lange Bälle bzw. Flanken fehlen die Kopfballspieler, die Kombination aus wackliger 4er-Kette + 6er lässt das Risiko für weitere Gegentore steigen.
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Re: Kfc uerdingen- HANSA Rostock

Beitrag von Hello_Schmitty » Di 10. Dez 2019, 21:42

Erstmal danke wiedermal für die Analyse, hierauf würde ich gern näher eingehen:
Fuß-baller hat geschrieben:
Di 10. Dez 2019, 20:32
Das glaube ich nicht. Vielmehr denke ich, dass Hansa einerseits schnelle (lange Distanz) bzw. abschlussstarke Konterspieler fehlen, die bei einer Führung diese ausbauen können.
Da würde mich jetzt ein Vergleich zur letzten Saison interessieren. Da hatten wir mit Biankadi und Soukou ja zwei Spieler die schnell nach vorne spielen und auch laufen konnten. MMn könnte Opoku diese Rolle ebenfalls übernehmen, leider bekommt der nur noch sehr selten Situationen wo er seine Geschwindigkeit auch ausspielen kann.
Denkst du er müsste dafür anders eingesetzt werden? Auf mich wirkt es, als wäre er fast zu defensiv eingestellt, man sieht ihn selten die Abwehr überlaufen ist häufig der Typ der den ersten Pass spielt obwohl er von der Geschwindigkeit und den Fähigkeiten im Dribbling eher der sein müsste, der die Bälle bekommt. Oder sind seine Laufwege einfach schlecht gewählt?
Da würde mich deine Meinung mal interessieren.

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