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SAW Andreas
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Beitrag von SAW Andreas » Sa 24. Sep 2011, 23:51

Also das TFF nix mitbringt trotz geringer Entfernung hätte ich euch auch vorher sagen können. Die bringen ja schon bei Heimspielen nix, wer soll denn da 30km mit dem Auto zum Auswärtsspiel fahren?! ;) Enttäuschung kann ich da nicht so recht verstehen. Vor allem nach den ganzen Streitigkeiten von diversen Fanszenen, Medien und Verband. Da kann man froh sein, überhaupt Stimmung miterlebt zu haben momentan in Schweden.

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Uwe
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Beitrag von Uwe » Do 17. Mai 2012, 09:53

Hier gab es ja schon lange nichts neues, vielleicht hat ja der eine oder andere etwas, um das Sommerloch zu füllen. Ich mach dann gleich mal den Anfang: [url=http://hanseator.wordpress.com/2012/05/14/kein-sex-mit-der-ex/]1. FC Lok - Dynamo II, 13.05.12[/url]

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MückeHS
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Beitrag von MückeHS » Di 5. Jun 2012, 19:15

Nachdem ichs endlich mal geschafft hab mich anzumelden... :P Hier findet ihr die Berichte meiner Fahrten. [url=http://wohin-der-wind-uns-traegt.over-blog.de/]Klick..[/url]
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Beitrag von inkasso.Herrenhausen » Sa 28. Jul 2012, 22:04

Paar Worte zu unserer Portugaltour in der 1.Maiwoche, auch wenn es nun schon paar Tage zurück liegt. Erschwert wurden die Spielplanungen im vornerherein dadurch, dass der portugiesische Verband sich reichlich Zeit ließ mit den Terminierungen. Als unser Plan dann stand, wurde eine Woche vor Flugtermin der komplette Spieltag der 1.Liga von Sonntag auf Samstag vorverlegt. In Deutschland undenkbar, aber die Portugiesen scheinen das alles n bißchen lockerer zu sehen. ^^ Der Flug Bremen-Porto gestaltete sich relativ ereignislos. Vom Flughafen dann direkt zum Stadion des FC Porto, da die Kartenfrage für´s Spiel gegen Sporting Lissabon noch nicht geklärt war. Reservierungen über´s www waren im Vorfeld nicht möglich. Der freie Verkauf begann auch erst an unserem Anreisetag, also einen Tag vorm Spiel. Der Anblick vom Stadion war dann schon ziemlich dufte und die Vorfreude stieg. Erste Ernüchterung - Preise für Karten gingen ab 60€ los. Begründet damit, dass im Anschluss die Meisterfeier stattfinden sollte. Pure Abzocke und wie wir später im Hostel erfuhren, waren die Kartenpreise für´s letzte Saisonspiele einfach mal verdreifacht worden. Wir hatten noch die Alternative ins 50km entfernte Braga zu fahren. Das Stadion, welches in Felsen eingefügt ist, wäre auch n Knaller gewesen und zudem gab es dort zum letzten Spieltag FREIEN Eintritt. Entschieden wurde sich dann aber doch für Porto, da man sich sportlich und stimmungstechnisch mehr von versprach. Am Anreisetag selber passierte außer einem Stadtbummel dann nicht mehr soviel, da keine Sportveranstaltung oder dergleichen mehr stattfand. Wobei wir offen für alles waren, aber weder Handball, Basketball, Eishockey^^, ... wurde an diesem Abend gespielt. Wir näherten uns daher den brauereitechnischen Sehenswürdigkeiten an. :) In Porto war das "Super Bock" sehr present und wir ergaben uns kampflos ;) Hat aber auch geschmeckt. Richtige Kneipen haben wir allerdings vergebens gesucht. Überall nur so Weinstuben und so´n Scheiss. Na wir sind dann irgendwann auf Selbsversorger umgestiegen. Tag 2 ... im Hostel wurden wir dann Vormittags von einer wirklich sehr attraktiven Dame gefragt ob wir Interesse an einer Stadtführung hätten. Zudem wäre es umsonst bzw. müsste man nur das bezahlen was man möchte. Vom Spargedanken und unseren Hormonen gesteuert sagten wir natürlich zu. Vom Smalltalk mit der jungen Dame begleitet, ging es dann ca.10min bis in die City wo noch eine größere Gruppe Menschen auf uns wartete die auch an der Tour teilnahmen. Und hier dann die erste Enttäuschung des Tages. Das Mädel war nur so ne Art Einsammler und die Stadtführung machte dann ein junger Mann :( "Schönen Dank ... Bitch" dachte ich mir noch so, aber was soll´s. Die Gruppe für die Stadtführung umfasste dann etwa 20 Leute aus Polen, Südafrika, Lettland, England, Russland und was weiß ich noch woher. Alles junge Leute und es war dann wirklich sehr lustig und man hat eben auch paar Ecken gesehen die man wohl verpasst hätte, wenn man auf eigene Faust die Stadt erkundet hätte. Irgendwie verwunderlich, dass wir die Einzigen waren, die sich bei einer kleinen Pause am Hbf, ein Super Bock als Erfrischung gönnten. Alle anderen mit stillem Wasser&Co, aber naja - andere Länder andere Sitten. Späten Nachmittag ging es dann zu Fuß die 3km bis zum "Estádio do Dragão". Vorm Spiel dann Choreo über alle vier Tribünen. Ganz gut gemacht. Sporting Lissabon mit ner mehr oder weniger kleinen Blockfahne. Stimmung war gut, aber irgendwie hatte man sich insgeheim schon mehr erhofft. Meisterfeier dann so wie man es eigentlich auch im TV immer sieht. Fix ne Bühne aufgebaut. Alle rauf. Pokal. Konfetti. Ehrenrunde. Auf Wiedersehen. Im Stadion gab´s nur alkoholfreies Bier, daher hatten wir schon im Vorfeld gesagt, dass wir auf Freibier auch verzichten können, aber selbst das gab es dann nichtmal. Achso, Porto hat 2:0 gewonnen, nachdem Sporting 2 Rote Karten gesehen hatte. Ein Spieler von Porto bekam in der Nachspielzeit auch noch Rot und verabschiedete sich tanzend und unter dem Jubel der Zuschauer vom Feld. Auch noch nie gesehen... Tag 3 ... das Stadion des "Stadtrivalen" Boavista hatten wir dann auch noch auf´m Plan. Boavista die vor ~10 Jahren oder so mal in der CL gegen Dortmund gespielt hatten, waren mittlerweile in Liga 3 angekommen. Ein Zwangsabstieg wegen Spielmanipulation und ein sportlicher dann von der Zweiten in die dritte Liga. Und eben diese 3.Liga hatte ihre Saison bereits beendet. Wir fuhren trotzdem mal hin um einfach mal zu gucken und siehe da - eine offenes Tor :) Einfach mal schnurstracks durchmarschiert und der "Gott der Groundhopping Interessierten" meinte es gut mit uns und es fand im 30.000er Stadion ein C-Jugend(?) Spiel statt. So haben wir mit den Muttis und Vatis der Kids das Spiel verfolgt und konnten völlig unerwartet auch das "Estádio do Bessa" kreuzen. Im Anschluss ging es dann noch kurz an den Atlantik und dann etwa 300km nördlich nach La Coruna, wo das spanische 2.Liga Spitzenspiel zwischen Deportivo La Coruna und Real Valladolid auf uns wartete. La Coruna übrigens 2000 noch spanischer Meister, 2004 CL Halbfinalist und damals Team von Roy Makaay, falls den noch einer kennt. Das "Estadio Municipal de Riazor" ist total genial direkt am Meer gelegen. Man geht nur über die Straße und ist schon am Strand. Geparkt wurde direkt vor dem Stadion in der Tiefgarge (~7€ für etwa 5h). Für mich persönlich war es dann das absolute Highlight der Tour. Die Stimmung war über 90min richtig genial und vor allem laut und ständig hat das komplette Stadion mitgezogen. Richtig cool. In der Nachspielzeit erzielten die Gäste dann noch das 1:1 und man sah bei der Gelegeneheit den Gästeblock dann auch nochmal austicken und der Tag war eigentlich perfekt. :) Auf der Rückfahrt wurde dann in den Geburtstag eines Mitreisenden reingefeiert :) Da zwischen Spanien und Portugal eine Stunde Zeitverschiebung ist, ergab sich die Möglichkeit in Portugal gleich nochmal "reinzufeiern", allerdings hab ich das "Super Bock"-technisch angeschlagen verschlafen. Bis auf den Fahrer aber glaube ich alle ;) Tag 4 ... Rückflug. Nix passiert. Over and out. Falls irgendwer mal in Porto ist... *Die Stadtführung von Panchotours http://www.panchotours.com/ciudades/oporto.php *Unser sehr geniales Hostel für 14€ die Nacht mit Frühstück http://www.booking.com/hotel/pt/porto-spot-hostel.de.html?aid=311092;label=porto-spot-hostel-Bafuey0d1OZDSvAKn8Lh0AS5129274684;ws=&gclid=CLfT9fuSprACFcrwzAodkBiAZA *Stadien - http://de.wikipedia.org/wiki/Est%C3%A1dio_do_Drag%C3%A3o - http://de.wikipedia.org/wiki/Est%C3%A1dio_do_Bessa - http://de.wikipedia.org/wiki/Estadio_Municipal_de_Riazor

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Beitrag von Boeller » Mi 5. Aug 2015, 16:16

Ajax Amsterdam - Rapid Wien Hier ein kleiner Bericht zum Championsleague Qualifikationsspiel. Am Abend vor dem Spiel sah man bereits viele unauffällig auffällig umherlaufende Grüppchen durch die Stadt irren, undercover, aber mit östereichischem Akzent. Stunden vor dem Spiel haben diese dann ihre Kleidung in grün-weiss gewechselt und waren dann auch überall in der Stadt präsent. Am Monument in Wien wollte man sich dann zu einen Gruppenfoto versammeln, was auch etwa 1500 Wiener geschafft haben. Ausser ein paar Pöbelgesänge gegen Ajax und ein oder zwei Rapid Lieder, die aber relativ schnell wieder verstummten, war nicht viel zu hören und zu sehen. - auch nicht von Ajax. Vor dem Spiel singen sich die Ajax Fans immer beeindruckend unter der Brücke vor ihrem Block warm und ziehen dabei ein nettes Feuerwerk ab. Fußballnostalgiker suchen die Geschichte in der Amsterdam Arena vergebens - eine andere Welt. Das Stadion ist von aussen ein Einkaufszentrum, Ordner in Anzügen, elektronischer Einlass, Zahlen nur per Arena-, Master- oder Maestro Karte, Rolltreppen zu den Ebenen die durch Tunnel führen, die eher nach einer Wasserrutsche und einen Spaßbad aussehen und ein Catering, welches man auch in den besten Kinos bekommt. Die Bratwurst ähnelt eher einen Billigdildo und sieht aus, wie im Wasserkocher gebraten - aalglatt und perfekt nach Norm, es gibt kein Senf und keinen Ketchup, nur Hamburgersauce. Von innen ist das Stadion allerdings beeindruckend. Wobei die Beschallung derart laut ist, das man sein eigenes Wort kaum versteht. Nachdem das Hinspiel mit 2:2 in Wien endete, war ein packendes Spiel in Amsterdam zu erwarten - und das wurde es auch. Zum einlaufen gab es vom Wiener Block, der mit 4000-5000 Leuten fast voll war lediglich ein kleines Fahnenmeer. Die Ajax Fans präsentierten eine kleine Choreo die eine grün-gelb-rote Fahne ergab und dem dazugehörigen farbigen Rauch - enttäuschend. Auch sonst hätte ich mir von Ajax echt mehr erwartet. Das Stadion hat eine mega Akustik und man hat fast durchgängig nur die Wiener gehört, die uns gegenüber saßen. Die Ajax Fans, rechts von uns, brachten es nur auf eine Anzahl von etwa 500 - 1000 Mann, die zwar geile Lieder haben und diese auch hin und wieder richtig laut singen, denen aber nach 2 Wiederholungen schon die puste aus geht und dann für mehrere Minuten verstummen. Dafür fiebert aber der Rest des Stadions mit jeder Aktion auf dem Rasen mit. Was mir in der Arena aber richtig gefällt und mir mehrmals Gänsehaut verschafft hat, ist die Architektur. Hüpfen die Gäste auf der anderen Seite des Stadions, wackelt nicht nur deren Block, sondern der gesamte Oberrang im Stadion und man muss, auch wenn man es nicht will, mit dem Kopf mitwippen :) Nicht auszudenken wenn Hansa dort mal spielen würde... Wien ging relativ schnell mit 2:0 in Führung, das Publikum pfiff schon relativ schnell nach kleinen Fehlern, der Rücken der eigenen Mannschaft wurde nicht wirklich gestärkt. Trotzdem konnte Ajax nach der Pause das Spiel ausgleichen - nun war das ganze Stadion da - allerdings nur 2min denn dann hämmerte der Wiener den Ball unhaltbar aus 20m unter das Lattenkreuz direkt in das Herz der Ajax Fans und auf dessen Seite war sofort totenstille, obwohl noch 15min zu spielen waren und Ajax nur 2 Tore hätte schießen müssen. Nichts kam mehr. 5min vor Ende verließen bereits tausende das Stadion. Auf der Rückfahrt wurde man dann noch von den Grenzpolizisten angehalten. Ein deutsches Auto, was mitten in der Nach von Amsterdam nach Rostock fährt, ist scheinbar verdächtig. Den Hansaaufkleber am Auto nutzte der Freund und Helfer dann dazu, uns nach unseren Auswärtsfahraktivitäten auszufragen, welche aber gekonnt abgeblockt wurden, schließlich war man ja wegen der Championsleague in Amsterdam! Polizist: Wie Championsleague? Hat Rostock da gespielt? Antwort: Noch nicht. Fazit: Geiles Spiel, enttäuschender Auftritt beider Fanszenen, aber Amsterdam ist trotzdem eine Reise wert. [img size=100]http://fs1.directupload.net/images/150805/6bi9jqe3.jpg[/img]
[i]Auf meinem Weg von meinem Zuhause in Kiel nach Rostock werde ich auf der A20 das eine oder andere Mal darauf hingewiesen, welcher Klub in Mecklenburg-Vorpommern regiert. Ob auf diversen Brückenpfeilern oder stillgelegten Gebäuden, der FCH ist allgegenwärtig.[/i] - Peter Schyrba

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Beitrag von Georghansafan » Mi 12. Aug 2015, 18:17

mal n Bericht von meiner Tour (wird in mehreren Teilen erzählt) Hamburg - Stockholm: eine kleine Abenteuerfahrt zu den Grounds am 24.07.2015 war es endlich soweit, wieder einmal sollte es nach Schweden gehen. Dieses mal über Hamburg. Dazu musste ich aber mein Fahrrad (RR2 (ausgesprochen RR zwo) gut verpacken, da ich fliegen musste. Dank eines guten Freundes konnte ich das verpackte Fahrrad von mir zu Hause über dem Holbeinplatz zum Hauptbahnhof in den IC bringen (mein restliches Gepäck hatte ich einen Tag zuvor im Spind der Deutschen Bahn eingeschlossen). Ohne nennenswerte Verspätung erreichte ich Hamburg. Hier musste ich alleine und manchmal auch mit 1, 2 Helfern mein Fahrrad zur S-Bahn bringen. Aber auch das war irgendwann geschafft. Ich fuhr direkt durch zum Airport. Hier bekam ich wieder Hilfe das Fahrrad in den Abfahrtsbereich zu schaffen. Hier ließ ich es erst mal an einer Station, wo man Gepäck für längere Zeit dalassen kann. Nun konnte ich zu meinem Hostel in der Nähe des S-Bahnhofes Berliner Tor gehen. Nach dem Einchecken ging es gleich los zum 1. Ground der Tour TuS Hamburg - Hamm United 1:7 Bei diesem Ground war ich 2009 schon einmal. Leider fiel das damalige Spiel aus. Das erkannte ich aber erst, als ich wieder das stillgelegte Fanlokal fand. Das Stadion besteht aus ner Mini 2, 3 Stufenstribühne, die bewachsen ist und ein paar Klappstühlen. Für mich war das nix besonderes. Stimmung gab es nicht, aber einige Hammfans hatten Transparente mitgebracht. Das Spiel war auch sehr lustig. Vor dem Spiel wollte ich ja eigentlich noch ne schöne Bratwurst, aber der 2. Grill ging nicht so wirklich. Einer meinte dann spaßhaft, dass man zum Elfmeterschießen, wohl welche bekommen könnte. Leider hatte das die Heimmannschaft noch nicht wirklich verstanden. Nach etwa einer halben Stunde lag man schon 0:3 zurück. Man schoss zwar noch den Ehrentreffer, aber noch vor der Pause war der 3 Toreabstand wieder hergestellt. Einzig die Nummer 9 fiel durch viele Foulspiele auf und die Nummer 2 war komplett im Zweikampfverhalten unterlegen und wurde nach einer guten halben Stunde erlöst. Die Nummer 9 bekam in der 2. Halbzeit nach erfolgreichem 20. Foul dann seine gelbe Karte. Hamm schoss noch 3 Tore und ein lustiges Spiel war aus. Danach gings wieder ins Hostel. Schlaf fand ich leider keinen. Es war viel zu laut (und dabei hatte ich ein Zimmer zum Innenhof). Gegen 3:15 Uhr ging ich dann zur S-Bahn, die dann auch knapp 45 Minuten später auch kam. Am Flughafen hatte ich zwar viel Zeit zum Gepäck aufgeben, welches ich vorher wieder abgeholt hatte, aber die Leute von Germanwings machten sich den Spaß einen Hindernisparkour aufzustellen, um sein Gepäck aufzugeben. Ganz gerne war dieser dann auch noch zu klein, für mein Fahrrad, was ich auf einer Sackkarre umherschob. Aber auch das war irgendwann überstanden. Dann schnell zum 1. Schwergepäckschalter: Ne, das funktioniert hier nicht, gehen sie zum anderem an Gate 1. Also schnell zu Gate 1. Hier schnell eingecheckt und dann schnell zum Gate 2 zum selbst reinkommen. Nach kurzer Kontrolle dann zack zack zum richtigem Abflugsort. Knapp 5 Minuten vor Abfahrt zum Flugzeug war ich endlich da. Kurz bevor es dann richtig losgehen sollte, ließ ich dann ausversehen fast mein Hansabasecap liegen, wurde von einer Frau Gott sei dank noch bemerkt. Dann gings endlich in die Lüfte und nach kurzem Flug (knapp 1 1/2 Stunden) waren ich dann endlich in Stockholm Arlanda. Hier packte ich mein Fahrrad am Busbahnhof aus und machte es wieder verkehrssicher (Reifen ranmontiert, Pedalen neu eingerichtet und Luft aufgepumpt. Dann ne Fahrkarte nach Stockholm besorgt und Karton dankenswerterweise am Flughafen lassen können und dann mit dem Arlandaexpress nach Stockholm. Am Hauptbahnhof angekommen, gings erst mal zu meinem Hostel. Dort mein Gepäck verstaut und dann gings wieder zum Hauptbahnhof was essen. Dann ne kleine Fahrradtour durch Stockholm. Gegen 15 Uhr konnte ich dann einchecken. Hostel war schrecklich, aber günstig. Ich war in nem Zimmer mit 13 anderen Menschen. Hygiene gabs nicht und Schlüssel zu den Spinden drinnen auch nicht. Wegen dem Streit um den Schlüssel, wenig Schlaf und einfach nur noch Nullbockstimmung, ließ ich das 2. Ligaspiel um Stockholm erst mal sausen und machte mir nen gemütlichen Abend in Stockholm. Später: Stockholm, Stadt der unnötigen modernen Arenen.
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2007: Aufstieg in die 1. Liga
2008 - 2010: 3 Jahre, 2 Abstiege.
2011: Aufstieg in die 2.
2012: Abstieg in die 3.
2013 - ???: Zeit zum Kotzen
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Beitrag von Georghansafan » Mi 12. Aug 2015, 23:17

Stockholm, Stadt der unnötigen modernen Arenen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlief ich schön durch. Zwar gab es immer mal wieder krach von einer Gruppe von Niederländern, die mal einen drauf machen wollten, aber durch den wenigen Schlaf, von der Nacht davor, war es mal kein Problem zu schlafen. Zum Frühstück aß ich einmalig Cornflakes. Da es eine sogenannte: "offene Küche" war, wo man sein Essen etikettieren konnte, dass die anderen aber nicht davon abhielt, es trotzdem zu essen, nahm sich kaum war ich mal weg jeder etwas von den Cornflakes und dann waren sie irgendwann weg. Egal, für mich ging es erstmal in die Stadt ein wenig Sightseeing und danach schön zum Hauptbahnhof. Da dann mal wieder kulinarisch gegessen (Mc Donalds) und hinein in die direkt angrenzende Sportsbar. Dort war ich gegen 13 Uhr. Hier konnte ich dann schön Formel 1 schauen. Geil wenn nebenbei Musik dabei lauscht und man mal F1 schauen kann ohne Werbung oder dämliches RTL, dass immer nur nach Deutschen Fahrern geht und solchen komischen Autos wie Red Bull (kotz) anfeuern, weil da mal jemand die WM gewinnt. Mein Herz schlägt seit Schumi für Ferrari und woran ich mein Herz hänge, wird nicht einfach weggeschmissen für irgendwelche Deutschen. Somit wars n geiler Nachmittag weil Vettel gewann. Forza Ferrari. Danach ging es mit RR2 zur Friends - Arena. Dabei nutzte ich das 1. Mal auf meiner Reise Google Earth. Zumindest solange, bis das Stadion selbst auf den Hinweisschildern stand bzw. der Ort Solna. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Kurz vorm Stadion wollte ich 2 Fans von Stockholm fragen, wie ich zum Stadion komme. Kaum hatte ich diese Frage gestellt, hatte ich einen Passagier auf meinem Gepäckträger. Er führte mich zum Stadion und wir quatschten ganz nett. Er war genauso "begeistert" von dem Tempel der statt des Rasundas jetzt gebaut wurde. Außerdem erklärte er mir von einer Freundschaft zwischen Hansaultras und Djurgarden (wäre mir allerdings neu, wenns die echt gibt, darf mir das jemand gerne auch per PN erklären). Trotz der er"schwerten" letzten 2 Kilometer erreichte ich das Stadion knapp eine 3/4 Stunde vor Anpfiff zum Spiel: AIK Solna - IF Efsborg Boras 4:2 Zum Stadion ist folgendes zu sagen: Habe ein super Stadion, was für einen Verein, wie AIK Solna ausreicht, reiße es ab und baue eine 0815 scheiße irgendwohin und baue am besten noch irgendwelche neuen Schrottkaufhäuser daneben, damit die moderne scheißwelt erst recht gut ankommt. Und das in einem Land, wo nicht unbedingt die meisten Menschen auf Fußball stehen. Das Stadion an sich ist von Außen irgendso ein Stahlgerüst und innen 3-stöckig. Zur Liga ist der Oberste Rang aber abgesperrt. So sollte es wirken, dass bei diesem Spiel die Arena einigermaßen ausverkauft sei. Es sah ziemlich leer aus, was bei knapp unter 15.000 Mann bei einem 60.000 Mann-Arena nicht allzu schwierig ist. Die Stimmung auf AIK seite war ziemlich geil. Sehr beeindruckend war für mich, als die Fans in einer bestimmten Minute einem zu früh verstorbenem Torwart huldigten. Sehr sehr geil. IF Efsborg enttäuschte mich da schon ein wenig. Ich hatte schon 1 oder 2 Spiele mit denen gesehen, wo sie mehr Stimmung machten und vor allem mehr da waren. Sie waren übrigens im einzigem Miniteil im 3. Oberrang, der offen war, untergebracht. Das Spiel selbst war einsame Spitzenklasse. Der 6. Traf auf den 3. Eigentlich eine klare Angelegenheit. Ja war es auch. In den ersten 40 Minuten schoss der 6. 4 Tore und damit war das Spiel eigentlich gelaufen. Nicht nur stimmungsmäßig, auch spielerisch hatte Boras heute nichts zu bieten. In der 2. Halbzeit schoss Boras zwar noch 2 Tore, aber hatten an dem Tag einfach nen gebrauchten Tag gehabt. Alles in allem ein sehr verdienter Sieg. Nach dem Spiel ging es wieder zurück zum Hostel. Durch einen anderen Weg war ich sogar noch ein wenig schneller zurück und kam dabei noch über eine schöne Brücke, von der man ne geile Aussicht hatte. Gegen 22:00 Uhr erreichte ich mein Hostel. Am nächstem Tag war morgens erstmal Sightseeing angesagt. Da in meinem Hostel ein Freeguidetourzettel drin war, fuhr ich mit der Metro zu dem Platz, an der diese stattfand. Am Anfang waren wir ein unheimlich großer Haufen von Menschen und eine Touristenführerin. Aber das änderte sich, als eine etwas ältere Kollegin dazukam. Bei dieser blieb ich auch, weil die andere mir etwas zu hippelig und zu schnelles englisch sprach. Die Tour ging auch lustig los: Sie erklärte uns, dass besondere Leute einen Wahlspruch für Stockholm kreieren sollten. Dieser hieß dann allerdings: "The Capital of Scandinavia". Nach diesem tollen Anfang ging es zu allerhand wichtiger und weniger wichtigen Häusern, Gassen und Plätzen. So waren wir bei einem Kaufhaus, wo Greta Garbo entdeckt wurde oder bei einer ehemaligen Bank, wo das Stockholmsyndrom erfunden wurde. Sehr sehr geil. Die Tour endete in einem Park, wo ich auch schon bei anderen Touren in Stockholm war. Ab hier gab es dann die Wachablösung der Garde. Auch ein geiles Erlebnis. Danach ging es mal wieder zum Hauptbahnhof. Wer das hier liest, ja ich liebe Bahnhöfe und Züge. Dieses mal wollte ich allerdings wegen morgen in den Hauptbahnhof. Dort erfuhr ich a, dass es keinen Zug geben würde, der mich am nächstem Tag nach Nyköping bringen könnte, es aber eine S-Bahn nach Gnesta geben würde (die südlichste Stadt, die man mit der Metro erreichen konnte) und b, dass ich von einem anderem Start beginnen müsse, nämlich von Stockholm Södra, da im Hauptbahnhof keine Fahrräder sein dürften (Sicherheit oder son blödsinn). Nach dieser Info gings noch mal kurz zum Hostel, was essen, kurz Pause machen und um mein Fahrrad zu holen. Dann ging es mit dem Fahrrad (wieder mit Google Earth) in Richtung der Station Stockholm Södra. Irgendwie fand ich da auch hin. So wusste ich also, wie ich am nächstem Tag hin komme. Dann ging es aber ohne weitere Probleme nach Hammarby bzw. zum Globen, wo das neue Stadion von Hammarby IF und Djurgarden lag bzw. immer noch liegt. Hier holte ich mir mein Ticket für das Spiel, was 2, 3 Stunden später angepfiffen werden sollte (diesmal war ich deutlich zu früh da). Aber auch hier gab es unheimlich viele unnötige Geschäfte und dafür genau 1 Klo. Für beide Geschlechter. Ich bin ja für Gleichberechtigung aber bei einer Toilette für alle da hörts bei mir auf. Aber irgendwann konnte ich endlich zum Spiel: Hammarby IF - IFK Norrköpping 0:1 Das Prinzip von der Tele2Arena ist noch perverser, als bei der Friendsarena: Baue ein Stadion direkt neben einem ebenfalls hässlichen Gebäude dem Globen, und reiße das alte Stadion, welches auf der anderen Seite von ebendiesem ist ab. Dann suche dir noch nen Verein, der ein echt geiles Stadion hat (das alte Olympiastadion (Gott sei dank habe ich das schon gekreuzt)) und pflanze ihn einfach mal 20 - 30 km südlich zu seinem Erzfeind in die Arena. Immerhin waren dieses Mal fast 30.000 Zuschauer anwesend, was also fast ausverkauft war. Stimmung auf beiden Seiten war einfach nur geil. Norrköpping am Anfang mit ner schönen kleinen Pyroshow. Hammarby einfach nur geil laut. Daher hörte ich nicht so oft was von Norrköpping, aber die waren auf alle Fälle nicht zu leise. Bei dem Spiel hatte ich so was wie ein Dejavu. Vor ein paar Jahren war ich mal im Söderstadion und da verlor Hammarby gegen den Tabellenletzten ebenfalls mit 0:1 und stieg am Ende der Saison ab. Dieses mal war zwar der (für mich sehr überraschend) Tabellenzweite zu Gast, aber auch dieses mal verlor Hammarby und wieder verdient mit 0:1. Einzig bei einer Szene in der 45. Minute, als es evtl. Handspiel gab, hatte Hammarby eine richtig gute Chance, aber es wurde nicht gepfiffen. Ansonsten war die Leistung des Schieris gut. Es gab zwar viele gelbe Karten für Hammarby, aber die gingen alle in Ordnung. Sie trafen halt eher die Beine des Gegenspielers, als den Ball. Nach dem Spiel ging es ohne Probleme zum Hostel. Ich musste früh raus, um an den nächsten Tagen viele Kilometer abzuspulen (dachte ich). Aber dazu morgen mehr unter: 110 Kilometer und 3 Platten.
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2008 - 2010: 3 Jahre, 2 Abstiege.
2011: Aufstieg in die 2.
2012: Abstieg in die 3.
2013 - ???: Zeit zum Kotzen
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Beitrag von Georghansafan » Do 13. Aug 2015, 21:02

110 Kilometer und 3 Platten Am Dienstag den 28.07.2015 sollte endlich die 1. Etappe stattfinden. Dafür klingelte mein Wecker schon um 5 Uhr. Nach einem kurzem Schluck Cola (meine 1,5 Liter wurde auch von fast allen anderen Hostelgästen aufgebraucht) und schnellem Zusammenpacken ging es zur Station Stockholm Södra. Dort konnte ich ohne Probleme ein Ticket nach Gnesta kaufen. Die Bahn nach Södertälje kam etwa 20 Minuten später. So konnte ich eine Cola aus dem Automaten holen (auch kurios, eine 0,5l Cola aus nem Automaten mit der Kreditkarte zu bezahlen (aber typisch Schweden)). Die Fahrt nach Södertälje verlief ohne Probleme. In Södertälje Hamn musste ich dann umsteigen. In Gnesta angekommen, sah ich einen Bus, der nach Nyköpping fuhr und der einen Fahrradstange hinten hatte. Schnell holte ich Geld und kaufte mir eine Karte (die ich dann lustigerweise wieder mit Karte bezahlen musste, da Busse in Schweden wohl kein Geld annehmen). Die Fahrt nach Nyköping musste ich also nicht mit dem Fahrrad zurücklegen, sondern konnte dadurch 40 km sparen. In Nyköping angekommen, holte ich mir im Pressbyran ein kleines Schokoladencrossint (ein Fehler der sich noch rächen sollte) und eine Cola. Dann ging es aber auch endlich los zur Strecke: Nyköping - Norrköping ca 60 km Anfangs hatte ich einen Fahrradweg, der ein normaler Teerweg neben irgendeiner Bundesstraße war. Dann nach irgendeinen kleinem Ort verschwand dieser bzw. ging in eine Richtung, in die ich nicht wollte. Bei Google Earth entdeckte ich in einem anderem Ort eine kleine Nebenstraße (so dachte ich und fuhr nur 1 oder 2 km an der Bundesstraße entlang. Als ich in das kleine Dorf abbog erkannte ich bald, dass die "Nebenstraße" eine Zugschiene war (Google Earth könnte bei seiner "nicht Sattelitkarte" sich etwas besseres ausdenken, als Nebenstraßen und Zugstrecken in einem und dem selben Grauton zu machen). Also musste ich wohl oder übel zurück auf die Bundesstraße. Gott sei Dank hatte Google Earth noch eine andere Route, die eigentlich von der Hauptstrecke Nyköping - Norrköping abging. Leider hatte das keiner den Autofahrern gesagt, die jetzt auch da lang fuhren. Gleichzeitig begann es einfach mal voll an zu regnen und steil hoch zu gehen. Immer in Kurven natürlich, sodass man als Fahrradfahrer voll angst hatte überfahren zu werden. Aber auch dieses Abenteuer war nach etwa 10, 15 Kilometer endlich überstanden. Dann ging links ab und schön geil nach unten, mit nem geilem Blick auf einen Fluss. Diesen musste ich dann mit einer kostenlosen Fähre überqueren. Vorher musste ich aber dringend was zu essen kaufen. Eine meiner besonderen Fahrradregeln hatte ich wie üblich gebrochen. Bevor man mit dem Fahrradfahren beginnt muss man gut gefrühstückt haben. Tja ich hatte nur das Schokocrossint gegessen. In nem kleinem Café vor der Fähre kaufte ich also eine Cola und ein belegtes Brötchen (an diesem Tag trank ich etwa 2 Liter Cola, etwas was ich zuvor und auch sonst nicht nochmals vorhabe). Auf der Fähre machte ich ein paar Bilder und unterhielt mich mit 2 Deutschen Fahrradfahrerinnen, die ich zuvor kennengelernt hatte. Eigentlich wollte ich am liebsten am anderem Ufer mit den beiden mitfahren, aber die beiden waren zu schnell. Ich fuhr also mein eigenes Tempo weiter und nun hatte ich für kurze Zeit, dass Schweden, wie ich es liebte. Wenige Häuser, wenige Autos (die meisten kamen ja von der Fähre, die wohl nur alle 40 Minuten am anderem Ufer anlegte). Dann erreichte ich den nächstgrößeren Ort. Hier suchte ich mir einen ICA-Markt (größere Kaufhauskette in Schweden, die es in fast jedem Ort gibt). Hier kaufte ich 5 Bananen, Cola und Kötbular (Sorry wenn ich das jetzt falsch geschrieben habe). Das war also mein Mittag für heute. So gestärkt ging es für die nächsten 20 Kilometer immer schön auf einer weiteren Bundesstraße immer weiter dem Ziel Norrköpping entgegen. Immerhin 9 Kilometer vor dem Ziel gab es dann endlich wieder einen Fahrradweg. Zuvor hatten mich gefühlt 1000 Autos und LKW's überholt (Standstreifen war etwa 5 cm lang, aber an fast jedem Dorf gabs ne Bushaltestelle). Kurz vorm Ziel merkte ich, dass auf meinem Hinterreifen ziemlich wenig Luft drauf war, aber ich dachte mir, wird wahrscheinlich wegen dem Gepäck sein. Und dann endlich erreichte ich Norrköpping. Hier fuhr ich erst mal in die Innenstadt. Hier suchte ich mir über W-Lan eine gute Herberge und sah, dass es eines am Hauptbahnhof gab. Leider spann hier zwischendurch immer wieder mal Google Earth, sodass ich nochmals 5 Minuten brauchte, den richtigen Weg zu finden. Dann konnte es aber weitergehen. Inzwischen merkte ich schon, dass ich nen Platten hinten hatte. Aber ich wollte nur noch zur Herberge und fuhr daher einfach weiter. Ein weiterer Fehler an diesem Tag. Kurz vor dem Hauptbahnhof, ging dann also mein Schlauch raus aus dem Reifen und da ich immer noch weiterfuhr verhädderte der sich in der Kette. Nun konnte ich das Fahrrad nur noch zum Bahnhof tragen und dort festmachen. Am Bahnhof fragte ich nach kurzer Suche einen Imbissverkäufer, wie ich zu dem Hostel käme. Er meinte daraufhin, dass ich nur 5 Meter weiter den Gang hinauf klingeln müsste. Das tat ich und nach dem 2. Klingeln und nach meinem im englisch vorgetragenen Wunsch, ein Zimmer zu bekommen, wurde mir aufgemacht. Nun musste ich nur noch mit meinem schwerem Gepäck eine steile und enge Wendeltreppe nach oben. Hier konnte ich tatsächlich noch ein Zimmer bekommen. Allerdings in einem Doppelzimmer und für umgerechnet fast 60 €, aber ich war so ko, dass ich unbedingt nur noch ein Bett haben wollte. Ich bekam dann auch noch die Info, wie ich zu einem Fahrradreparateur kommen würde: 3 km geradeaus, dann kommt auf der rechten Seite ein 7 eleven und daneben ist jemand, der das Fahrrad reparieren kann. Tja, ich ging/ schob also geradeaus und als ich dachte, 3 km wären vorbei, bog ich nach rechts ab. Da war dann aber kein 7 elevenshop und auch keine Fahrradreparatur. Also ließ ich mein Fahrrad an einem Ständer stehen und fuhr mit der Straßenbahn zurück zum Hauptbahnhof (das Fahrrad wollte ich am nächstem Tag reparieren lassen). Bevor ich ins Hostel ging, kaufte ich mir was zu essen und ausnahmsweise mal ne Sprite. Dann las ich ein wenig und fiel danach wie ein Stein ins Bett. Ich schlief fast 9 Stunden. Dann rief ich einen Fahrradreparateur an. Dieser fragte mich, ob ich das Fahrrad zu ihm bringen könnte. Da dieser an einer Straßenbahnhalte war, war ich einverstanden. Also kaufte ich mir ein Tagesticket für die Straßenbahn und ging zu meinem Fahrrad und schob es zu der Station. Die 1. Straßenbahn fuhr dann einfach vorbei. Die 2. hielt dann doch an, als ich winkte. Dann erklärte mir der Fahrer, dass Straßenbahnen keine Fahrräder transportieren würden. Also schob ich mein Fahrrad wieder etwas zurück und nahm es (dank einer gnädigen Fahrerin) in eine Straßenbahn, die nur 2 Stationen zum Hauptbahnhof zurückfuhr. Dort stellte ich mein Fahrrad an und rief nochmals die Fahrradreparatur an. Diese sollte ich dann gegen 13 Uhr anrufen. Also hatte ich jetzt endlich Zeit mir die Stadt anzuschauen. Dafür wollte ich auch erst mal das Touristenbüro besuchen, welches ich dann nach 1 Stunde durch einen Zufall dann auch fand. Dort begann es dann wieder mal wieder wie aus Eimern zu schütten. Im Touristenbüro fragte ich nach einer Poststation, weil ich gemerkt hatte, dass ich viel zu viel mitgenommen hatte. Daher wollte ich noch Sachen zurückschicken. An der Stelle, an der eine sein sollte, fand ich aber keine. Dann fuhr ich erst mal mit der Straßenbahn in die falsche Richtung. Als ich das bemerkte, stieg ich aus und es war schon fast 13 Uhr. Als ich dann mal wieder anrief, hieß es dann, dass sie erst zwischen 14 und 15 Uhr kommen wollten. Trotzdem fuhr ich danach zum Hauptbahnhof. Gegen 14:30 Uhr ging ich Mittag essen (schön großer Burger) und genau da wollte die Fahrradreparatur kommen. ich einigte mich darauf, dass er 15 Minuten später kam. Dann konnte ich endlich das Fahrrad zur Reparatur geben. Die Fahrt dahin dauerte etwa noch mal 15 Minuten und die Reparatur 5 Minuten. Also sprich folgende Rechnung: 6 Stunden warten, bis jemand von der Reparatur kam und 15 zur Werkstatt und 5 Minuten zur Reparatur. Aber gute 70 Euro kostete der ganze Spaß. Am Ende hatte ich einfach keinen Bock mehr und entschloss mich diese Stadt schnellstmöglich zu verlassen und so machte ich an diesem Tag noch folgende Tour: Norrköpping - Linköpping knapp 45 km Es goss 90% des Weges, der dieses Mal aber fast ausschließlich auf Fahrradwegen stattfand. Landschaftlich auch gar nicht so schlecht. Lustig auch, dass ich ständig an der gleichen Zugstrecke entlangfuhr, die wie oftmals keine Fahrräder mitnahmen (Hier ist Schweden in manchen Teilen echt noch rückständig). In einem kleinem Dorf ging ich noch in ne kleine Pizzeria. Nach dem Essen ging es gleich weiter. Gegen halb 10 Abends erreichte ich Linköpping. Leider fand ich keine Unterkunft mehr und in der Baptistenkirche neben einem Hostel, in dem ich knapp eine 3/4 Stunde eher sein hätte müssen um einzuchecken, war kein Mensch da. Also übernachtete ich die Nacht auf dem Bahnhof. Leider suchte ich zwischendurch immmer noch nach ner Unterkunft, sodass ich immer mehr nass wurde. Gegen halb 2 hörte ich auf und versuchte so gut es ging zu schlafen (der Bahnhof an sich hatte gegen halb 1 schon geschlossen). Keine Ahnung wie, aber irgendwie schaffte ich auch dieses bescheidene Abenteuer. Am nächstem Morgen, holte ich mir ein paar Infos am Busbahnhof. Ich hatte mir vorgenommen, 2 Etappen abzukürzen und gleich nach Kalmar zu fahren. Dazu musste ich dann mit Swebus fahren (der Zug der nach Kalmar fuhr nahm natürlich keine Fahrräder mit). Im Busbahnhof erhielt ich die Info, dass ich mir was besorgen müsste, um mein Fahrrad zu verpacken. Der Typ am Schalter hatte Gott sei dank Ahnung, wo es so was gab. Inzwischen war natürlich auch mein Vorderrad platt. Dieses lies ich dann bei nem Türken reparieren, der neuerdings neben Schlüsseln auch Fahrräder repariert. Während der Reparatur kaufte ich also Zeug fürs Fahrrad und schickte das zu viele Zeugs nach Deutschland und gab meine Pfandflaschen weg. Dann holte ich mein Fahrad zurück und verpackte es am Bahnhof. Sah ziemlich schräg aus und dank erst einmal keiner Sackkarre, durfte ich alles per Hand schleppen, bis ich merkte, dass man das Fahrrad doch etwas schieben konnte. Die Strecke war dann allerdings auch der Hamma. Ich musste mit dem 1. Bus nach NORRÖPPING. Also 45 km und eine kalte schlaflose Nacht für umsonst. Am Bahnhof fand ich dann doch etwas zum Schieben und kam so ganz einfach zum Busbahnhof. Dann ging es endlich weiter. Erst wie gesagt nach Norrköpping, wo ich mir noch was zum Essen holte und dann in fast 4 Stunden nach Kalmar. Gegen 20 Uhr errreichte ich dann endlich Kalmar. Hier packte ich das Fahrrad wieder aus und fuhr zum Strand. Hier campte ich zum 1. Mal freiwild. Am nächstem Tag war endlich einmal ausspannen angesagt. Dazu fuhr ich erst mal zum Bahnhof. Da merkte ich das vorne etwas nicht stimmte und kaum hatte ich das bemerkt war der Vorderreifen zum 2. Mal innerhalb von 2 Tagen kaputt. Die nächste Fahrradreparatur fand ich schnell und hier erfuhr ich auch, warum es wieder kaputt war. Nicht wegen des Gewichts, nein. Es gibt wohl son Band, dass den Fahrradschlauch davor schützt kaputt zu gehen. Tja das war eindeutig kaputt. Trotz allem hatte ich einen entspannten Tag in Kalmar und konnte ohne Probleme mein Fahrrad reparieren lassen. Danach hatte ich keine größeren Probleme mehr. Morgen: viele Kilometer, Verfahren und 2 Grounds.
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2008 - 2010: 3 Jahre, 2 Abstiege.
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Beitrag von Georghansafan » Sa 15. Aug 2015, 23:05

Viele Kilometer, Verfahren und 2 Grounds Am 01.08.2015 frühstückte ich am Zelt (ich hatte mit tags zuvor Besteck, Brot und Honig gekauft). Dann ging es auf eine geplante Zugtour (ab Kalmar war es interessanterweise möglich das Fahrrad im Zug mitzunehmen). Die Tour ging von Kalmar mit umsteigen in Emmaboda nach Karlskrona. Bis auf die Höhe des 2. Zuges klapppte alles ohne Probleme. Ein Paar half mit das Fahrrad reinzubekommen und der Schaffner es rauszubekommen. Landschaftlich: viel Wald. In Karlskrona angekommen, suchte ich erst mal n Platz zum Freiwildcampen. Den fand ich schnell an nem kleinem See. Dann konnte ich schnell mal die Stadt anschauen. War ganz nett, aber auch nix besonderes. Daher fuhr ich schnell zum Ground. Während der Fahrt merkte ich, dass es irgendwie langsamer voran ging. Dieses mal war die Vorderradbremse etwas defekt. Sie ging immer so zurück, dass sie während des Fahren bremste. Da ich aber mit 120 € genug Geld für Reparaturen ausgegeben hatte, nahm ich dieses Problem, bis zum Ende der Tour gerne in Kauf. Der Ground an sich war schnell gefunden und so gings zum Spiel: FK Karlskrona - Hässleholms IF 2:2 Das Stadion Västra Marks IP war endlich mal n richtiges Stadion. Vor allem die eine Tribühne mit Steh und Sitzen sah sehr geil aus. Stimmung gab es nicht. Nur 1 oder 2x konnte man die Fans "FKK" bzw. "HIF" singen hören. Das Spiel war dagegen schon das beste am Nachmittag. Vor allem die 71 spielte gut in der 1. Halbzeit. Die 17 dagegen fiel vor allem durch Schnelligkeit gepaart mit Zweikampfschwachheit vorne wie hinten auf. Das 1:0 für FKK verpasste ich leider, da ich gerade da dachte, ich müsste mal schauen, wo mein Schlüssel war (er war irgendwo in meinem Rucksack). In der 2. Halbzeit bestrafte HIF die schwache Chancenverwertung und drehte das Spiel. Vor allem das 2:1 war schon kurios, als ein Spieler von FKK eindeutig den Ball im eigenem Strafraum mit der Hand spielte. FKK versuchte jetzt alles. Und kurz vorm Ende, als ich dachte, der Torwart von FKK müsste den Ball mal schneller spielen, schoss er ihn dann doch noch richtig weit nach vorne und FKK konnte den Ausgleich machen. Alles in allem eine schöne Veranstaltung. Kuriosum am Rande. Vor dem Spiel zog ich das 1. Mal kurze Sachen an. Wenn es allerdings kurz stürmte, wurde es gefühlt 10 Grad kälter. Das geschah gefühlt alle 5 Minuten. Die Bedienung war auch sehr nett und da lernte ich eine wichtige Schwedische Phrase: Varsågod! Übersetzung: bitte. Ob mein ausgesprochenes Wåschegood so richtig war, was ich dann oft benutzte mag bezweifelt werden, weil fast immer danach immer etwas gelacht wurde oder die Leute merkten, dass ich nicht aus Schweden kam. Nach dem Spiel ging es wieder in die Stadt. Hier kaufte ich mir noch was für die nächsten Tage (u. a. n paar Riegel und natürlich Bananen). In der Stadt an sich gab es n Fest (ähnlich wie Hansesail, nur sehr viel kleiner). War mir persönlich aber n bisschen zu viel Tamtam, sodass ich schnell zu meinem Zelt fuhr. Zwischendurch war ich kurz noch am Bahnhof und schaute mir die Kickeranalyse von Hansas 1:1 gegen Chemnitz an. Am Zelt las ich und ging etwas Abendbrot essen (das gleiche wie zum Frühstück). Vorher hatte ich mal wieder eine kleine Downphase (habe ich während einer Tour mindestens 1x, immer so das Gefühl, scheiß dreck, ich geb auf und fahr nach Hause). Daher betete ich zu meinem Gott (wer n Problem damit hat, dass ich das jetzt so schreibe, es ist mein Leben, mein Glauben und ich schreibe, wie ich es denke). Bei dem Platz wo ich aß, waren noch eine syrische Immigrantenfamilie. Diese gab mir dann was von dem Fleisch ab und ich unterhielt mich mit einem der Jugendlich von der Familie. Dadurch ging es mir dann besser. Praise the Lord. Irgendwann gab es noch n schönen Sonnenuntergang und die Familie verabschiedete sich. Dann ging es schnellstmöglich ins Zelt. Ich wollte am nächstem Tag wieder relativ früh los. In der Nacht waren noch n paar Motorradfahrer kurz mal beim Platz, ansonsten war es aber schön ruhig. Am nächsten Tag ging es nach nem Frühstück gegen 08 Uhr zur 3. Etappe Karlskrona - Ronneby/ irgendwo hinter Ronneby (ca 60 km) (eigentliches Ziel: Karlshamn) Die Tour startete schon mal kurios. Ich fuhr erst mal in die falsche Richtung. Rödeby und Ronneby klingen aber auch gleich. Aber das merkte ich schnell. Dank der Schilder fand ich schnell wieder zum richtigem Weg. Anfangs ging es auch noch schön durch die Natur. Dann ging der Weg fast 20 km lang an der Autobahn entlang. Es war ziemlich nervig. Aber immerhin gab es irgendwann eine Tankstelle, da konnte ich dann schnell noch was zum Essen kaufen. Irgendwann war ich dann endlich in Ronneby. Ab hier machte ich einen etwas größeren Fehler. Anstatt in das nächstgelegene Pressbyran zu gehen und dort mein Handy aufzuladen und eine gute weitere Strecke zum Ziel zu finden, schaute ich nur kurz, mal auf das Handy, wo eine kleine gute Strecke ist und dann fuhr ich einfach weiter in Richtung Kallinge. Von dort aus fuhr ich erstaml weiter nördlich und dann zum Flughafen. Dann ging der Fahrradweg, auf dem ich unterwegs war zu einer übergroßen Bundesstraße (ähnelte eher einer Kraftfahrstraße (also für Fahrräder nicht so gut geeignet). Ich hätte da jetz rauf gemusst und dann etwa 5 Km da in Richtung Süden fahren müssen. Das war mir dann aber doch zu gefährlich. Jetzt hätte ich einfach wieder nach Ronneby fahren sollen. Dann fuhr ich aber, als ich in Kallinge war einen anderen Weg, der mich wieder zur gleichen Bundesstraße führte. Dann entdeckte ich dort in der Nähe einen Feldweg. Dieser fuhr sich schrecklich. Dann gab es eine Schranke. Diese umfuhr ich allerdings. Jetzt war ich auf einen "tollen" Wanderweg unterwegs. Der 1. Weg führte mich zu einem Hochstand. Dann fuhr ich wieder zurück. Bog kurz nach Rechts ab. Fuhr nach knapp 500 Metern aber doch vorbei. Dann fuhr ich den ganzen Weg wieder zurück. In der Nähe war dann ein größeres Kaufhaus. Dort kaufte ich mir ne Cola. Dann fuhr ich in Richtung Ronneby zurück. Natürlich musste ich dann noch mal einen anderen Weg wählen, der auch falsch war. Das Ende vom Lied gegen 15 Uhr war ich wieder in Ronneby am Bahnhof. Hier entschloss ich mich, als die Verkäuferin im Pressbyran sagte, dass es auch ne Zugverbindung nach Karlshamn gebe, wieder mit dem Zug zu fahren. Trotz allem war ich bestimmt knapp 60 oder 70km unterwegs. Nur 30 davon nach Plan. Die Fahrt nach Karlshamn war dann einfach. Hier fand ich dann schnell einen Platz zu meinem letztem Wildcampingzeltplatz. Dieser lag etwa 5 km außerhalb von Karlshamn und lag wieder an der Ostsee. Gegen 18 Uhr hatte ich diesen dann erreicht. Hier schnell das Zelt aufgebaut und dann wollte ich tatsächlich mal ins Wasser. Es war eiskalt. Da ließ ich es dann. Dann fiel einem der Kinder, die am Ufer waren der Ball ins Wasser. Alle diskutierten viel, ich fand das dauerte viel zu lang und ich watete mutig zum Ball. Eigentlich hätte ich dann auch baden können, ich war fast zur Hälfte drin. Es war aber immer noch schweinekalt. Der Junge bedankte sich, als ich ihm den Ball wieder bekam und später am Abend bekam ich von der Familie 2 Stück Wassermelone geschenkt. Abends hatte ich dann einen unheimlich geilen Sonnenuntergang. Der war einfach nur atemberaubend. Leider wurde das durch Hundeliebhaber bzw. durch deren Köter kurzzeitig gestört. Die Hunde wollten mich am liebsten angreifen. Gott sei dank hörten sie am Ende doch auf ihre Besitzer. Dazu kam noch, dass hier Hunde verboten waren. Trotzdem der Rote Sonnenuntergang war geil. Am nächstem Tag ging es nach dem Essen wieder schnell los zur nächsten Etappe: Karlshamn - Strandvallen 41 km Diese Etappe war die kürzeste auf dieser Fahrt. Das Wetter war geil. Und die Strecke ziemlich gut ausgeschildert. Zuerst ging es nach Mörrum. Bei der Ausfahrt aus Karlshamn gab es dann noch n kuriosum: Ein Netto und Lidlmarkt waren direkt nebeneinander. Wären Aldi und Sky noch nebeneinander, hätte das auch glatt Deutschland sein können. Nach Mörrum ging es nach Pukavik. Es war zum größtem Teil schön flach. Dann kam ich endlich wieder mal an der Ostsee vorbei. Dann musste ich aber wieder ins Inland. Die meiste Zeit musste ich auf einer kleinen Nebenstraßen fahren. Einmal hätte verzichtete ich auch freiwillig auf einen komplett versteinerten Fahrradweg. Ansonsten war ich relativ schnell. Nach knapp 4 Stunden war ich da. Gegen 12 Uhr erreichte ich Hällevik. Das ist ein kleines Dorf vor dem Campingplatz von Strandvallen. Dafür musste man einen riesigen Berg hoch. Der Ausblick war dafür geil. Der Zeltplatz an sich war einfach nur geil. Links neben dem Zeltplatz war nämlich das Stadion. Am Zeltplatz konnte ich dann auch mal wieder Wäsche waschen. Leider verstand ich den Trockner nicht wirklich und so wurden meine Sachen leider nicht trocken. Aber sie waren sauber. Der Zeltplatz war auch an nem Strand. Aber es gab leider keine schönen Sandstrände, sondern irgendwo ne Brücke zum Baden. Am "Strand" waren meist vor allem viele Algen (ehrlich gesagt ein allgemeines Problem in Schweden an der Ostsee). Abends ging es dann zum geilstem Spiel während der Tour: Mjällby AIF - GAIS Göteborg 1:0 Strandvallen ist ein einfach geiler Ground, bestehend aus einer riesigen Stehtribüne für die Heimfans, einen Gästebereich und der Rest waren Stehplätze. Auch mein "Stehplatz"-Bereich. Warum das jetzt als Stehplatz galt, weiß ich nicht, aber ich fand es eh geiler zu sitzen. Einzig die Versorgung war unter aller Sau. Es gab eine Fanta, die ich meinem bestem Feind nicht wünschen würde und die Bockwurst war auch einfach nur labbrig und eklig. Würde ich keinem empfehlen (ich hatte aber nur noch das Geld für diese Sachen). Stimmung war einfach nur fantastisch. Die Heimfans waren schön laut und immer versucht Stimmung zu machen. Die GAIS-Fans kamen erst vor Anpfiff und machten das ganze Spiel ordentlich Fez. Das Spiel war auch ziemlich gut. Mjällby aus irgendwelchen Gründen ziemlich weit abgerutscht und krasser Außenseiter, machte weitesgehend das Spiel, war aber im Abschluss meistens erfolglos. GAIS nur im Ansatz manchmal gefährlich. Als ich in der 60. Minute schon dachte, ich sehe seit Ewigkeiten mal wieder n 0:0, da gab es Ecke für Mjällby und ein Spieler konnte ungehindert einköpfen. Mjällby konnte diesen Spielstand bis zum Ende beibehalten. Hat mir sehr gefallen. Sehr kurios, schon nach 30 Minuten wurde der Trainer von Mjällby auf die Tribüne verbannt. Nach dem Spiel schnell ins Zelt, denn es sollten noch 3 weitere krasse Tage kommen (zwar ohne Grounds und doch sehr geil). Dazu morgen im Letztem Teil: Königsetappe, Wallander und Home sweet home.
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Beitrag von Georghansafan » So 16. Aug 2015, 20:13

Königsetappe, Wallander und Home sweet home am 04.08.2015 sollte die Königsetappe anstehen, sprich die mit den meisten Kilometern. Das sollte es auch werden. Daher ging es um 8:15 (vorher konnte ich nicht auschecken), los zur Etappe: Strandvallen - Simrishamn 100km Zuerst ging es nach Mjällby. Da dieses kleine Städtchen vom Campingplatz nur knapp 5 km entfernt war, kam ich dort schnell an. Hier brachte ich meine Pfandflaschen weg, kaufte mir n paar Bananen und 2 Müsliriegel. Nach der 1. Banane und Müsliriegel ging es zuerst in Richtung Sölvesborg. Diese Strecke war schön ausgeschildert. Von dieser Stadt aus musste ich kurz mit Google Earth meinen weiteren Weg kurz schauen. Dann fand ich den nächsten Fahrradweg, der in Richtung Kristiansstad ging. Was das für eine Stadt ist weiß ich nicht, aber ich sah sie während der Fahrt ziemlich oft. Nach Sölvesborg erreichte ich das Bundesland Schonen. Dieses ist auch das südlichste Bundesland von Schweden. Dann ging es nach links immer schön auf der Smugglar rundan (sprich Schmugglerrunde). Diese führte zuerst schön an der Ostsee entlang. Sah echt geil aus. Irgendwann musste ich diesen Weg verlassen und musste einen anstrengend langen Feldweg fahren. Ein Problem bei meinem Fahrrad war der Lenkerkorb, der immmer wieder bis zu den Reifen hinunterging, wenn es ruckelte. Sprich, bei jedem Loch, ging der Korb immer mal wieder runter. Dadurch durfte ich dann dieses Spiel während der Tour gefühlt alle 300 - 500 Meter nach oben machen. Sehr lustig. Irgendwann war ich kurz mal wieder auf einer kleineren Straße, aber das war nur von kurzer Dauer, dann war ich wieder auf einem Feldweg. Fast verfuhr ich mich, weil ich eine Miniabzweigung übersah, aber Google Earth brachte mich wieder auf den richtigen Weg. Kurz bevor ich in Åhus ankam, schickte mich Google Earth durch ein militärisches Übungsgelände. Was für n scheiß. Passierte Gott sei dank nichts, aber ich war noch nie so froh, eine Zone zu verlassen. In Åhus fand ich eine nettes kleines Restaurant genau an der Ostsee. Hier bekam ich eine leckere Calzone und eine Cola für nicht mal 10 €. Also für das Restaurant schien mir das ein netter Preis. Zudem konnte ich noch ein wenig mein Handy aufladen. Nach dem Essen ging es dann weiter in die Stadt rein. Hier hob ich kurz nochmals Geld ab und konnte für ein paar Minuten das Handy weglegen, weil es endlich mal richtig gut ausgeschildert war. Aber eigentlich ging es die nächsten gefühlten 20 km nur geradeaus. Vor allem hier hatte ich meinen Tiefpunkt, den ich eigentlich bei jeder größeren Fahrradetappe habe, wo man seinen inneren Schweinehund besiegen muss. Nachdem dieses Geradeaus fast fertig war, wollte mich Google Earth wieder durch ein militärisches Übungsgelände schicken, aber hier kam man gar nicht rein und ich hatte darauf auch überhaupt keinen Bock. Also musste ich noch einen Umweg fahren. Dieser war fast immer ein Waldweg. Dabei traf ich noch auf eine andere Fahrradtruppe. Diese war mir persönlich aber scheiß egal, weil ich eh nicht mithalten konnte. Bald darauf kam ich an eine Abzweigung, wo es entweder in 30 km nach Simrishamn gehen würde oder 43 km nach Ystad. Ein Teil von mir wollte nach Ystad, aber der meiste Teil von mir wollte nicht nochmals 13 km zusätzlich fahren und Simrishamn - Ystad sollte eigentlich auch eine Etappe sein. Also fuhr ich in Richtung Simrishamn. Anfangs gab es noch n Fahrradweg. Dann endete dieser und ich musste fast 10 km auf einer kurvigen bergigen Bundesstraße verbringen. Ein paar mal gab wegen mir auch Stau, weil Autos bei diesen Verhältnissen nicht überholen konnten, da die Sicht Beschissen war. Irgendwann ging es dann aber nach links weg. Dann fuhr ich ein paar Minuten mal wieder an der Ostsee lang. Es war inzwischen 18 Uhr. Dann musste ich nochmals 5 km auf der Bundesstraße fahren und dann war da endlich wieder ein richtiger Fahrradweg und nur noch knapp 11 Kilometer nach Simrishamn. Diese gingen dann relativ gut. Gegen 19 Uhr erreichte ich einen Campingplatz und nach fast 11 Stunden Fahrt konnte ich nicht mehr und checkte dort ein und bezahlte gleich, weil ich am nächstem Tag zu meiner Zeit fahren wollte. Gleichzeitig lud ich noch mein Handy auf. Fix und Groggy ließ ich da fast meine Mütze und meinen Rucksack dort. Nach dem Zeltaufbau, Sachen umziehen und Abendbrot ging es mir schon viel besser. Dann ging ich nochmal zur Rezeption und surfte noch etwas im Netz und kaufte was zu Essen und etwas für den nächsten Tag. In der Nacht regnete es stark, aber ich war so groggy, dass ich komplett vergaß meine Sachen trocken zu lagern. So war einiges am nächstem Tag komplett nass. Eine Unterhose verlor ich auch noch, die ich am Abend am Zaun zum Trocknen aufgehangen hatte (diese war noch Nass vom Waschen zuvor). Also änderte ich meinen Plan und steckte erst mal meine Sachen in den Trockner. Dann waren immerhin 60% der Sachen trocken. Dann packte ich meine Sachen zusammen und entschloss mich die Etappe per Zug abzukürzen. Zum Bahnhof kam ich ohne Probleme. Nach dem Fahrscheinkauf hatte ich Zeit mir die Stadt anzuschauen (nichts wirklich besonderes) und mir was zum Essen zu kaufen. Dann wartete ich auf den Zug. Dieser kam dann auch und hielt zwischen Simrishamn und Ystad gefühlt in jedem etwas größerem Dorf. Hätte nicht gedacht, dass es wirklich 4 oder 5 wichtige Dörfer gibt, die angefahren müssten. Immerhin auch hier war es überhaupt kein Problem Fahrräder zu transportieren. In Ystad angekommen. Ging es erst mal zum Zeltplatz. Dieser lag etwa 2 km östlich von Ystad. Nach dem Zeltaufbau und Handyaufladen ging ich in einem nahe gelegenem Restaurant was essen. Die Spaghetti waren teuer und nicht wirklich lecker. Immerhin der Kuchen war lecker. Dann ging es endlich in die Stadt von Hennings Mankells Figur Wallander. Ich fand in dem Zusammenhang leider nur die Mariagatan, in der diese Figur lebte. Ansonsten fand ich nichts, was auf diese Figur hindeutete. Die Stadt an sich war auch ganz nett, war aber nicht so toll, wie ich gehofft hatte. Ich aß dann noch in einem Café, in dem Wallander immer gegessen haben soll. War in Ordnung, aber auch nix besonderes. Dann gings zurück zum Campingplatz. Hier las ich, ging zum Strand und kaufte mir am Kiosk noch nen Cheesburger. Dieser war deutlich besser, als das Mittag im Restaurant. Ich checkte dann noch aus, da ich am nächstem Morgen früh los wollte. Abends war dann noch tanzem auf dem Campingplatz. Da hier aber keine echte Tanzpartnerin für mich war, ging ich in den TV-Raum und schaute seit Ewigkeiten irgendwelchen scheiß im Fernsehen (Simpsons und Futureama in englisch mit schwedischen Untertiteln). Dann ging es früh ins Zelt. Um halb 5 wachte ich auf und musste leider aufs Klo (eine halbe Stunde später hätte mein Wecker geklingelt). Nach dem Aufsuchen der sanitären Anlagen frühstückte ich, baute mein Zelt ab und fuhr los zu Etappe: Ystad - Trelleborg ca. 45 km In Ystad fand ich den perfekten Fahrradweg, der erst am Hafen und dann knapp 90% des Weges an der Ostsee entlang ging. Nach 10 oder 15 Minuten hatte ich dann auch noch den 1. und einzigen Anstieg des Tages hinter mir. Danach verließ ich Ystad und hatte noch etwa 40 km. Der Weg war einfach nur geil und ich hatte anfangs einen richtig geilen Sonnenaufgang. Sehr kurios war eine Straße die von der Nummer 1 - etwa 300 ging. Da möchte ich nicht Postbote sein. Nur einmal ging es auf einer Bundesstraße lang, aber wirklich nur kurz. Ich fand auch noch eine Kaufhalle, wo ich meine Pfandflaschen wegbringen konnte. Dazu war ich dann noch am Ort, an dem sich der südlichste Punkt von Schweden befand. Kurz bevor ich in Trelleborg ankam musste ich nochmals ganz dringend irgendwelche sanitären Anlagen besuchen. Diese fand ich im letztem Dorf vor Trelleborg am Hafen. Dadurch hatte ich noch einen geilen Blick auf Trelleborg. Trelleborg an sich erreichte ich gegen 09:53 Uhr. Ein Ortseingangsschild fand ich leider nicht. Aber ich fuhr an einem Zeltplatz vorbei, auf dem ich mal bei meiner allerersten Schwedentour geschlafen hatte. Knapp 10 Minuten später erreichte ich das Fährterminal von TT-Line und Scandia. Ich checkte an einem Automaten ein und hatte danach noch knapp 3 Stunden Zeit. Erst mal musste ich aber mein Geld wechseln, weil ich n 2 € Stück für das Schließfach brauchte. Nachdem auch das geklappt hatte, konnte ich nochmal schnell in die Stadt. Hier ging ich in irgendein Einkaufscenter. Hier fand ich aber kein W-Lan. Dieses fand ich dann in der nähe des Rathauses. Nach ein wenig Surfen und mich freuen, dass Malmö gegen RB gewonnen hatte, suchte ich mir was zu essen. Eigentlich wollte ich chinesisch essen gehen. Aber ich fand erst mal nix. Deshalb ging ich in ein Schnellrestaurant, wo ich das einzige Mal in Schweden Köttbular aß. War ganz ok. Während ich dann zum Terminal zurückging fand ich dann doch ein chinesisches Restaurant. Naja fürs nächste mal weiß ich wo eins ist. Im Terminal hatte ich immer noch viel zu viel Zeit, also las ich noch was, nachdem ich meine Sachen aus dem Schließfach geholt hatte. Dann konnte ich aber endlich das Boarding machen und zum Punkt gehen, wo die Fahrräder reingelassen wurden. Hier war noch eine Familie aus der Schweiz mit Fahrrädern. Diese waren deutlich besser ausgestattet als meines. Kurz darauf durften wir durch, kurz vor der Fähre warten und dann ging es endlich rauf. Nach dem Anschließen ging es zu Deck 9, wo sich während der Fahrt das meiste abspielt. Hier kaufte ich mir auch erst Kuchen und später ein Hotdog zum Abendbrot. Leider machte ich auch den Fehler mir für fast 5 € eine riesen Packung M&M's zu kaufen. Ich lud dann noch mein Handy auf, las etwas und schaute dann im Kino Nachts im Museum auf Englisch mit schwedischen Untertiteln. Danach lief die Schwimm-WM (natürlich in schwedisch) und dann noch Nachrichten. Dann waren ich fast schon in Rostock. Dank der Hansesail machte ich noch viele Fotos von den Schiffen und Seglern, die an uns vorbeifuhren. Gegen 21 Uhr ging es wieder aufs Festland und ich hatte die geilste Stadt der Welt erreicht. Von dort gings mit dem Bus nach Lütten Klein und von da aus mit der S-Bahn zu mir nach Hause. Gegen halb 11 war ich wieder in meiner Wohnung. 13 Tage war ich unterwegs. Knapp 350 km war ich auf dem Fahrrad unterwegs. 5 Grounds (4 in Schweden) holte ich. 3 Platten und unzählige schöne Geschichten habe ich erlebt. War schon irgendwie geil.
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