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Georghansafan
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Beitrag von Georghansafan » Di 8. Mär 2016, 11:10

danke für den netten Bericht. Kann das mit den Stadien auch voll nachvollziehen. Mainz am Arsch der Welt und Sandhausen gar nicht so schlecht (allerdings auf am Rande des Dorfes).
Block 8/9 for ever!!!!

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2007: Aufstieg in die 1. Liga
2008 - 2010: 3 Jahre, 2 Abstiege.
2011: Aufstieg in die 2.
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Rüganer
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Beitrag von Rüganer » Sa 9. Apr 2016, 22:31

Moin miteinander, ich war am 27.03. eher zufällig während meines Urlaubs beim Freundschaftsspiel Thailand vs. Südkorea. Alles fing damit an, das mein Begleiter und ich auf dem Weg zum MBK (Einkaufszentrum in Bangkok) waren und uns über die vielen Trikotträger wunderten. Auf Nachfrage machte man uns im eher schlechten Englisch verständlich, dass Thailand direkt nebenan im Nationalstadion spielt. Also kurz vor Anpfiff noch ein paar Karten besorgt für umgerechnet 15 Euro pro Karte auf dem Schwarzmarkt, da offiziell ausverkauft. Warum innen dann so viele Plätze frei waren, erklärt sich mir jedoch nicht. Plätze gesucht und los ging's. Zum Spiel: Das Spiel war alles in allem sehr ansehnlich, zumindest verglichen mit dem gewohnten Drittligafußball. Thailand von Beginn an sehr aktiv und gefährlich. Es dauert aber nur 5 min bis Südkorea mit einem Konter einnetzen konnte. Torschütze war Hyun-Jun Suk, falls ihn jemand kennt. Danach war das Spiel geprägt von vielen gefährlichen Torraumszenen auf beiden Seiten, wobei Thailand das Spiel machte und Südkorea lediglich konterte. Tore fielen jedoch keine mehr. Zum drumherum: Zunächst einmal sei das Stadion erwähnt. Obwohl es sehr groß wirkte (wir schätzen ca.40.000 verkaufte Karten) passen nur um die 20.000 Leute rein, und ganz voll war es auch nicht. Dennoch eine super Atmosphäre, nicht zuletzt durch die Ultras die über 90 min ununterbrochen sangen. Die Outfits sind auch die gleichen wie in Europa, ebenso wie die Lieder (wenn auch auf Thai). Interessant war, dass es 4 verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Ultra-Gruppen gab. Falls jemand weiß, warum die Gruppen getrennt stehen, immer her damit! Auffallend war auch der hohe Frauenanteil, was auch an der Geräuschkulisse zu merken war. Bei jeder guten Aktion der Spielen, kreischten die Mädels auf und es erinnerte ein wenig an eine Mischung aus Pop-Konzert und F-Jugendturnier. Erwähnenswert ist auch die Getränkeversorgung. Getränke gab es ausschließlich außerhalb des Stadions zu kaufen. Dort hatte man dann die Wahl zwischen Plastikbechern, wie wir sie kennen oder Softdrinks aus kleinen Plastiktüten mit Strohhalm. Alles in allem ein schönes Spiel mit guter Atmosphäre bei brütender Hitze.

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Seefahrendes Personal
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Beitrag von Seefahrendes Personal » Sa 6. Mai 2017, 21:01

Moin, Wer Zeit hat, kann sich das ja mal antun :D [IMG]http://fs5.directupload.net/images/170506/cishpx6t.png[/IMG] [IMG]http://fs5.directupload.net/images/170506/di7r6lzb.png[/IMG] Hab mal einen "Reisebericht" zum Polnisches Pokalfinale in Warschau am 02.05.2017 verfasst. Lech Poznan – Arka Gdynia 1:2 n.V. Über Sinn und Unsinn, sich die Mühe zu machen, einen Bericht zu tippen, der letztlich wohl auch in der kommenden Plattenpost zu finden sein wird, kann man sicherlich streiten. Was solls. Nachdem der Schmerz überwunden war, nicht schon am Sonntag angereist zu sein, um noch das Spiel Legia – Wisla Krakau mitzunehmen (wo es im übrigen auch eine ordentliche pyrotechnische Einlage zu sehen gab: http://www.stadionowioprawcy.net/news/4501-legia_warszawa_wisla_krakow_30_04_2017.html ) ging es früh am Morgen des 1. Mai von Berlin mit dem Eurocity nach Warschau. Tickets für Hin- und Rückfahrt gab es für 58 Euro. Fahrzeit etwa 5 Stunden. Der Nachmittag konnte somit genutzt werden, um sich ein erstes Bild von der Stadt zu machen. Zunächst ging es zu Legias Stadion „Wojska Polskiego“. Dabei ging es unter einer Autobahn lang. Jeder einzelne Stützpfeiler mit Legia-Graffitis. Starke Dinger. Das Stadion liegt mehr oder weniger in mitten der großen „Lazienki“ Parkanlage. Legia Warschau ist kein reiner Fußballverein, dies wird schnell klar, sobald man sich im Stadionumfeld bewegt. Direkt neben dem Stadion befindet sich ein Tennisstadion mit zwei ansprechenden Tribünen. Vor der Heimkurve lassen sich Liegenschaften der Sportschützen des Vereins ausmachen und auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Haupttribüne sind weitere Sportkomplexe angeordnet. Diese gehören zum Teil dem „Legia Fight Club“. In der Haupttribüne ist der offizielle Fanshop, ein Museum und der Laden der „Zyleta“ untergebracht. Lagetechnisch erinnert die Legia Bude wohl an die alte Försterei, schließlich läuft auch hier ein Wasserarm direkt am Gästeblockeingang entlang. Anschließend tappelte man entlang der Uferpromenade des größten Flusses des Landes. Die Weichsel, welche auch die Städte Krakau, Torun, Plock und Danzig durchfließt, verfügt hier über eine geschätzte Breite von 400m. Der polnische Name lautet "Wisla" und hält bei einigen polnischen Fussballvereinen (Wisla Krakau, Wisla Plock) als Namensbestandteil her. Ähnlich wie am Rostocker Stadthafen sind dort Treppenstufen, aber auch Strandbars und einseitig ein 100m breiter Weichselstrand zu finden. Dass sich die Jugend der Stadt im Sommer dort allabendlich nicht nur den Sonnenuntergang, sondern auch reichlich Piwo reinzieht, wundert niemanden. Über eine der Brücken ging es rüber zum 58000er Nationalstadion "Narodowy", um sich im Anschluss selbst am – vom Stadion 300m entfernten – Weichselstrand, den ein oder anderen Hopfensmoothie einzuhelfen. Am Spieltag selbst wollte man den Morgen nutzen, um dem Leichtathletikstadion des RKS Skra einen Besuch abzustatten. Richtig geile Bude, ähnlich des unüberdachten Berliner Olympiastadions, allerdings kleiner und in U Form. Die Hütte hat seine besten Tage jedoch in ferner Vergangenheit erlebt, aber gerade das macht ja den Reiz aus. Aktuell leider nur noch für Leichtathletik und Rugby genutzt. Schon 3 Stunden vor Anpfiff fand man sich gegen 13 Uhr am Ort des Geschehens ein. Sämtliche Tickets auf auf Haupt- und Gegentribüne waren für 10 Euro im Vorverkauf, 8 Euro für die Kurve zu erhalten. Da es auf der kupbilet.pl Seite Probleme mit den Zahlungsmodalitäten gab, wurde ein personalisiertes Ticket mit polnischen Namen und Ausweis/Peselnummer auf anderen Wegen erstanden. Aber wie kommt man damit nun durch die Ausweiskontrolle? Im Ligabetrieb juckt es den Slawomir nicht, beim Pokalfinale wird da schon genauer auf die Ausweise geschaut. Der PZPN höchstpersönlich ist schließlich Ausrichter des Spektakels. Auch 6 andere Rostocker, die man am Eingang sah, schienen mit ihrer polnischen Identität zu hadern. Letztlich wartete man auf höheren Andrang, sodass die Ordner Einen nur durchwinken. Ich denke am Ende ist jeder reingekommen. Die Anspannung, womöglich abgewiesen zu werden bei einem nahezu nicht existierenden Schwarzmarkt war schon etwas erdrückend. Im Stadion gab es wie in den modernen Arenen des Landes typisch, die Kielbasa Wurst im Hotdog mit Cola im Menu. Note ausreichend, definitiv kein triefender Fettschlauch wie in Stettin, der das Prädikat Sexwurst verdient hätte. Zum Sportlichen Nebengeplänkel: Lech Posen natürlich in der Favoritenrolle. Zuletzt 2004 und 2009 brachten es die Eisenbahner "Kolejorz" fertig, den Pokal in die 550 000 Einwohnerstadt mitzunehmen. Arka hingegen der klare Aussenseiter, der im letzten Sommer ins Oberhaus, die "Ekstraklasa" aufstieg, nun aber gegen den Abstieg kämpft. Der letzte und einzige Triumph ist ein Pokalsieg, der auf das Jahr 1979 datiert ist. Posen ließ alle ihrer Chancen ungenutzt. Es war zum Haareraufen, Kurwa! 105 Minuten reichten auf beiden Seiten nicht aus, um ein Tor zu liefern. In der zweiten Hälfte der Verlängerung sollten dann allerdings 3 dergleichen fallen. 2:0 für Arka aus Gdynia. Was für ein Wahnsinn. Spieler kamen direkt in die Kurve an den Zaun. Kollektives ausrasten. Posen machte noch den Anschlusstreffer zum 1:2, konnte die Niederlage allerdings nicht mehr abwenden. Viel mehr kann ich zu dem Spiel kaum sagen, da die Kurven Einen am heutigen Tage zu sehr in ihren Bann zogen. Auf den Rängen: Klar reicht dieses Finale nicht an die beiden vorigen Duelle zwischen Warschau und Posen heran. Das war aber im vornherein klar. Heute stand die Freundschaft im Vordergrund. Beide Vereine sind schon seit vielen Jahren freundschaftlich unterwegs. Ein solches Spiel zweier größerer Szenen bringt jedes Mal einen immensen Auflauf der miteinander verbundenen Szenen mit sich. Zusammen mit Cracovia Krakau bilden die beiden Vereine die "Wielka Triada". Neben der WRWE Gang (Widzew Lodz, Ruch Chorzow, Wisla Krakau, Elana Torun) und Legia Warschau & Zagleblie Sosnowiec wohl eine der größten Zusammenschlüsse des Landes. Cracovia ...war im Stadion mit der "Jude Gang" Heimfahne und der "Opravcy" (Folterer) auf Seiten von Arka mit etwa 380 Mann vertreten. Zu einem großen Teil erlebten diese Burschen die 4 Stunden im Stadion unter ihren Strumpfmasken und beteiligten sich an sämtlichen Aktionen. Auf Seiten von Lech mit weiteren 120 Leuten und der JG Auswärtsfahne. Die Wertigkeit dieser Wielka Triada lässt sich auch schon daran erkennen, dass Cracovia am Vortag beim eigenen Spiel in Lubin mit nur 100 Leuten ohne Fahnen zugegen war. Polonia Bytom ...auf Seiten von Arka mit etwa 330 Leuten, 4 Zaunfahnen und einheitlichen Dunkelblau/weinroten Fischerhüten. Zagleblie Lubin ...die Jungs aus der Kupferstadt auch bei Arka mit 3 Zaunfahnen und 200 Mann in leuchtend orangen Tshirts zugegen. Deshalb auch kurzzeitig als aufrückende Ordnerbande wahrgenommen. KSZO Ostrowiec ...mit 75 Mann im rechten oberen Eck der Arka Kurve ebenfalls in orangen Shirts. Eine Zaunfahne hing auf Seiten von Lech Posen. Gwardia Koszalin ...mit 15 Leuten bei Arka dabei. Anfänglich hing eine Zaunfahne. Vereinzelte Leute bei Arka noch von Gornik Wałbrzych. Letztlich steigt bei den Freundschaftsbündnissen im Nachbarland nur schwer jemand durch. Beispielsweise besteht zwischen Fans von Zawisza Bydgoszcz und Zagleblie Lubin eine Freundschaft. Arka Gdynia ist mit Lubin befreundet, bezeichnet Bydgoszcz allerdings als ihren Feind. Völlig den Faden verlor man dann bei den Geschehnissen rund um das Spiel Polen – Russland bei der EM 2016 in Marseille. Wisla Krakau verließ quasi die älteste Freundschaftsachse mit Breslau und Danzig um sich Ruch Chorzow und der WRWE Bande anzuschließen. Natürlich geht es hier weniger um Fussball. Nicht umsonst wird Wisla Krakau bzw. den Wisla Sharks Schleusertätigkeiten in Verbindung mit ihren Freunden von Lazio Rom nachgesagt... Beide Szenen reisten mit jeweils 7 (!) Sonderzügen zum Finale. Lech Posen: ....mit einer voll besetzten Hintertortribüne. 9000 Leute. Auch deren Auftritt ziemlich stark, verflachte allerdings im Laufe der Zeit. Zu Spielbeginn eine Pappchoreo welche den Pokal sowie die Jahreszahlen der Erfolge zeigte. Spruchband am ganzen Mittelrang. Darauf zu lesen sowas wie: Alle guten Dinge sind drei. Dies bezog sich darauf, auch die letzten beiden Jahre im Finale gestanden zu haben, jedoch zwei mal an Legia scheiterte. Halbzeit 2 dann einmal alles an Fackeln verfeuert. Zaunfahnenplätze waren eigentlich genug vorhanden, sodass das meiste geile Zeug mitgeschleppt wurde. Allem voran die vielleicht 50m lange "Kibolski Klub Sportowy" Fahne. "Pyrlandia", "Ultras Lech '01", "Forever Lech" und die "Miasto zla slawa owiane". (Ungefähr: die Stadt ist berüchtigt) auch dabei. Leider nicht dabei war der echt gute Lappen "Imperium Poznanski". Arka Gdynia: ...leider nur mit gefüllten Oberrang. Unterrang nur zu einem Drittel gefüllt. Etwa 6000 Kibitze. Schade drum, aber irgendwie zu erwarten. Wer hätte dies abgesehen von Legia Warschau und Lech Posen auch sonst noch fertig gebracht. Vielleicht Ruch Chorzow. Die Zeiten wo Slask Breslau oder Wisla Krakau auf einen Dienstag so einen Mob zusammengetrommelt haben, sind vorbei. Arka dafür mit einem absoluten erste Sahne Mob im Oberrang. Karten konnten nur über die Fanclubs bezogen werden, sodass wirklich keine "Picknicker" den Weg in den Oberrang fanden. Unterstützung von einem anderen Stern. Polentypisch sehr geschlossen und laut. Zaunfahnen sind vor allem die "Hooligans from Akra", "Ejsmond Park" (Altes Stadion) und "Gorki" (Tribüne) ins Auge gefallen. Insgesamt waren es letztlich 8 verschiedene pyrotechnische Aktionen. Von der Szene aus Gdynia hört man, es sollen 750 Bengalen, 700 Breslauer und 100 römische XXL Lichter den Weg ins Stadion gefunden haben. Vornehmlich wohl in Lautsprecherboxen und ähnlicher Technik eingeschleust. Der Haufen von Arka stellte heute alles in den Schatten. Zu bedenken ist dabei auch, dass Arka in der Liga zur Zeit einen Stimmungsboykott aufgrund schlechter Mannschaftsleistungen abhält. Somit wurde zuletzt beispielsweise dem Auswärtsspiel in Stettin komplett fern geblieben. Etwa 140 Leute Vermummte sorgten für Gesprächsstoff. Anfänglich zur Zettelchoreo "A R K A" Breslauer und Raketen. Später verschiedene Breslauer und Bengaloaktionen. Halbzeit 2 vielleicht 800 ausgeteilte Karofahnen untermalt mit Breslauern. Torjubel nochmals losgefeuert und zur Siegerehrung wieder Raketen ohne Ende. In der Verlängerung das Unfassbare. Arka holt den Pott und spielt nächste Saison international. Am 3. Mai stand dann noch der Polnische Unabhängigkeitstag an. Diese freien Tage werden als „Majowka“ bezeichnet. Dazu sprach der Präsident auf dem zentralen Platz der Altstadt. Von dort im übrigen auch ein schöner Ausblick hin zum Nationalstadion. Direkt an die Altstadt schließt sich im Norden noch das Stadion von Polonia Warszawa an. Auch dieses ist einen Besuch wert. Videos & Bilder: http://www.stadionowioprawcy.net/news/4512-final_pp_lech_poznan_arka_gdynia_02_05_2017.html

turus
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Beitrag von turus » Fr 12. Mai 2017, 09:37

Spitzenspiel in der lettischen Virsliga und zehn Männer feiern quasi auf einem alten Stehpodest eine Ü40-Party. Am vergangenen Sonntag empfing der FK Spartaks Jurmala den FK Ventspils, von dem Hertha ein Liedchen singen kann. Rund 300 Zuschauer hatten sich eingefunden, die vier mitgereisten Ultras aus Ventspils bauten sich einen improvisierten Gästeblock, und auf Heimseite ertönten russisch geprägte Klänge... http://www.turus.net/sport/fussball/9058-spartaks-jurmala-vs-ventspils-russischsprachiger-ue40-support-und-ein-selbstgebastelter-gaesteblock.html

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Georghansafan
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Beitrag von Georghansafan » Do 29. Jun 2017, 17:58

nach den vielen Berichten musste ich auch mal in Polen hoppen. Dafür nutzte ich die U21 EM. Für nicht mal 15 € gab es alle Tickets. Und so fuhr ich am 21.06.2017 von Rostock mit dem IC - Bus nach Berlin Hbf. Von da aus ging es über den ZOB Berlin mit Polski - Bus nach Warschau. Hier kam ich um 4:30 Uhr in irgendeinen Vorort oder im Norden von Warschau an. Von dort ging es mit der Metro zum Hauptbahnhof. Nach dem Gepäck wegbringen und einem kleinem Frühstück war Sightseeing angesagt. Dabei kam ich beim 1. Spaziergang zum Nationalstadion und beim 2. in die echt schöne Altstadt. Hier muss ich unbedingt noch mal hin. Dann ging es mit dem Zug nach Lublin. Nach dem erfolgreichen Suchen des völlig offenen Hostels (war ja Fußball, da muss man auch mal damit rechnen, dass alle Türen offen sind und auch der Ort, an dem mein Rucksack, mit Laptop drin, in einem offenen nicht verschlossenen Raum getan wurde) ging es zum 1. Ground in Polen: Slowakei U21 - Schweden U21 3:0 Nettes kleines Stadion. Für knapp 15.000 Platz, schöne Dachkonstruktion, aber auch etwas zu modern. Stimmung war auf beiden Seiten sehr sehr geil. Slowakei geschlossen brachial und Schweden vor allem sehr melodisch. Leider war dank der UEFA und des Stadion - DJ's zuerst dank brachialer Lautstärke der Lautsprecher wenig zu hören. Erst ab Anpfiff war dieser Scheiß aus. Das Spiel gewann Slowakei leider sehr verdient. Ich bin bei Turnieren halt für 2 Mannschaften, Deutschland und Schweden. Kurz vor Ende hätte es fast noch zum Debakel kommen können. Dann wäre Slowakei sogar ins Halbfinale gekommen. Es war anfangs sehr warm. Ich war mit kurzen Klamotten da gewesen. Zwischendurch regnete es auch n bisschen. Am Ende des Spiels war es ziemlich kalt. Am nächstem Tag ging es in 9 Stunden von Lublin nach Danzig. Dabei lernte ich ein paar Tschechen und Polinnen kennen. War ne lustige Fahrt. In Danzig suchte ich mir den Zeltplatz, den ich gebucht hatte. Dieser war am anderen Ende der Stadt. Das war ein großer Fehler. Mit einem Leihfahrrad ging es zum Hauptbahnhof. Dort suchte ich ewig nach der S - Bahn nach Gdynia. Leider fand ich sie zu spät, sodass ich erst 20 Minuten nach Anpfiff zum Spiel kam: Makedonien U21 - Portugal U21 2:4 Stadion ähnlich wie Lublin. Nur war es von außen nachts nicht so schön blau angeleuchtet. Dafür gab es echt schöne Flutlichter. Stimmung ist schnell erzählt. 4 Makedonier hinter mir riefen: "Makedonia" und 4 Kinder die darauf irgendwas polnisches erwiederten und dann "Portugalia". Das wars. Echt enttäuschend. Es waren auch nur unter 8.000 da. Das Spiel war irgendwie trotz der 6 Tore nicht gut. Portugal klar überlegen. Ich setzte mich gerade hin, als sie das 2:0 schossen. Dann hatten sie noch n paar andere Chancen und aus dem nichts schoss Makedonien den Anschlusstreffer. In der 2. Halbzeit hatte Portugal nach dem schnellem 3:1 noch 2 weitere hochkarätige Chancen zum 4 oder 5:1. Diese wurden in Hansamanier, aber schön vergeben. Dafür schoss Makedonien wieder den Anschlusstreffer. Irgendwie hätten diese auch den Ausgleich schaffen können, aber der Torwart spielte lieber auf Zeit. Ich denke mal, da war Aufbauhilfe Ost, am Werken. Slowakei sollte weiter kommen. Portugal schoss noch das 4:2 nur um 2 Minuten sich selbst zu schwächen. Ein Portugiese zog einmal durch und sah zurecht rot. Danach war auch bald schon Schluss. Es klingt wirklich spektakulärer, als es war. Beide Mannschaften hatten während des Spiels auch extrem viele Schwächeperioden. Die Temperaturen waren echt kalt und es regnete. Am nächstem Morgen fuhr ich mit einer Art ICE nach Krakau. Dort fand ich schnell mein Hostel. Es war inzwischen in etwa 26° C warm. Daher ging ich zu Fuß zum Ground. Dabei traf ich noch auf n paar Deutschlandfans. Mit denen ging ich kurz vorher noch in ne kleine Kneipe in der Stadionnähe. Gegen 19:45 Uhr ging es dann zum Spiel Italien U21 - Deutschland U21 1:0 Stadion ziemlich oldschool. Sieht aus wie son Ostblockstadion. Sehr cool. Stimmung war auf deutscher Seite sehr enttäuschend. Aber auch Italien nur mit vereinzelt mal n bisschen Stimmung. Leider war tatsächlich das Beste Spiel Stimmungsmäßig das 1. Das Spiel war ein typisches Italienisches Spiel. In der 1. Halbzeit gab es ein Abseitstor der Deutschen und ein reguläres der Italiener. Ansonsten foulten beide Mannschaften ganz gut (Was ich später hörte von "unfäires Italien" kann ich nicht bestätigen. Die Deutschen langten auch ganz gut zu). In der 2. Halbzeit wurde nach wenigen Chancen für Italien auf 1:0 gespielt. Es wirkte vor allem in den letzten Minuten wie die Schande von Gijon. Leider kommt es Freitag ja nicht nochmal zum Spiel Deutschland - Italien. Ich hätte so gefeiert, wenn Deutschland Italien weiter bringt und ausgerechnet gegen diese Mannschaft 4:0 auf den Sack bekommt. Nach dem Spiel ging ich noch mit 2 Bayernfans in ne Kneipe und lernte, dass man lieber einen Cocktail mit Wodka nehmen sollte, als einen mit Pomeranze. Was ein widerliches Gesöff. Ich trank davon vielleicht 1/8. War aber ein lustiger Abend. Gegen halb 2 schlief ich in meinem Hostel ein. Am letztem Tag ging es mit einem moderneren IC nach Stettin. Dabei unterhielt ich mich mit einer Polin. Gegen 15:30 Uhr war ich angekommen. Hatte sogar noch ne Stunde Zeit für Sightseeing. Im Norden regnete es aber mal wieder. Dann fand ich im RE nach Güstrow noch welche, mit denen ich mir ein MV - Ticket teilte. Gegen 22 Uhr war ich zurück. Insgesamt habe ich nun Polen gekreuzt, 2 neue Grounds (bei dem anderem war ich eindeutig zu spät) und habe 3000 km mit Bus und Zug zurückgelegt. Der übliche Hopperwahnsinn.
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crivitzerjung
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Reiseberichte

Beitrag von crivitzerjung » Mo 2. Okt 2017, 22:22

Damit hier auch mal wieder ein bisschen Bewegung reinkommt, hier ein paar Zeilen zu einem kurzen Italien-Trip in der letzten Woche. Los ging es am vorigen Samstag nach dem Auswärtsspiel in Paderborn vom Flughafen Köln/Bonn in Richtung Mailand/Bergamo. Die Airline des Vertrauens, Ryanair, überraschte uns Samstagfrüh sogleich mit einer Abflugsverspätung von über zwei Stunden, so dass es immer knapper wurde, das anvisierte Spiel der Serie B zwischen Brescia und Foggia zu erreichen. Da die Autovermietung in Bergamo ebenfalls eine halbe Ewigkeit brauchte, uns unser Auto bereitzustellen, fiel das Spiel wirklich für uns flach. Eine Alternative war dennoch schnell gefunden: Denn erst um 20:45 Uhr sollte das Turin-Derby zwischen Juve und dem FC Turin angepfiffen werden. Turin erreichten wir auch relativ frühzeitig, so dass wir fast 4 Stunden Zeit hatten und uns auf die Kartensuche begaben. Leider war kein wirklich freier Verkauf vorhanden, und die Wucherpreise in den Tabakläden von 100 Euro wollten wir dann im Endeffekt auch nicht zahlen. Also gab es am Samstag kein Spiel für uns. Für den Sonntag war geplant von Brescia nach Verona zu fahren und das Spiel gegen Lazio zu besuchen. Da wir nun aber in die andere Richtung unterwegs waren, mussten auch für Sonntag Alternativen erhalten. Geeignet wurde sich letztendlich auf Sampdoria Genua vs. AC Mailand, so dass wir uns abends noch auf den Weg von Turin nach Genua machten. Nach einer Nacht im Hostel ca. 20 Kilometer entfernt von Genua, machten wir uns am Sonntagvormittag auf den Weg in Richtung Stadion. Hier konnten problemlos Karten an der Tageskasse erworben werden - 40 Euro, Hintertor. Sampdoria Genau vs. AC Mailand 2:0 (0:0) 24.09.2017, 12:45 Uhr Zuschauer: 21.896 (ca. 1.500 Gäste) Anpfiff hier schon zur Mittagszeit. Aber bei sehr warmen 28 Grad. Endlich doch noch Sommerfeeling. Schönes reines Fußballstadion, dass mit 4 Türmen in den jeweiligen Ecken einiges hermacht. Genua spielerisch dem AC Mailand relativ deutlich überlegen, jedoch konnte dies auch erst in der zweiten Halbzeit in Tore umgewandelt werden. Letztendlich ein ungefährdeter Sieg der Heimmannschaft. Stimmung vor allem am Anfang auf der Heimseite sehr gut, danach aber eher eine geringe Mitmachquote und die HIntertortribüne, bestehend aus zwei Rängen, rief nur selten ihr ganzes Pontential ab. Außer nach den beiden Toren. Die Gäste mit nem guten Anhang vor Ort, die ihr Programm auch über die vollen 90 Minuten durchzogen. Nach dem Spiel ging es für uns relativ zügig wieder zum Auto, da es wieder zurück gen Norden gehen sollte und noch ein Drittliga-Kick auf dem Programm stand. AC Renate vs. Reggiana Calcio 1:0 (1:0) 24.09.2017, 18:00 Uhr Zuschauer: 600 (310 Gäste) Das Spiel fand im erweiterten Speckgürtel von Mailand statt. Die Stadt Renate und Spielort liegen rund 20 km auseinander. Als wir auf den Stadionparkplatz fuhren, waren auch schon ein paar Gästefans auszumachen. Also Tickets gekauft (15 Euro) und rein ins kleine Rund. Stadion besteht aus drei Tribünenteilen, die sich allesamt auf einer der Längsseiten befanden: Gästeblock, Hauptribüne und noch eine kleine Tribüne, alles überdacht. Als ehemaliger Erstligist verfügt Reggiana auch über eine gewisse Tradition, während der AC Renate eher ein Vorortclub ist und nur wenig Zuschauer anzieht und es wohl eher ums "Gesehenwerden" geht. Denn von den Heim"fans" hatte nicht eine einzige Person einen Fanschal. Ganz kurios das alles. Der Spordirektor quatschte uns schon am Eingang an und auch zwischendurch immer mal wieder, Freibier gab es aber leider nicht. Der AC Renate ging in der ersten Halbzeit in Führung, obwohl Reggiana eigentlich mehr Spielanteile hatte. Konnte dies aber nicht in Tore umsetzen - kommt einem ja irgendwie bekannt vor. Das Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Der Gästeblock sehr gut aufgelegt, mit 300 Mann vor Ort und damit rund 50% der Gesamtzuschaur. Am Zaun hing einiges an Material und auch ein paar Schwenker wehten durch den Abendhimmel. Leider war uns kein Torjubel der Gäste vergönnt. Glaube, der Block hätte noch einmal 10% lauter werden können. Nichtsdestotrotz war es ein top Auftritt für dritte Liga und Sonntagabend. Stimmung von Heimseite 0! Im Anschluss ging es wieder nach Bergamo, wo auch genächtigt wurde. Montag traten zwei der vier Reisenden den Heimflug an, während es die anderen beiden weiter nach Neapel zog/flog. Ryanairflug dieses mal pünktlich, jedoch mussten wir schon im Vorfeld den Flug aufgrund einer Absage umbuchen. Egal, denn so waren wir für den gleichen Preis schon zwei Stunden eher in der Camorra-Stadt. Also machten wir uns Montagnachmittag auf die Suche nach Tickets für das Champions League Spiel gegen Feyernoord Rotterdam am Dienstag. Dies war nicht ganz so einfach, es gab keinen freien Verkauf, da die Holländer keine Karten bekommen sollten. Die Stadt Neapel verweigerte dies, da ein paar Feyernoord-wütige vor ein paar Jahren bei einem Europacupspiel in Rom randalierten, und sie befürchteten dies auch in Neapel zu tun. Der Hotelchef gab uns ein paar Adressen, wo Tickets verkauft wurden. Beim ersten Lotto-Laden wurden wir auch fündig und nach dem wir beweisen konnten, dass wir keine Holländer waren und er per Telefon irgendwas klar machte, legten wir pro Karte 40 Euro auf den Tisch und sollte in ein paar Stunden wieder kommen und die Tickets abholen. Gesagt getan. Um 19 Uhr hatten wir tatsächlich unsere personalisierten Tickets in den Händen. Abends gabs dann ne Runde Pizza und nen Spaziergang durch die Stadt. Hier war einiges an einheimischen Fußballklientel unterwegs und man wurde des öfteren auch schief angeguckt. Im Endeffekt blieb es aber ruhig. Ein paar Holländer befanden sich trotz der Kartenproblematik in der Stadt und es gab wohl am Montag auch drei Festnahmen. SSC Neapel vs. Feyernoord Rotterdam 3:0 (1:0) 26.09.2017, 20:45 Uhr Zuschauer: 22.577 (0 Gäste) Am Spieltag selbst ging es per S-Bahn zum Stadion. Am Einlass die übliche Personalausweiskontrolle in Italien und nach dem die Oberordnerin das OK gab, dass deutsche Fans heute erlaubt seien, konnte das Stadion geentert werden. Dieses macht einiges her, sehr schönes ovales Stadion mit Laufbahn. Napoli verfügt über zwei Fankurven. In der einen stehen die Ultras Napoli und in der anderen ist die Curva A Napoli beheimatet. Wir ließen uns am äußeren Rand der ersteren nieder. Vor dem Spiel gute Musikauswahl und kein dummes Gequatsche des Stadionsprechers. Gästeblock wie erwartet leider leer. Ultras Napoli am Anfang gut aufgelegt und konnte eine gute Mitmachquote verzeichnen. Die Mannschaft spielte ebenfalls gut und konnte früh in Führung gehen. Im Anschluss verflachten Spiel und Stimmung aber beiderseits. In der zweiten Halbzeit ging es zunächst so weiter. Auch nach dem Ausbau der Führung war die Stimmung zwar OK, konnte aber nie so wirklich richtig überzeugen und alle Leute zum Mitmachen bringen. Die gegenüberliegende Curva A war ebenfalls nur selten zu vernehmen, jedoch ständig in Bewegung. Außerdem ging nach den Toren auch mal die ein oder andere Fackel an. Der Napolisieg war nie gefährdet und auch nach dem Ehrentreffer für Feyernoord waren keine Gästeanhänger auszumachen. Nach dem der Mittwoch noch einmal im Zeichen des Sighseeings von Neapel stand, ging es Donnerstag zurück nach Bergamo per Flugzeug. Im Anschlus per Bus nach Mailand, wo das letzte Spiel der Tour anstand. AC Mailand – HNK Rijeka 3:2 (1:0) 28.09.2017, 21:05 Uhr Zuschauer: ca. 22.500 (ca. 4.000 Gäste) Die Kroaten aus Rijeka hatten sich mit 4.000 Fans angekündigt, so dass dieses Spiel gästetechnisch das Highlight der Tour werden sollte. Nachmittags sammelte sich eine mittlere dreistellige Anzahl dieser am Mailänder Dom ein und es konnten erste Gesänge vernommen werden. Das ein oder andere pyrotechnische Erzeugnis wurde ebenfalls schon abgebrannt. Karten konnten wir problemlos am Stadion erwerben – 40 Euro für die Gegengrade. Im Stadion, war dann der ganze kroatische Mob im obersten Rang untergebracht und konnte schon vor dem Spiel mit einigem Singsang überzeugen. Im Spiel hatte Rijeka zunächst die besseren Möglichkeiten, jedoch gelang Milan etwas unverdient der frühe Führungstreffer. Stimmung auf Gästeseite trotzdessen weiterhin sehr gut – rund 90% Mitmachquote sicherlich vorhanden. Auf Heimseite allerdings das komplette Gegenteil. Konnte die Curva Sud am Sonntag in Genua noch überzeugen, fanden sich dieses mal keine 1.000 Supportwilligen im mittleren Rang der anderen Hintertortribüne zusammen. Ganz schwacher Auftritt. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden dann im Gästeblock ein paar Fahnen verteilt und auch die Pyroliebhaber kamen nun auf ihre Kosten und der Block der Kroaten erleuchtete im hellen rot. Ein paar Fackeln landeten leider jedoch in den Unterrängen, in denen Familien und Kinder saßen. Milan erzielte schon in der 53. das 2:0 und das Spiel plätscherte so vor sich hin. Eigentlich sollte nichts mehr anbrennen, doch wie aus dem Nichts fiel der Anschluss für die Gäste in der 84. und es keimte wieder ein bisschen Hoffnung auf. Und dann gabs auf einmal auch noch Elfemter für Rijeka in der 90. Minute. Dieser wurde verwandelt, ausrasten nochmal im Gästeblock und die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt. Jedoch wurden im Anschluss 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt, in denen Milan in der 94. den Siegtreffer erzielen konnte – unverdient. Den Kroaten war es egal, sie feierten trotzdem sich und ihre Mannschaft. Insgesamt wieder ein top Gästeauftritt und die Heimseite konnte nicht im Ansatz überzeugen. Für uns ging es am Freitag wieder zurück von Bergamo nach Hamburg. Und es endete, wie es begonnen hatte. Ryanair ließ uns wieder warten und wir erreichten mit knapp dreistündiger Verspätung den Airport in HH-Fuhlsbüttel.
Neunzehnhundertfünfundsechzig

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Re: Reiseberichte

Beitrag von Georghansafan » Do 11. Okt 2018, 22:41

wie versprochen jetzt mein Bericht von meiner Tour in Helsinki, Baltikum und Hamburg. Den Bericht könnt ihr auch auf meiner HP finden. Wie vor ca. 3 Jahren werde ich es in mehrere Abschnitte gliedern: Heute: Anreise und finnische Preise.

Am 23.08.2018 war es endlich wieder soweit RR2 (mein Fahrrad) und ich wollten wieder auf große Fahrt. Daher ging es nach der Arbeit mit dem Zug zum Hauptbahnhof, wo ich mein Gepäck aus dem Spind holte und dann nach Lübeck - Travemünde. Hier hätte ich sogar eigentlich noch eine extra Karte im Bus bezahlen müssen. Echt krasse Abzocke. Das hätte es in Rostock nicht gegeben. Nachdem ich erfolglos beim Check In war (mies war hierbei, dass es keinen extra Weg für Fahrräder gab, sondern man Gefahr lief von LKW - Fahrern überfahren zu werden (danke für nix)), vertrieb ich mir die Zeit im Terminal mit lesen, dem essen eines extrem trockenen, aber schön teurem Baguettes (schon ein Vorgeschmack auf das Schiff und Helsinki) und dem trinken einer schön kühlen Cola. Witzig war, als ich diese zurückbrachte um Pfand zurückzubekommen, sagte die Kassiererin ganz versunken in Gedanken: "25 Cent". Darüber mussten wir beide lachen, als wir beide realisierten, was sie gerade gesagt hatte. Gegen 23:45 Uhr durfte ich endlich einchecken und dann weiter warten. Gegen 00:15 Uhr war ich dann endlich an Bord (mein Fahrrad hatte sogar einen Anhänger drauf, worauf stand: "Bike", wer hätte das gedacht). An Bord wollte ich eigentlich nur schlafen, aber die Kabine war noch nicht fertig. Also konnte ich noch schlechte Fotos von Travemünde schießen. Gegen 1 Uhr durften wir dann endlich in unsere Kabinen. Hier lernte ich einige witzige Mitfahrer kennen. Da gab es den "nackten Mann", den Finnen mit Deutschlandfaible und einen extrem lauten Schnarcher. Zu dem kuriosem Trio gab es dann auch noch einen Rettungsweg - Ansage. Eigentlich hätte ich mir das auch noch live anschauen müssen, aber um halb 2 hatte ich darauf kein Bock.

Am nächstem Morgen gab es ein echt leckeres Frühstück. Leider war Essen eines der wenigen Sachen, die man an Bord erleben konnte. Man sah zwischendurch zwar immer mal Schweden und Bornholm und es gab auch noch eine Sauna an Deck, ansonsten wusste ich einfach nicht, was ich machen sollte. Dank teurem W - Lan und dadurch das sich mein W - Lan sich nicht mit dem E - Book verband, hatte ich auch nicht mal was zu lesen dabei. Dummerweise gab es morgens auch noch Brunch und dieser endete nach finnischer Zeit 13 Uhr (12 deutscher Zeit). Was eine Scheiße. Auf einer Fähre von Deutschland nach Finnland hätte man echt mehr für die Deutschen Gäste tun können. Zu dem fremd fühlen kam noch, dass die Ansagen erst auf finnisch und dann auf englisch kamen. Engländer sah ich dabei echt keinen. Deutsch und Französische Übersetzungen gab es aber immerhin auch noch (vielleicht aus Mitleid). Die Preise auf dem Schiff machten einem Flughafen echt Konkurrenz. Für ein Sandwich und eine Cola bezahlte ich fast 10 €. Das war noch nicht mal Nahrhaft. Das W - Lan gab es für 10 € (ich war ja Clubmitglied (weil sie kostenlos ist, werde ich sie nicht kündigen, aber höchstwahrscheinlich auch nie wieder nutzen)). Dazu kam noch ein wunderbarer kühler Gebrauch der Klimaanlage, so war es auf dem Schiff kälter, als draußen (wenn es nicht gerade regnete). Immerhin das Highlight war das Abendessen. Es gab fast alles was das Herz begehrt. Hier sah ich auch meinen bisher einzigen Elch (in Fleischform echt saftig lecker). Abends schaute ich noch Bayern gegen Hoppenheim.

Am nächstem Tag nach einem weiterem leckerem Frühstück, ging es langsam hinein in die Inselwelt von Helsinki. Gegen 10 Uhr durfte ich endlich das Schiff verlassen (Finnlines kann ich nicht empfehlen. Es ist zu teuer und dafür hat man fast einen Tag lang nichts zu tun). Leider legte das Schiff nicht direkt in Helsinki an, sondern irgendwo im Nirgendwo ca. 20 km von Helsinki entfernt (das ist ungefähr so, als wenn die Fähre in Kühlungsborn anlegen würde und da wäre ein Schild mit dem Worten: "Moin in Rostock"). Also durfte ich meine 1. 5 km fahren, bis zu einer Metrostation. Mit dieser fuhr ich bis zum Hauptbahnhof. Dieser ist ein wenig unübersichtlich. Vom Hauptbahnhof aus ging es zum Hostel. Dieses kostete für 3 Nächte nur 75 €. Dafür gab es auch kein Frühstück (oder eines für 10,50 € pro Tag), aber dafür gab es eine kostenlose Morgensauna. Nach dem Handyaufladen und einem Buch im E - Book hochladen ging es zur 1. Tour:

Helsinki - Espoo ca. 15,8 km

Das war eine nette Tour zum Anfang. Wetter war beständig bewölkt, aber warm. Es ging durch ein paar Inseln bei Helsinki in einen Vorort von Helsinki. Ich brauchte ein wenig länger, als ich gewollt hatte. Aber ich machte auch n paar Fotos von Helsinki und den ganzen Inseln. Ich war ca. 3 Stunden zu früh da beim Ground. Zuerst fuhr ich aber zur falschen Stelle. Ich hatte bei komoot die die Adresse der Geschäftsstelle eingegeben, die ich bei Europlan - online.de gegoogelt hatte. Beim Stadion hätte ich mir auch noch 2 Jugendspiele und ein Frauen - Jugendspiel ansehen können, aber weder die Grounds noch das Spielgeschehen machten Lust auf Jugendfußball in Finnland. Während des Wartens dass ich die Tickets kaufen konnte, sah ich immer mal wieder bei Kicker, wie sich Hansa gegen Würzburg schlug (das richtig schlechte Ergebnis dürfte jedem noch in Erinnerung sein). Ich hatte kurz überlegt, da es nach Regen aussah, einen Sitzplatz zu nehmen, aber bei diesem "1. Ligastadion" kostete das günstigste 25 €. Von daher bezahlte ich ein ermäßigtes Ticket für 8,50 € (hier lohnt es sich wenigstens behindert zu sein, das normale Ticket hätte 13 € gekostet). Im Stadion gab es billiges schlechtes Essen für knapp 5 €. Aber das ging sogar noch für finnische Verhältnisse und so kam es zum Spiel:

FC Honka – FC Lahti 2:0

Stadion hätte hier in Deutschland evtl. sogar die Zulassung für die 4. Liga bekommen. Ca. 8.500 Leute passten rein. Es gab 2 Stehtribünen die sich gegenüberstanden. Eine war gar nicht erst belegt. Links von uns standen in einem anderem Block die Ultras unter überdachten Stehplätzen (angeblich hatte es die nach dem Verkäufer nicht gegeben). Die Ultras machten auch ein wenig Stimmung. War aber nicht so doll. 5 - 20 Fans aus Lahti waren auch da und waren eigentlich nie zu hören. Spielgeschehen dieses mal sehr kurz beschrieben, es war trotz des späteren noch schlechteren Spielniveaus das schlechteste, was ich sah: 20. Minute Tor für Honka durch. Dann ab 40. Minute mehrmals das Duell 99 von Honka vs. Torwart. 3:0 für den Torwart. In der 2. Halbzeit begann dann der Schieri sich dieser grausamen Leistung anzuschließen. Erst ein Freistoß nach einer Schwalbe und dann ein Elfer nach klar Ball gespielt. Egal 2:0 und dann Abpfiff. Lahti mit insgesamt 2 Angriffen verdient verloren. Während des Spiels unterhielt ich mich mit einem deutschen Frauentrainer in der Westdeutschen unteren Liga, der mit seiner Tochter unterwegs war.

Nach dem Spiel ging es schnellstmöglich zur Metro. Hier las ich ein wenig. Vom Hauptbahnhof aus suchte ich noch was zum Einkaufen. Ich hatte dummerweise meine Jacke nicht mitgenommen. Natürlich fand ich nichts, aber in einer Sportsbar immerhin einen leckeren Burger für "nur" 10 € (bei einem Pizzahut hatte ich vorher Pizzen für Minimum 16 € gesehen. Dann gings zurück zum Hostel.

Am nächsten Morgen wurde die Sauna getestet. Sehr heiß, keinen Aufguss, ich glaube ein kostenloses Frühstück wäre mir lieber gewesen. Dann ging es mal wieder zum Hauptbahnhof. Hier suchte ich erfolglos was gutes zu essen, sodass ich dann doch mal wieder bei Mces aß. Ich musste mich irgendwie auch an die neue Zeit gewöhnen, sodass ich schon halb 11 jetzt so was wie Mces Brunch aß (mein Körper und Magen gewöhnte sich nie an die neue Zeit). Dann machte ich mal wieder eine Freeguide - Sightseeingtour. Leider war der Guide ein absoluter Geschichtsfreak und so gab es keine witzigen Anekdoten, so wie in Stockholm, als man das Pub (ein Kaufhaus) sah, in der Greta Garbo entdeckt wurde. Trotzdem ist Helsinki echt ne schöne Stadt. Während einer kurzen Pause aß ich noch eine belgische Waffel (wenn es ums Essen geht, ist Belgien mein absolutes Traumland). Die Tour endete bei einem Kaufhaus, dass sogar am Sonntag aufhatte, aber auch da fand ich keine Jacke. Aber es gab eine Sportsbar, wo ich Vettels letzten Triumph in Belgien sah (es wird Stand jetzt ja wohl leider wieder kein Ferrari - Titel. Fuck off (vielleicht nächstes Jahr)). Während des Rennens und auch danach regnete es immer wieder mal. Trotzdem ging ich irgendwann raus und zurück zu RR2 und zusammen ging es wieder zum Hostel. Am nächstem Morgen ging es in das Arbeiterviertel. Hier sollte es einigermaßen günstiger sein. Leider suchte ich mir wiedermal was schlechtes teures (bei einem Chinesen Chop Suey (eine Soße, die nach nichts schmeckt mit einem nicht gewürztem Rindfleisch zusammen mit nicht gewürztem Gemüse)). Danach fand ich eine Pizzeria, bei der ich für nur 10 € hätte essen können und in relativer Nähe zum Parkplatz meines Fahrrades. Danach machte ich noch einen kleinen Verdauungsspaziergang, bis es dann wieder zum nächstem Ground ging. Dabei ging es vorbei am altem Olympiastadion, dass im Moment leider neu gebaut wurde. Stattdessen fand das "Knaller" - 2. Ligaspiel im nahe gelegenen Stadion statt. Hier gab es noch eine witzige Begebenheit. Ich zeigte meinen Behindertenausweis vor und weil disability (das steht da echt in englisch da) ja "Studierender" heißt, konnte ich ermäßigt rein. Andere Länder, andere Sitten. Dummerweise war selbst der ermäßigte Preis 13 € teuer und mit nochmals 8 € für Essen und trinken, war dies schon gefühlt eines der teuersten 2. Ligaspiele im Ausland aller Zeiten und so kam es zur Partie:

HIFK Jalkapallo Helsinki - Valkeakosken Haka FC 2:0

Stadion 0815. Nichts besonderes, aber leider auch keine Stehplätze. Die Telia 5G Arena wird geteilt für einen 1. 2. und 3. Ligisten. Echt traurig, weil dieses 2. Ligaspiel kaum ein Mensch interessierte. Es gab zwar ca. 500 Ultras, aber die hätten in einer ca. 5000 Zuschauer fassenden Schüssel mehr Stimmung fabriziert. So war das Stadion nur zu 1/4 gefüllt Das Spiel ist schnell erzählt: 1 Torwartfehler und ein unbedrängten durchrennen und kombinieren und schon war der Endstand nach ca. einer halben Stunde hergestellt. Haka verdammt schlecht. Das Spiel hat sich bei mir aber nicht wirklich eingeprägt. Das richtig schlechte Spiel ein paar Tage zuvor war einprägsamer, weil auch der Schieri mitspielte.

Nach dem Spiel ging es zurück zum Hostel. Bilanz der ca. 4 Tage Helsinki: 2 Grounds und gefühlt fast 150 € ausgeben. Persönliche negative Highlights hierbei waren 0,5l Colas für fast 2,50 €. Morgen: Ein estnisches Intermezzo.
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Re: Reiseberichte

Beitrag von Georghansafan » Sa 13. Okt 2018, 01:08

Ein estnisches Intermezzo:

Nach ca. 4 teuren Tagen Helsinki ging es am 28.08.2018 mit der Fähre in ca. 2 Stunden rüber nach Tallinn. Hier konnte ich mein Fahrrad und Gepäck schon ins Hostel bringen. Dann war Sightseeing angesagt und was zu Essen suchen angesagt. Leider entschied ich mich für eine teure wenig befüllte Tomatensuppe bei einem Buchladen. Beim weiterem Spaziergang unter anderem zum langweiligen Bahnhof fand ich noch gefühlte 1000 bessere Läden, in denen ich meinen Hunger sogar stillen können. In der Nähe des Bahnhofs gab es sogar eine riesige Markthalle, auch mit vielen verschiedenen Fressständen. Gegen 15 Uhr konnte ich dann endlich einchecken und ein wenig im Hostel chillen. Dabei traf ich auf weitere Deutsche aus Bremen oder Umgebung (so konnte man zumindestens an dem Werderhandtuch entnehmen). Aber das war eher das Partyvolk und daher nicht so meine Truppe. Abends aß ich einer alten Burg mit den Händen eine leckere Elchsuppe und dazu Heidelbeersaft (der mich kennt, weiß das das keine Umschreibung für Wein ist, weil der einzige Wein den ich trinke Portwein ist). In einem kleinem Irish Pub mit Fußballwänden verbrachte ich den Abend bzw. eine Halbzeit der Spiele Bayern - Dallas, Kiew - Ajax und Westham vs. irgendeinen 3. Ligisten. Am nächstem Tag war die unheimlich geniale Altstadt zu besichtigen dran. Dafür durfte ich als Meckelbörger eine 50 Meter hohe Anhöhe erklimmen. Dank eines Musikers, der auf seiner Fidel mit einer Säge spielte, gelang das sogar fast tanzenden Schrittes. Tallinn ist an sich in der Innenstadt eine echt hammer Stadt. Die Altstadt ist da ein krönender Abschluss eines Besuches in Tallinn. Leider macht alles außerhalb des Zentrums absolut nichts her. Sogar ein hässliches Hochhausviertel gibt es. Völlig unnötig. Mittags aß ich in der Markthalle für 4 € eine riesen Pizza.

Abends sollte es dann endlich zu meinem 1. internationalen Derby kommen. Leider nicht meine Rangers gegen Celtic, sondern das Tallinner Derby. Deshalb ging es mal raus aus der Innenstadt, an 1, 2 Schwedenhäusern vorbei und dann zum völlig unspektakulären Ground und zum Spiel:

Flora Tallinn - FCI Levadia Tallinn 3:0

Stadion wieder mal ein 0815 Neubau. Auch von außen sehr unspektakulär. Flora Tallinn mit einem sehr schönen Support. War trotzdem traurig. ca. über 2.500 Zuschauer in einer 10.000 Mann Arena. Immerhin gab es auch ein wenig Pyro und Rauch. Alles nur von den Gastgebern. Bei der Recherche zum Gegner auf Wikipedia konnte einem nur schlecht werden. Levadia kam aus irgendeinem anderem Dorf/ Stadt und hat sich immer mal wieder mit anderen Vereinen fusioniert und sich irgendwann gedacht, ach wir versuchen es mal mit der Hauptstadt. Dementsprechend war der "Support". Auf Kicker war zu lesen, dass sie sich diese Saison mit noch einer Mannschaft fusioniert hat. Wer weiß, wenn ich nochmals das Derby sehen sollte, spielt Flora bestimmt gegen FCI Red Bull Cola von und zu Pärnu Levadia Schied Helsinki Tallinn. Das Spiel ist schnell erzählt: Flora in allen Dingen überlegen. In der 1. Halbzeit gab es aber nur 1 Tor. Nach dem 2:0 per Elfer eine winzige Angst, dass ich wieder mein "Standart 2:0" sehen sollte, da schlug es wieder im Kasten der Gäste ein. Alles in allem aber trotzdem eine trostlose Veranstaltung. Immerhin 2 positive Dinge gab es: Billigcola und Hotdog waren einigermaßen essbar und mit ca. 3 € sehr günstig und am Eingang musste ich ähnlich OS mein Onlineticket abgeben, aber ich konnte es auf dem Tisch wieder holen. Das sollte man Hansa mal in Block 1 und 9 vorschlagen.

Nach dem Spiel ging es schnell zum Hostel, weil am nächstem Tag die 1. richtige Fahrradtour anstand. Und so stand ich am nächstem Tag schon um halb 7 auf, packte alles zusammen und fuhr zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es nach Pärnu. Schon beim Einstieg begann es leicht zu nieseln. Als ich ausstieg hatte ich einen recht großen Nieselschauer. War echt eklig. Aber ick bün ja net aus Zuckär, und so ging dat to 1. Etappe:

Pärnu - Ort vor Ikla ca. 63 km

Die 1. Paar Meter fuhr ich auf einem normalen Fahrradweg an der Ostsee entlang. Dieser verschwand bald an einer echt schlechten Bundesstraße (aber die war echt noch sehr gut im Gegensatz zu ein paar anderen die nächsten Tage). Wegen der Gefahr von vielen Lastern überfahren zu werden, suchte ich über Komoot (Fahrradapp) eine Alternative, die ich in einem schönen Waldweg auch fand. Es regnete leider immer noch. Gegen 12 Uhr war ich dann in einem Dorf, wo ich was essen konnte. Dank der Nässe entschied ich mich für einen Burger und eine heiße Schokolade. Beides war fantastisch. Dazu konnte ich meinen Pullover auf die Heizung legen. Als ich gegen 13 Uhr wieder raus ging, hatte es aufgehört zu regnen und es war hinter den Wolken doch überraschend warm. Also konnte das nächste Teilstück der Strecke in Angriff genommen werden. Dieses führte in eine recht spannende Einöde. Spannend deswegen, weil ich hier meinen Downpunkt der Etappe hatte und mich durch innere Lieder wieder aufrichten musste. Von dem nächstem Dorf Häädemeste (oder so ähnlich) sollten es danach nur noch 15 Kilometer zum Campingplatz sein. Leider hatte ich nicht mehr richtig gegoogelt, welches von den ganzen Abzweigungen der richtige Campingplatz war. Als ich abbog, als ich dachte ich sei da, war ich etwa 5 - 10 km zu weit gefahren. Da wo ich campen wollte, hätte ich zwar machen können, aber da war kein Mensch. Und ich hatte zumindest Hunger. Also fuhr ich weiter geradeaus. Bei einem Campingplatz mit Hütten und vorgegebenen Zelten durfte ich auch nicht campen. Also fragte ich dann in einem Laden, bei dem auch ein Schild mit Campen stand. Dadurch führte ich ein witziges englisches Gespräch per Telefon. Die Preise spielten von 50 - 30 €. Da schaltete sich eine Kundin ein. Sie meinte zu mir, ich solle doch einfach an der Ostsee freiwild campen. Also kaufte ich nur Brot und Schokolade. Dann fragte ich die Frau draußen, wo ich denn am besten campen könnte. Da kam sie auf die großartige Idee, ich könnte mein Zelt auf dem Hof ihrer Mutter aufstellen, die ihr Haus direkt an der Ostsee hatte.

Es stellte sich sogar heraus, dass die Mutter noch so ein kleines Holzhaus hatte, Hier stellte ich meine Sachen rein. Dann ging ich auf einem privaten Weg zur Ostsee und unterhielt mich noch ein wenig mit der Frau, deren Nachbarin und deren Kindern. Es war ein netter Abend. Nur die Nacht wurde echt kalt in dem Haus. Als ich nachts mal raus musste, war es sogar draußen wärmer als drinnen. Am nächstem Tag fuhr ich noch 2 km in das Dorf Ikla und danach war auch schon die Grenze zu Lettland.

Zusammenfassend gesagt ist Estland ein winziges Land, dass man schnell durchfahren kann. Selbst wenn ich nicht abgekürzt hätte, mehr als 2, 3 Tage hätte ich von Nord nach Süd nicht gebraucht. Tallinn war ganz nett und es war zumindest schön, dass es viele Fahrradschilder gab. Die Menschen sind von nur geschäftlich zu Engeln sehr unterschiedlich, aber richtig geflasht hat mich das Land leider nicht.

Morgen: Lettland, schöne Städte/ Landschaften und hässliche, kaputte Straßen.
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Re: Reiseberichte

Beitrag von Georghansafan » Di 16. Okt 2018, 00:46

erst mal sorry, für die Verspätung: Ich war gestern erst beim Erntedankgottesdienst und dann bei einer Geburtagsfeier.

Lettland, schöne Städte/ Landschaften und hässliche, kaputte Straßen

Am 31.08. ging es über meine 1. Grenze und zur Etappe:

Ainazi (sorry, dass der Strich nicht über dem Z ist) - Skulte

Im 1. Dorfladen gab es die 0,5 Cola schon mal 10 Cent günstiger. 0,65 € ist echt genial (dafür auch ohne Pfand). Ein Paar Bananen bildeten dann mal son richtig schönes kleines Radlerfrühstück, dass ich mir bei einer Raststelle einer Bundesstraße genehmigte. Schön dieses Mal war der riesige Standstreifen. Nach ca. 5 km kam dann sogar ein echter Fahrradweg. Ab der nächsten Stadt gab es neben ein paar schönen Blicken auf das "schönste Meer der Welt" auch einen Fahrradweg direkt komplett von der Bundesstraße. Dieser konnte ich dann sogar ca. 20km folgen. Leider gab es auf dieser Strecke zwar viel viel Natur, aber nichts zu essen. Auch auf der Bundesstraße, der ich nach den 20 km wieder folgte gab es die nächsten 10 km nichts. Gegen 15 Uhr erreichte ich auf der inzwischen immer noch gebauten Straße einen leckeren Imbiss. Dort aß ich Spaghetti Carbonara. So gestärkt ging es auf die letzten 16 km. Bis auf 2 km Dorfstraße, in dem ich mir auch ne Cola kaufte, ging es straight die Bundesstraße entlang. Am Ende wurde sie ähnlich Rostock 2 - spurig, aber da durfte ich sie dann endlich verlassen. Direkt nach Skulte fuhr ich allerdings nicht. Ich war schon mit dem Bahnhof zufrieden.

Mit einem uralten Zug mit sehr hohem Abstand zwischen Haltepunkt und Bahnsteigkante und vor allem hohen Absatz wuchtete ich mein Fahrrad hoch. Die Fahrt nach Riga kostete auch unter 4 €. Sehr schöne Preise. Als ich in den Vororten von Riga war hatte ich echt Angst, in welcher Stadt ich hier gelandet war. Auch der "Hauptbahnhof" hatte echten Ostcharme. Vor allem die nicht vorhandenen Fahrstühle, waren für mich sehr mies. Immerhin machte das Bahnhofsgebäude was her. Zu allem Überfluss regnete es auch noch. Aber draußen sah es schon erheblich besser aus. Mit ein wenig Hilfe von Komoot landete ich dann auch kurze Zeit später in einem Partyhostel. Gut war, man bekam einen Shot zur Begrüßung, das schlechte war, selbst mit Fenster zu waren die Partypeople zu hören. Kulinarisch versorgte ich mich abends mit Burgern bei Hesburger.
Am nächstem Tag war erst mal wieder die Suche nach etwas frühstücksmäßigen. Statt Frühstück fand ich immer wieder schöne alte Häuser. Riga gefiel mir auf alle Fälle. In einer kleinen teuren Bäckerei fand ich immerhin ein paar Kleinigkeiten für den Magen. Richtig Frühstück war das auch nicht und die heiße Schokolade bekam von mir die Note 5, immerhin sie war heiß. Dann war echtes Sightseeing und Wäsche waschen in einer nahe gelegenen Wäscherei angesagt. Dabei kam ich in ein etwas ruhigeres Viertel neben der Innenstadt (hier werde ich das nächste Mal ein Hostel suchen). Beim Sightseeing kam ich sogar schon beim 1. Ground vorbei. Ich kaufte mir dann noch ein gutes schön günstiges Hemd bei H&M und dachte dabei darüber nach, warum es eigentlich nicht ein paar Leute gibt, die einem als Mann beraten können. Vor allem gibt es keine männlichen Verkäufer. Das wäre auch mal eine Art Feminismus des Mannes, wenn es hier mehr Hilfe geben würde oder die Männerabteilung nicht immer oben am Arsch der Welt ist und man die Kabinen mit Kindern teilen muss.

Nach einem Besuch eines Waffelhauses ging es zum 1. Ground an diesem Tag. Bei diesem fand ich dann ein Sextouristen, die HSV, Pauli und noch irgendwas Fans waren. Ziemliche Assis. Dazu kamen dann noch FC Kopenhagen Fans die sich Pauli nah fühlten. Waren aber eigentlich nur besoffen und peinlich. Aber am Ende war ich so genervt, dass ich dann lautstark sagte, für wen mein Herz in Dänemark schlägt und seit der Begegnung erst Recht: Bröndby, aber jetzt sollte es zum Spiel kommen:

Riga FC - FK Valmiera 3:0

Das Stadion leicht modern, aber nicht ganz ausgebaut. Vielleicht hatte der inzwischen aufgelöste FC Skonto vor das Stadion irgendwann komplett zu bauen. Witzig ist einzig die Sporthalle, die irgendwie mit eingebaut wurde. Wie in Estland wenig Fans. Dadurch das ich mich während des Spiels zu Mainz 05 Fans setzte, die Junggesellenabschied feierten, waren wahrscheinlich 60% des Stadions Hopper. Ein paar Ultras hatte Riga auch mitgebracht und einen hässlichen Löwen als Maskottchen. Aber dank der Hopper gab es zwischendurch guten Support pro Riga und auch zum Trainer Skripnik (bekannt für seine Zeit bei Werder Bremen). Zu Beginn des Spiels gab es dann einen witzigen Gesang. Es begann mit "St. Pauli", wurde abgelöst mit "Mainz 05" und endete mit einem von mir brachialen: "Hansa Rostock". Im Zweifelsfall besiege ich doch gefälligst Mainz und Paulifans im Schlaf mit meiner Stimme im Schlaf. Das Spiel war auch ganz nett. Es spielte der Tabellenletzte gegen den Tabellen 2. Weil die Mannschaft auf Platz 1 gepatzt hatte, konnte Riga auf Platz 1 springen. Ein Sieg mit vielen Toren war gefühlt Pflicht. Leider hatte das vor dem Spiel das jeder der Mannschaft gesagt. So viel unsinniger Ballbesitz und Arroganz sieht man selbst bei Bayern nicht. Vor allem hatte der Gegner ca. 4, 5 echt gute Chancen. Aber da zeigte sich, warum die Mannschaft auf dem letztem Platz war. In der 2. Halbzeit drehte Riga auf und schoss sogar noch 3 Tore. Am Ende aber 3 Tore zu viel.

Nach dem Spiel sprintete ich zu meinem Fahrrad. Ich wollte innerhalb der nächsten 15 Minuten ca. 5 km hinter mich zum nächstem Ground schaffen. Dank roter Ampeln und einer vollen Blase (eine 0,5l Cola in der Halbzeit zu exen war eine echt schlechte Idee), verpasste ich die 1. 10 Minuten des Spiels:

FS METTA/Latvijas Universitāte – FK Jelgava 3:0

Das Daugavas Nationalstadion ist echt ein Knallerstadion. Es hat verschiedene Blöcke und eine schöne Sicht auf die Eisenbahn. Wahrscheinlich auch so einmalig. Ich musste aber erst mal die Örtlichkeiten aufsuchen. So verpasste ich nochmals 5 Minuten. Während ich dann mal Fotos machen wollte, verpasste ich das 1:0 und ab da an war es einfach nur ein Fußballspiel. Ich hatte ca. 20 Minuten Spielzeit und das 1:0 verpasst. Da war die innere Groundhopperpolizei streng. Das muss aber auch so sein. In der 2. Halbzeit stellte ich mich zu den Ultras von METTA. Es wurde ein echt geiler Abend. Entweder unterhielt ich mich mit einem der Ultras oder ich sang aus lauter Kehle mit (was auch immer ich sang). Schade das man von deutschen Idioten fertig gemacht wird und von einheimischen sofort neue Freunde findet. Ach ja Fußball gabs auch noch. Metta gewann überraschend verdient und hoch gegen den höher anvisierten Gast, aber richtig Erinnerungen habe ich nicht wirklich an den grausamen Kick.

Nach dem Spiel ging es zurück zum Hostel. Hier unterhielt ich mich noch mit verschiedenen Leuten und Nationalitäten, aber fiel auch relativ früh um 1 Uhr Nachts ins Bett. Am nächstem Morgen klingelte der Wecker wieder um halb 7. Nach schnellem Zusammenpacken ging es wieder zum Hauptbahnhof. Von dort aus ging es nach Tukuums II und von dort aus zur Königsetappe (die längste Etappe der Tour):

Tukums II - Skrunda ca. 92 km

Am Anfang gab es für ca. 2 km einen Fahrradweg. Danach verschwarnd der an einer relativ älteren Landstraße. Dann durfte ich mal in einen Sandweg abbiegen. Wie vor 3 Jahren in Schweden entdeckte ich dann, dass die Vorderradbremse zu viel bremst, auch wenn ich sie nicht bediene. Irgendwie nervig, aber nicht zu ändern. Es half dabei auch nicht, dass sie fester war, wenn es Erschütterungen gab. Davon gab es an diesem Tag bei den Feldwegen genug. Leider hatte ich sehr früh schon alles essbare gegessen und es gab wieder nichts. Plötzlich bekam ich von einer Familie Obst und Gemüse geschenkt, als ich mich an einer Bushaltestelle ausruhte. In irgendeinem kleinem Kaff gab es einen kleinen Laden, wo ich immerhin einen kleinen Snack und ein ekliges Kiwigetränk (an dem ich mich beim öffnen auch noch schnitt). Aber dadurch bekam ich noch mehr Kraft. Ich war inzwischen wieder auf die Bundesstraße gelangt, aber ganz ehrlich. Wer einmal über die Straßenqualität in Deutschland jammert, muss 1x in Lettland Auto fahren. Das ist wie nachm Krieg. Aber bald darauf wurde die Bundesstraße zur A1. Aber die Qualität war nur für wenige Meter gut. Bald darauf gab es wieder Straßenschäden. Gegen 17:30 Uhr bekam ich dann endlich bei Hesburger was zu essen. Ich war zuvor fast 9 Stunden ohne Essen durchgefahren. Dadurch dass ich erst gegen halb 7 losfuhr war schon klar, dass ich nicht vor Anbruch der Dunkelheit in Skrunda ankommen würde und ich hatte noch nichts zum übernachten. In Skrunda selbst kam ich gegen 21 Uhr an. Dort suchte ich den See an dem ich freiwild campen wollte. Als ich Ewig gefahren war, gab es dort ein Haus mit riesigem Grundstück. Dank Googleübersetzung und einer netten Frau durfte ich auf dem Grundstück mein Zelt aufbauen. Der See war aber zu dreckig für FKK. Von daher ging es dieses mal nach einem kleinem Abendbrot schnell in die Falle.

Am nächstem morgen hatte ich dank des klammen Zeltes (irgendwie war der Morgentau durch die Verkleidung des Zeltes gelangt) eine leichte Erkältung, bzw. mein Hals fühlte sich bescheiden an. In einem Laden in Skrunda wurde also neben Cola und Bananen auch noch Taschentücher gekauft bis es zur Etappe kam:

Skrunda - Liepaja ca. 69 km

Der Tag begann mit Nebel und einem Berg mit 4%iger Steigung. Gott sei Dank war zumindest mal die Bundesstraße an dieser Stelle 2 - Spurig, sodass alle Autos links an mir vorbeifahren konnten. Zum größtem Teil schaffte ich diesen Berg sogar. Die Fahrt an sich verlief dann allerdings wieder unspektakulär und wieder ohne jegliche Essensmöglichket. Nur in einer Tankstelle konnte ich was kaufen und sehr enttäuscht war ich als ich in einem Haus mit Aufschrift "Cafe" keine heiße Schokolade bekam. Echt peinlich. Aber immerhin kam kurz danach mal wieder ein Fahrradweg, der aber nach weiteren 1 km wieder verschwand. Ca 3km vor Liepaja kam dann tatsächlich ein Fahrradweg, der sogar bis Liepaja durchging. Beim Ortseingangsschild las ich was von einem Beach - Hostel. Dort wollte ich an diesem Tag absteigen, weil ich mich für eine weitere Nacht im Zelt noch nicht so gut fühlte. Das Hostel fand ich erst nicht und als ich dort klingelte wurde die Klingel zu einem Handy weitergeleitet. Ein paar Minuten kamen ein paar Kinder und die klärten mit ihrem Vater auf Lautsprecher mit mir, was für Möglichkeiten es gab und so bekam ich ein 2 - Bett - Zimmer für 15 € für mich allein.

Dann war Sightseeing bzw. die Suche nach was zu essen und eine Apotheke zu gestalten. Beides fand ich. Zuerst die Apotheke, wo ich ein sehr gutes Spray für den Hals bekam (2 Tage später hatte ich vergessen, dass ich Probleme mit meinem Hals hatte). Das Essen bestand dieses Mal aus Cola und einem Burger mit Würstchen (ich war leider zu blöd an die Tafeln zu schauen, wo genau dieser Burger dran stand, alles andere war in lettisch geschrieben). Abends ging ich zum Sonnenuntergang nochmal zum Strand ohne natürlich das schöne Stadion mir anzuschauen (hier muss ich unbedingt mal hoppen). Der Sonnenuntergang war echt schön. Das Wasser wäre auch warm genug gewesen zum baden, aber ich fühlte mich noch ein wenig zu mies. Ich lies den Abend mit 2. Liga ausklingen. Im warsten Sinne des Wortes. Während der letzten Minuten nickte ich weg und wachte bei irgendeiner langweiligen Mucke von Amazon - Musik auf.

Am nächstem Tag ging es zur letzten Etappe auf lettischen Boden:

Liepaja - Palanga Camping ca. 75 km

Diese Fahrt hatte mal alles was ich für einen guten Fahrradtag brauchte. Aber er begann erst mal so wie die 2 Tage zuvor. Erst gab es mal wieder eine hässliche Bundesstraße, aber dann konnte ich ein wenig abbiegen. Bei der Königsetappe hatte ich im Zug einen Fluss gesehen und hatte so zu Gott aus Spaß gebetet, es wäre doch mal schön an so einem entlang zu fahren. Nach 2 Tagen Bundesstraße war es ein echter Segen als dieser Fluss jetzt auftauchte. Diesem durfte ich zwar nur ca. 3 km auf einem echt weiterem nervigen Feldweg entlang fahren, aber an dem Fluss angeschlossen war ein Dorf, in dem ich mal um 12 Uhr was zu essen fand. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Dann ging es die nächsten 30 km wieder mal Bundesstraße lang. Wegen einer magendlichen Unpässlichkeit (das Spray und Cola vereinigten sich nicht zu meinem Vorteil) musste ich kurz vor der Grenze nochmals abbiegen. Im Dorf trank ich erst noch eine leckere heiße Schokolade, die ich mit einer leckeren Torte runter bekam. Dann wurde das öffentliche Plumpsklo aufgesucht. Danach kaufte ich die letzte günstige Cola der Tour. Gegen 16:45 Uhr erreichte ich meine letzte Grenze mit dem Fahrrad und war nun in Litauen.

Lettland war trotz verrückter und schlechter Wege ein echt schönes Land, dass ich unbedingt wieder besuchen möchte. Vor allem Riga hat es mir angetan. 1 Tag Riga reicht nicht aus.

In Litauen wurde die Bundesstraße nochmal schlechter. Echt unheimlich. Das konnte ich mir echt nicht vorstellen. Deswegen verließ ich diese ein wenig früher als von Komoot vorausgesagt und das war ein Fehler, weil das war ein echter Sandweg mit viel schieben. Aber dann kam ich endlich zu einem richtigem Fahrradweg, den ich bis Klaipeda nicht mehr verlassen sollte. Schön war dann allerdings eine Anzeigentafel, die besagte, dass es einen direkten Fahhradweg an der Ostsee entlang von Liepaja nach Palanga geben solle (nach Überprüfung mit Google und Komoot gibt es tatsächlich vielleicht einen Weg, aber richtig offiziell sieht dieser auch nicht aus). Jetzt ging es nur noch an der Ostsee entlang und durch ein hässliches Touristendorf vor Palanga. Aber direkt nach Palanga kam ich noch nicht, sondern ich fuhr nur noch zum Campingplatz. Hier hatte ich dann endlich mal ein nettes Erlebnis mit einem Hund in einem Urlaub. Der Hund des Campingleiters und ich freundeten uns an, obwohl, ich sie nicht streicheln sollte.

Viele km lagen schon hinter mir. Ein paar sollten noch kommen, aber dazu morgen mehr bei: Litauen, hässliches Klaipeda vs. traumhaftes Neringa und ein Hamburger Wochenende.
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Re: Reiseberichte

Beitrag von Georghansafan » Do 18. Okt 2018, 21:22

Litauen, hässliches Klaipeda vs. traumhaftes Neringa und ein Hamburger Wochenende.

Der Morgen des 05.09.2018 begann mit einer traurigen Angelegenheit. Mein Zelt (beim Buju (einem christlichem Festival) so genannt) "Hundehütte" musste ich leider wegschmeißen. ca. 4 Jahre, solange wie ich in etwa RR2 habe, hatte es mir treue Dienste geleistet. Leider machte ich gleich bei einer Tour in den Niederlanden und Belgien den Fehler, an 2 der 3 Hauptstangen herumzuspielen und so ging die Absicherung kaputt und die Stangen machten erst Löcher in die Außenwand und zum Schluss auch Löcher im Inneren. Dazu riss noch eine der Hauptschnüre und eine Heringsstelle war auch leider nicht mehr da. Von daher war es notwendig. Die Stangen und Heringe ließ ich aber da, vielleicht helfen sie ja eines Tages einen anderen Fahrradreisenden Hopper.

Nach diesem Abschieds ging es zur vermeintlich letzten Tour:

Campingplatz in der Nähe von Palanga - Klaipeda ca. 30 km. Die Tour war einfach traumhaft. Ich durfte zwar durch den echt hässlichen Ort Palanga, der vor allem mit Tourismus und Cola für 2,90 € für sich aufmerksam machte. Ansonsten hatte ich sehr of links die Ostsee neben mir oder ich fuhr durch Heide oder Wälder. Als ich dann allerdings bei einem uralten Stadion in Klaipeda herauskam hatte ich die letzten schönen Momente hinter mir. Klaipeda tat sich im Außen (und später auch im Inneren) als extrem uralte hässliche Sowjetstadt heraus. Nur ein Brunnen in der Innenstadt wusste zu gefallen. Es ist wohl das Ännchen von Tharau. Das wars aber auch. Essen tat ich an dem Tag eine Pizza mit Cola für unverschämte Preise und dann in einem Waffelhaus teure eklige Waffeln. Es war echt enttäuschend. Am Ende des Tages kaufte ich mir im Laden wenigstens eine Spezialität und bei meinem 1. Besuch mit meinen Großeltern 2003 eine wahre Delikatesse: Cepelinai. Leider brauchten sie im Hostel ewig und ich machte den Fehler diese Klöße von nur einer Seite zu kochen. War trotzdem lecker.

Am nächstem Tag unterhielt ich mich mit einem Aussteiger, der jetzt in Hostels für umsonst arbeitet, dafür dort aber zu essen bekommt. In unserem Zimmer war ein komischer Kauz gewesen, der sozial wenig umgänglich war, sich eine Frau wünschte und deshalb, so nach Aussage des Aussteigers, ein Hostel eröffnen wollte. Sollte er das tatsächlich schaffen, hoffe ich das ich das herausfinde, um Frauen vor ihm zu warnen. Zu allem Überfluss war er früh morgens abgereist und hatte sehr viele Sachen in Plastiktüten gestopft. Er ging wohl beleidigt raus, als ich ihn aufforderte, dies doch bitte außerhalb des Raumes zu tun. Sorry, aber um halb 7 will ich pennen. Dank des geilen Wetters und weil man eine Tour niemals in Klaipeda beenden sollte, entschied ich mich nochmal nach Neringa zu fahren, einer kleinen Halbinsel direkt an der Memel (der Fluss bei Klaipeda (ursprünglich hieß Klaipeda mal Memel)) liegt. Hier kam es zur wirklich letzten Fahrradtour:

Fährhafen - Schwarzhof und zurück ca. 30 km

Neringa ist traumhaft. Ich fuhr immer zwischen Dünen entlang. Rechts von mir das schönste Meer der Welt und links Heide und eine kleine Landstraße und dann die Memel. Traumhaft. Leider schaffte ich es auch am letztem Tag mich zu überwinden in die Fluten der Ostsee zu springen. Aber eines Tages werde ich meine Angst vor dem kaltem Wasser im Urlaub auch besiegen. Dafür ging es dann nach Schwarzhof. Hier aß ich ein echt leckeres leckeres Mahl, wieder mal gegen 15 Uhr, aber das entschädigte für alle ausgefallen, Essen. Es gab Fleisch mit selbstgemachter Tomatensoße. Kostete zwar fast 15 €, aber ich wollte auch zum Ende genausoetwas essen und ich hatte noch genau diese Summe übrig. Zurück musste ich mich beeilen, da um 19 Uhr der Check In beginnen sollte. Daher fuhr ich verbotenerweise die Landstraße lang. Aber die Tage zuvor hatten mich viele Autos und LKWs ziemlich oft nur sehr knapp überholt. Allgemein verstehe ich nicht, warum man auf so einem Kleinod überhaupt Autos zulässt. Es wäre einfacher, wenn nur Hostel/ Hotelbetreiber hier drauf dürften. Ich schaffte am Ende sogar einen 6%igen Berg und schob dann bei einer endlich von Komoot angezeigten Alternativroute den nächsten hoch. Danach begann eine recht kuriose Mountainbikestrecke. Aber auch das schaffte ich.

Gegen 18:30 Uhr war ich beim Check In und Halleluja, der begann schon 19:00 Uhr. Kurz darauf war ich beim Schiff. Litauen muss ich nochmal besuchen. Klaipeda ist echt ätzend und diese Touristenstädte an der Ostsee haben auch keinen baltischen Flair.

Hier durfte ich ein paar Sachen in einem kleinem Raum lassen. Sehr gut, so musste ich nicht so viel mit rumschleppen. Über eine Treppe und einen kleinen Fußmarsch kam ich auf das Hauptdeck, wo ich in etwa 90% der Fahrt verbrachte. Hier gab es einen Speisesaal mit grauenhaftem Kantinenessen, nassen Tabletts und nicht mal Cola, einen Kaffeeautomaten, der das Geld für die heiße Schokolade erst annahm, wenn man einmal kräftig dagegen haute. Dazu gab es 3 Fernseher, die an diesem Abend wenigsten Deutschland - Frankreich brachten, in litauischer Sprache. Spiel war wie viele wissen kein Leckerbissen Dabei freundete ich mich mit einer Schulklasse von 15 - 17 jährigen an. Das geschah daher, weil ich mir ein Wortgefecht über die "Erfolge" der englischen Nationalmannschaft lieferte. Naja, gibt ja nicht so viele... Schlafen tat ich dieses Mal in einem Ruheraum. Das war weder gemütlich noch bekam ich viel Schlaf, bei gefühlt 100 schnarchenden LKW - Fahrern.

Am nächstem Morgen erreichten wir gegen 11 Uhr Rügen und für ein paar Minuten hatte ich sogar wieder deutsches Netz. Bei Fehmann gegen 15 Uhr hatte ich dann dänisches, aber dank Roaming, war ich einfach nur froh irgendein Netz zu haben. Irgendwie war ich ein wenig auch traurig, was aus dem Schiff geworden war. 2013 gab es noch einen Fernseher wo auf der Hinfahrt ABBA lief und auf der Rückfahrt Cher und andere bekannte Künstler. Heute ist das Schiff eher ein Sammelplatz von litauischen LKW - Fahrern, die scheinbar die ganze Nacht viel trinken und Fernseh gucken. Irgendwie scheinen diese Menschen wichtiger zu sein, als die Touristen.

Gegen 17 Uhr durften wir endlich das Schiff verlassen. Bei meinem Fahrrad hinten am Fahrradkorb fand ich dann auch meinen Schlüssel. Er steckte die ganze Fahrt über im Schloss. Typisch ich halt. In Kiel wurde ich begrüßt mit Hamburger Schietwetter. Oder auch "norddeutscher Sommer". Es regnete in Strömen, aber ich war trotzdem dankbar wieder auf deutschem Boden zu sein. Die 6 km zum Hauptbahnhof waren jetzt nur noch ein Klax. Am Bahnhof machte ich gleich einen dummen Fehler, nachdem meine Bahnkreditkarte nicht angenommen wurde, 3x den falschen PIN einzugeben. Gott sei dank wurde die Sperre am Montag nachdem ich wieder da war, nach einem Telefonanruf einfach wieder aufgehoben (eigentlich kann ich die Kombination im Schlaf). Dann buchte ich in der Servicestation noch das Ticket für Sonntag nach Rostock. Es war wieder schön in Deutschland Fahrkarten zu kaufen. Während des Kaufes konnte man noch kurz snacken. Das war nicht nur so ein Abfertigen. Auf Reisen erlebt man erst, was man zu Hause auch alles gute hat. Die Fahrt von Kiel - Hamburg Dammtor verlief noch ereignislos. Doch dann passierte der allgemeine Bahnsinn. Erst blieb ich ca. 2 Minuten im Fahrstuhl stecken, bzw. er fuhr erst nach U2 (Tunnel (keine Ahnung, warum überhaupt dort der Fahrstuhl hochfährt, dann Etage zwischen U1 und Gleisen und dann wieder in U2. Vielleicht verstehen Menschen jetzt, warum ich Angst vor Fahrstühlen habe. Dann beim Bahnsteig gab es in Hamburg Hbf eine Stellwerk war kaputt bzw. eine Software war ausgefallen und musste jetzt neu gestartet werden. Da die Ansage des Lokführers der Bahn in Richtung Hbf von 5 - 30 Minuten war, ging es auf die Etappe:

Hamburg Dammtor – Arena Hostel 8,9 km

Die Fahrt ging eigentlich immer nur geradeaus. Während der Fahrt fiel mir auf und ein, warum das Verpacken an diesem Tag so leicht gegangen war. Leider hatte ich es geschafft meine Waschtasche zu verlieren. Von daher musste ich im Lidl noch neue Waschsachen kaufen (von Zahnpasta bis Duschgel). Im Hostel sah ich endlich mal wieder stumpfsinniges Deutsches Fernsehen. Bei meiner Rückkehr war also erst mal alles schiefgelaufen, aber egal, ich wollte ein Abenteuer erleben und bekam es. Danach schlief ich tief und fest ein.

Am nächstem Tag bezahlte ich das Hostel und fuhr zur Backfactory. Eklige Kette, wenig gutes zu essen, aber immerhin Zwiebelmettbrötchen. Im Hostel zurück schaute ich noch n bisschen Fern, duschte dann und fuhr dann zur 1. Regulären Etappe in Hamburg:

Arena - Hostel - Hamburg Stattpark ca. 10 km

Die Fahrt war eigentlich eher unspektakulär, außer das ich mich einmal verfuhr. Aber das war kein Ärgernis, weil ich es rechtzeitig merkte. Da ich zwischendurch Hunger hatte, aber zu einer Hochzeits- und Geburtstagsnachfeier wollte, aß ich sporadisch bei Mces. Gegen 15 Uhr kaufte ich noch in einem überdimensionalen Rewe ein. Bevor ich zur Feier kam, suchte ich noch die Örtlichkeiten auf. Zur Hochzeitsfeier schreibe ich aus verständlichen Gründen nichts, außer, dass ich mit n paar Leuten Fußball kickte, einer hatte n Paulitrikot an und war ausgesprochen freundlich. Das war zumindest mal die Versöhnung von den Sextouris in Riga. Einma. gewann ich sogar einen Zweikampf gegen ihn. Aber ich bin leider fußballerisch sehr limitiert und mit einem schönen Hemd kickt es sich nicht ganz so doll.

Gegen 21 Uhr war die Feier vorbei und ich fuhr dann zum Hauptbahnhof und entlud dort meine Sachen in einen Spind. Weil ich keinen Bock mehr auf Fahren hatte, kaufte ich noch n S - Bahn - Ticket und fuhr damit zum Hostel. Hier schaute ich wieder fern und ging relativ früh (ca. 00 Uhr) ins Bett. Am nächstem Tag ging es nach dem auschecken zur wirklich letzten Etappe:

Arena - Hostel - Niendorfer TSV ca. 9km

Die Fahrt ging recht flott voran. Wie tags zuvor schaffte ich es zwar wieder ein wenig falsch zu fahren, aber Komoot korrigierte mich sofort. Der Weg ging vorbei an kleinen Straßen und Häusern, über eine Autobahn und dann in ein Waldgebiet. Es hatte fast den Anschein, dass Niendorf tatsächlich ein Dorf nördlich von Hamburg war. Gegen 09:30 Uhr fand ich sogar noch ein kleines Café, wo ich für unverschämte 4 €, 1 Brötchen mit leckerer selbstgemachter Marmelade bekam und eine heiße Schokolade (die noch nicht mal wirklich gut war). Dann ging es schnell weiter, aber ich kam tatsächlich noch sehr pünktlich zum Spiel:

Niendorfer TSV 1919 II – SC Nienstedten 5:2

Dank des Spielplans konnte ich heute den Doppler in Niendorf machen. Zuerst durfte ich einen hässlichen KR - Platz ohne irgendwas besuchen. Stimmung gab es nicht, aber ich quatschte ein wenig mit n paar Hamburgern und ich war mir sicher, 1, 2 Hopper aus Hamburg auch wieder zu sehen bzw. eine Gruppe von älteren HSV - Fans, sieht man immer wieder mal beim Hoppen in anderen Stadien. Das Spiel war sehr einseitig. Nienstedten war dem neuem Tabellen 1. völlig unterlegen. Nur in der Foulstatistik lagen sie vorne. Es hätte auch deutlich höher ausfallen können. Nur in den letzten Minuten ließen sie nach und kassierten 2 schnelle Tore. Einzig der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag. Er gab beispielsweise kein Gelb oder Rot als ein Spieler den Torwart nach der klaren Klärung traf. Aber die Entscheidungen waren auf beiden Seiten umstritten.

Nach dem Spiel gings gleich rüber. In der Halbzeitpause des nächsten Spiels holte ich RR2 mit zum Ground. Von daher war es ihr 1. richtig live miterlebtes Spiel im Stadion (davor war sie immer außen vorm Stadion geparkt):

Niendorfer TSV 1919 – BU 1:1

Das Stadion von Niendorf macht schon was her, 3 Stufen Sitz - Tribüne und ansonsten nur Stehplätze (mal als Tribüne, mal einfach mit Anlehngittern. Ich entschied mich dieses mal für sitzen. Tat auch mal gut. Stimmungsmäßig kam von den Gastgebern gar nichts und von BU war ich echt enttäuscht. Ein paar Mal waren sie zu hören, aber nicht wirklich doll. Spiel war eigentlich einen recht wüste Klopperei mit manchmal Fußball. BU zwar überlegen, aber eine Hansa - Torquote. Als Beispiel ein Teil aus der 1. Halbzeit. Wunderschöner Spielzug über mehrere Stationen und dann frei vorm Tor wurde es abenteuerlich verkackt. Es wurde wahrscheinlich gefühlt 3x auf der Linie geklärt und Torwart und Pfosten geschossen. Niendorf mit der glücklichen Führung und in der 2. Halbzeit mit besseren Konterchancen. Aber dann doch der hochverdiente Ausgleich. BU versuchte noch auf Sieg zu spielen, aber die Spieler waren einfach echt zu schlecht.

Nach dem Spiel ging es mit der U - Bahn zum Hauptbahnhof. Hier hob ich noch mal Geld von der Bank ab und aß Kuchen in einem Café in der Nähe des Hauptbahnhofes. Hier fand ich die bisher in Deutschland beste heiße Schokolade. Dann holte ich mein Gepäck und fuhr anschließend mit dem IC nach Rostock. Gegen 20:00 Uhr war ich zurück in meinem Zuhause.

Ca. 500 km lagen hinter mir, viele neue Grounds, Geschichten, Länder und sonstiges erlebte ich und: Ich würde es wieder tun.
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Bodenseehanseat (Fr 19. Okt 2018, 15:04) • jean (Mo 22. Okt 2018, 16:12)
Bewertung: 4.17%
 
Block 8/9 for ever!!!!

verrückter, autistischer und christlicher Hansafan.

2007: Aufstieg in die 1. Liga
2008 - 2010: 3 Jahre, 2 Abstiege.
2011: Aufstieg in die 2.
2012: Abstieg in die 3.
2013 - ???: Zeit zum Kotzen
Langeweile bei Hansa????
10 Jahre Mitglied und nicht 1x bereut

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