Mitgliederversammlung 01.12.2019

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F207
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von F207 » Mi 4. Dez 2019, 14:21

biancoblu hat geschrieben:
Mi 4. Dez 2019, 13:32
Warum nicht? Würdest du hier nicht mitlesen und die Presse verfolgen, sähest du doch ggf. gar keinen Unterschied.
Mal davon abgesehen das ich schon glaube das man einen Unterschied sehen wird geht es halt eben nicht nur um das Aussehen, sondern vielmehr um den von mir gefühlten Wert dieser Masten.

Mir fällt kein wirklich guter Vergleich ein, aber von dem Schiff, auf dem ich gedient habe, gab es ganze 8 Stück und alle sahen mehr oder weniger gleich aus. Die anderen 7 waren aber einfach nicht ""MEIN"" Schiff, sondern nur das eine. Ich denke Du verstehst also was ich meine.

Boeller
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von Boeller » Mi 4. Dez 2019, 14:38

Ich denke wenn wir könnten und es wirtschaftlich Sinn machen würde, hätte jeder für die Restaurierung gestimmt. Beim abwägen aller Eventualitäten ist die jetzige Variante für mich noch am besten zu akzeptieren.
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BBS
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von BBS » Mi 4. Dez 2019, 14:52

In Abstimmung der beiden Mitgliedervertreter der AG ,,Stadionmasten‘‘ wollen wir euch unsere Sicht der Dinge, gerade auch der Entscheidungsfindung und dem gemeinsamen Statement durch die AG, hier mitteilen:

Zeitlicher Ablauf

Bereits vor der eigentlichen Mitgliederversammlung 2018 gab es ein Treffen im Fanhaus zwischen Robert Marien und dem Mitgliederbeirat. Dort wurden die durch Herrn Schwesig untersuchten Varianten vorgestellt. Dass das ein ordentlicher Schlag ins Kontor war, ist wahrscheinlich nicht nur jedem Anwesenden an jenem Abend bewusst gewesen, auch die Reaktion der Mitgliederversammlung fiel entsprechend aus. Umso erfreulicher, dass der damalige Status quo bis zur MV 2019 weiter untersucht werden sollte.
Danach schlief das Thema (fast) gänzlich bis Anfang April/Mitte 2019 ein. Erst dort wurde auf einer weiteren MBR-Sitzung mit Teilen des Aufsichtsrates und Robert Marien beschlossen, ein weiteres Gutachten zum Thema Sanierung in Auftrag zu geben. Dieses wurde an Herrn Prof. Dr. Latz (von einem in Wismar ansässigen Ingenieurbüro) Mitte Mai vergeben. Bis zum Oktober 2019 befanden wir uns im Austausch über bisherige Erkenntnisse und Sachstände mit Herrn Prof. Latz.
Am 01.10.2019 stellte das Ingenieurbüro schließlich erstmalig seine bis dahin erlangten Ergebnisse auf der ersten Sitzung der AG Stadionmasten vor – fast elf Monate nach dem klar war, das Thema Flutlicht in die Tiefe genauer zu besprechen und pro und contra ausdrücklich auch mit Fanmeinung aus dem Mitgliederbeirat zu besprechen. Inhaltlich kamen erste Bedenken gegen das Vorhaben einer Sanierung zur Sprache – vornehmlich der Faktor der problematischen Baugenehmigung. Ein zusätzliches Gutachten zur Untersuchung der auf den Masten aufgetragenen Beschichtung wurde in Auftrag gegeben.
Am 19.11.2019 kam es schließlich zum zweiten und letzten Treffen der AG Stadionmasten. Auf diesem Treffen kamen schlussendlich alle Fakten auf den Tisch und wurden diskutiert. Am Ende standen die gemeinsame Aussage und Empfehlung, die auch auf der MV vorgetragen wurde.

pro und contra einzelner Varianten

Als Mitgliedervertreter der AG Stadionmasten waren wir selbstverständlich sehr darauf bedacht, alle in Frage kommenden möglichen Varianten fair und neutral zu bewerten. Es sollte auch kein Geheimnis sein, dass wir beide am Ende immer den Erhalt präferieren würden, sofern dieser realistisch darstellbar wäre.
Am besagten 19.11.2019 kam es dazu, dass alle Argumente und Bedenken offenbart wurden. Die Situation hat uns ein stückweit überfahren und sprachlos gemacht. Es war nicht einfach bzw. fast unmöglich, so schnell Antworten zu finden und gegenzuhalten. Die größten Argumente gegen eine Sanierung mündeten vor allem auf die damals noch nicht vorhandene Aussage, ob Verstärkungen an den Masten technisch überhaupt umsetzbar sind. Das Entscheidende war jedoch die mehr als knapp bemessene zeitliche Komponente, nämlich die Umsetzung der Sanierung innerhalb einer einzigen Sommerpause von nur sechs bis maximal acht Wochen. Die Streckung der Sanierung über mehrere Sommerpausen war aufgrund des fortgeschrittenen Alters der aktuellen Beleuchtung, die temporär bis zur Sanierung des letzten Mastes erneut installiert worden wäre, und der stark eingeschränkten Möglichkeit zum teilweisen Ersatz bei möglichen Defekten infolge der Deinstallation nicht kalkulierbar. Auch heute können wir keine 100%ige Aussage treffen, ob die beteiligten Firmen und Ämter alles im zeitlichen Rahmen hinbekommen würden/hätten. Das riesige Damoklesschwert eines Ausweichstadions oder der sogar gefährdeten Lizenz hing quasi über allem. Prüfen weiterer Optionen, beispielsweise einer mobilen Flutlichtanlage an einem Kran o.ä., waren durch uns auch zeitlich nicht mehr möglich, zu knapp die Zeit bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung. Hier mussten wir uns auf Aussagen durch den Verein verlassen, der dies mit negativen Ergebnis geprüft hatte (was genau bei einer temporären Installation geprüft wurde, wissen wir an dieser Stelle nicht).
Festhalten wollen wir hiermit jedoch auch, dass wir beide den Nachbau als nicht komplett risikolos bewerten. In unseren Augen sind u.a. temporäre Sperrungen an Tribünen oder Eingangsschleusen nicht hinreichend, sprich lediglich intern, untersucht und bewertet worden. Es gibt zwar die Aussage des Veranstalters, jedoch nicht die des Bauordnungsamtes oder die der Polizei (gerade in Hinblick auf den Gästeblock). Preise für eventuelle Umbauten an Eingängen oder Sicherheitsschleusen konnten nicht konkret benannt, sondern nur geschätzt werden – nach einem Jahr Vorbereitungszeit uns zu wenig. Der anbietenden Firma konnte bisher kein aktuelles geotechnische Gutachten vorgelegt werden. Dadurch eventuell entstehend weitere Komplikationen (evtl. anderes Fundament, tiefere Gründung, andere Gründungsart) wurden ein stückweit mit Verweis auf einen einfachen Bodenaustausch mit Kies weggewischt. Die Gefahr von hohen Nachträgen besteht in unseren Augen auch hier. Ob ein kompletter Neubau inkl. abweichendem Standort der Flutlichtanlage in Rostock durch das Bauamt genehmigungsfähig ist, konnte uns auch nicht gesagt werden, da es dazu, anders als bei der Sanierung, keine Vorgespräche gab. Wir sehen hier die Gefahr, dass der Antrag abgelehnt werden könnte. Der Vergleich zu Erfurt und der dort erhaltenen Baugenehmigung hinkt in unseren Augen. Zu einem sind seit dem Bau dort über 20 Jahre vergangen, zum anderen herrschen hier ganz andere Anforderungen sowie bauordnungsrechtliche Gegebenheiten .
Abschließend müssen wir uns an dieser Stelle eingestehen, dass wir zu naiv gerade mit der Thematik Sanierung umgegangen sind und uns zu lange nur mit dem erreichten positiven Zwischenergebnis des neuen Gutachtens beschäftigt haben.

Gemeinsames Statement


Die anwesenden Teilnehmer der AG Flutlichtmasten beschlossen am 19.11.2019 ein gemeinsames Statement – einstimmig! Jedoch muss dabei ganz klar festgehalten werden, dass die Entscheidung durch uns beide vom MBR mit mehr als nur kleineren Bedenken und Bauchschmerzen getroffen wurde. Wie einige es auch hier schon geschrieben haben, überkam uns in jenem Moment ein stückweit Fassungslosigkeit, Wut und Trauer. Denn in diesem Moment gaben auch wir die Empfehlung, die alten Masten zu demontieren und zu verschrotten. Ein mehr als besch*ssenes Gefühl!
Doch eines ist auch klar gewesen: mit der Zustimmung zu dieser Erklärung haben wir uns keineswegs zu 100% gegen die Variante der Sanierung entschieden. Zu diesem Zeitpunkt und den dort genannten Gegenargumenten mussten und wollten wir uns mit einer Tendenz zu einer Variante äußern. Eine Enthaltung schien uns beiden als zu feige. Doch da wir allein für die nötige zukünftige Leistungsfähigkeit und die Lösungsbereitschaft Anderer weder die Hand ins Feuer legen können, noch einzeln über eine genaue Expertise über historische Stahlkonstruktionen verfügen und die genannten Argumente nicht entschwächen konnten, wollten wir auch den Auftritt durch Herrn Latz auf der MV abwarten und ihn dazu Stellung nehmen lassen.

Auftritt auf der Mitgliederversammlung und beim Mitgliederbeirat

Rückblickend müssen wir uns ganz klar eingestehen, dass hier am Ende der Hund begraben liegt. Unsere Meinung hätten wir dort vertreten müssen und dafür kämpfen sollen, warum es aus unserer Sicht sinnvoll ist, noch mehr Zeit in Anspruch zu nehmen. Gescheitert ist dies hauptsächlich an der Frage, ob wir beide uns nicht verrennen und das subjektive Gefühl, möglicherweise die Einzigen zu sein, die eine Restaurierung weiterhin für möglich halten und denen die Inanspruchnahme weiterer Zeit und Kosten für zusätzlich nötige Prüfungen angebracht erscheint. Eine etwaige Stimmungslage innerhalb der gesamten Fangemeinde konnten wir nur sehr schwer abschätzen.

Abschließendes

Den weiteren Vorgang werden wir beide selbstverständlich begleiten und uns aktiv einbringen. Wir werden aber auch weiterhin stets kritische Fragen stellen und auf diese auch verbindliche Aussagen verlangen.
Ein entscheidender Fehler wird uns jedoch nicht mehr passieren: dass wir zu lange warten und unnötig Zeit verstreichen lassen werden. Wir werden uns schnellstmöglich bemühen, weitere Treffen der AG Stadionmasten einzuberufen, das weitere Vorgehen zu besprechen und voranzutreiben.

Zuletzt geändert von BBS am Mi 4. Dez 2019, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von Marke » Mi 4. Dez 2019, 15:08

F207 hat geschrieben:
Mi 4. Dez 2019, 14:21
biancoblu hat geschrieben:
Mi 4. Dez 2019, 13:32
Warum nicht? Würdest du hier nicht mitlesen und die Presse verfolgen, sähest du doch ggf. gar keinen Unterschied.
Mal davon abgesehen das ich schon glaube das man einen Unterschied sehen wird geht es halt eben nicht nur um das Aussehen, sondern vielmehr um den von mir gefühlten Wert dieser Masten.

Mir fällt kein wirklich guter Vergleich ein, aber von dem Schiff, auf dem ich gedient habe, gab es ganze 8 Stück und alle sahen mehr oder weniger gleich aus. Die anderen 7 waren aber einfach nicht ""MEIN"" Schiff, sondern nur das eine. Ich denke Du verstehst also was ich meine.

Das Ostseestadion wurde auch neu gebaut, trotzdem ist es unser Ostseestadion geblieben.
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von F207 » Mi 4. Dez 2019, 16:16

Marke hat geschrieben:
Mi 4. Dez 2019, 15:08
Das Ostseestadion wurde auch neu gebaut, trotzdem ist es unser Ostseestadion geblieben.
Stimmt schon. Aber immerhin sind uns ja einige Elemente erhalten geblieben, wie die Tageskassen mit Toiletten, das Marathontor und die Flutlichtmasten....

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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von klaufix » Do 5. Dez 2019, 06:10

Zur Refinanzierung der Flutlichtmasten:
Wäre es nicht möglich kleine Teile der Masten mit Zertifikat zu verkaufen?
Und die jenigen Mitglieder die sich an einer eventuellen Sonderumlage beteiligen, bekommen es kostenlos?

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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von Harvek » Do 5. Dez 2019, 14:35

klaufix hat geschrieben:
Do 5. Dez 2019, 06:10
Zur Refinanzierung der Flutlichtmasten:
Wäre es nicht möglich kleine Teile der Masten mit Zertifikat zu verkaufen?
Und die jenigen Mitglieder die sich an einer eventuellen Sonderumlage beteiligen, bekommen es kostenlos?
An sowas habe ich auch schon gedacht, ähnlich wie bei der aktion wie mit dem Rasen. Ist nur die Frage ob altmetall nicht wertvoller ist als das geld was man damit einnimmt.

Und wenn ich heute schon wieder lese das hansa knappe 60 T€ Strafe zahlen muss wegen etwaiger pyros wundert es mich auch nicht das man nie grüne zahlen schreibt. Echt zum kotzen das geld so raus zu schmeißen
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von Ktv » Do 5. Dez 2019, 15:27

Wie auch im letzen Jahr finde ich die Nachbereitung mit Informationen für die Mitglieder mangelhaft. Es werden keine Auswertungen zu den Satzungsänderungsanträgen gegeben. Zudem werden keine Bilanzen/GuV mitgegeben, selbst wenn man anwesend war, war dies ncht ausreicheind zeitlich, um bestimmte Kennzahlen abzuleiten/ auszurechnen. Das war unter den früheren Vorständen schon mal anders. Oder bin ich dort der einzige, dem das so geht.
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Re: Mitgliederversammlung 01.12.2019

Beitrag von Operator » Do 5. Dez 2019, 21:30

Harvek hat geschrieben:
Do 5. Dez 2019, 14:35

Und wenn ich heute schon wieder lese das hansa knappe 60 T€ Strafe zahlen muss wegen etwaiger pyros wundert es mich auch nicht das man nie grüne zahlen schreibt. Echt zum kotzen das geld so raus zu schmeißen
FunFact: .... es gibt rote und schwarze Zahlen im Finanzwesen .... und es gibt grüne Zweige, auf die man kommen kann, wenn man gut wirtschaftet ;) :D

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